Wirtschaft Saarland: PV-Freiflächenanalyse
Saarbrücken () – Das Saarland hat erstmals eine landesweite Analyse für Photovoltaik-Freiflächenanlagen vorgelegt. Das saarländische Wirtschafts- und Energieministerium teilte am Montag mit, dass nach der Studie rund 19.000 Hektar der Landesfläche grundsätzlich mit vergleichsweise geringem bis mittlerem Konfliktrisiko genutzt werden könnten.
Insgesamt verteilen sich rund 45.800 Hektar auf fünf Konfliktrisikoklassen, von einem sehr geringen bis zu einem sehr hohen Risiko.
Die Studie untersucht das gesamte Saarland nach einheitlichen Kriterien. Berücksichtigt wurden unter anderem Landwirtschaft, Natur- und Wasserschutz, Siedlungen, Infrastruktur und sonstige bestehende Nutzungen.
Ausgeschlossene Flächen werden ebenso ausgewiesen wie Flächen mit unterschiedlich hohen Konfliktrisiken und Gunstflächen etwa entlang von Autobahnen und Schienenwegen oder in benachteiligten Gebieten nach EU-Landwirtschaftsrecht. Das Ministerium empfiehlt, den Ausbau innerhalb der ermittelten Flächenkulisse möglichst auf konfliktarme Standorte zu lenken.
Eine konkrete Projektprüfung oder ein Genehmigungsverfahren ersetzt die Analyse nicht. Wirtschafts- und Energieminister Jürgen Barke (SPD) sagte: „Eine Fläche auf der Karte ist noch kein Solarpark. Aber wir können jetzt sehr viel früher erkennen, wo sich eine genauere Prüfung lohnt – und wo erhebliche Hürden bestehen.“
Bereits im September hatte das Ministerium das „Zielbild für die Energiewende im Saarland“ veröffentlicht.
Darin wird bei fortschreitender Elektrifizierung bis 2045 ein Anstieg des Strombedarfs um rund 160 Prozent gegenüber 2023 erwartet.
Photovoltaik-Freiflächenanlagen könnten bis 2045 mit rund 4,5 TWh zur Stromproduktion beitragen. Ein eigener Teil der Untersuchung widmet sich stillgelegten Bergbauflächen der RAG. Von zwölf untersuchten Flächen mit insgesamt 318 Hektar wurden rund 200 Hektar als grundsätzlich für Freiflächen-PV geeignet bewertet; das Konfliktrisiko liegt deutlich unter dem Durchschnitt der gesamten Flächenkulisse im Saarland.
Die Ergebnisse sollen auch mit Blick auf die weitere Energieinfrastruktur ausgewertet werden, etwa für zusätzlichen Netzbedarf und Batteriespeicher.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Jürgen Barke
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Saarbrücken, dts Nachrichtenagentur, Saarland, Saarländisches Wirtschafts- und Energieministerium, Jürgen Barke, SPD, EU-Landwirtschaftsrecht, RAG
Wann ist das Ereignis passiert?
Zeitraum/Datum: Am Montag (keine konkrete Datumsangabe im Text enthalten).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Saarbrücken, Saarland (Deutschland)
Worum geht es in einem Satz?
Das Saarland hat erstmals eine landesweite Analyse für Photovoltaik-Freiflächenanlagen vorgelegt, wonach rund 19.000 Hektar grundsätzlich mit geringem bis mittlerem Konfliktrisiko nutzbar wären und die Ergebnisse künftig zur gezielteren Standortwahl sowie für Netz- und Speicherplanungen dienen sollen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Veröffentlichung einer landesweiten Analyse für Photovoltaik-Freiflächenanlagen durch das saarländische Wirtschafts- und Energieministerium
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Nutzung von rund 19.000 Hektar Landesfläche grundsätzlich mit vergleichsweise geringem bis mittlerem Konfliktrisiko
- Einteilung der Flächen in fünf Konfliktrisikoklassen von sehr geringem bis sehr hohem Risiko
- Ausweisung von ausgeschlossenen Flächen sowie von Flächen mit unterschiedlich hohen Konfliktrisiken
- Lenken des Ausbaus innerhalb der Flächenkulisse möglichst auf konfliktarme Standorte
- Früheres Erkennen, wo sich eine genauere Projektprüfung lohnt und wo erhebliche Hürden bestehen
- Ableitung von Informationen für den zusätzlichen Bedarf an Energieinfrastruktur wie Netz und Batteriespeicher
- Bewertung stillgelegter Bergbauflächen der RAG als grundsätzlich für Freiflächen-PV geeignet
- Niedrigeres Konfliktrisiko auf den als geeignet bewerteten RAG-Flächen im Vergleich zum Durchschnitt der gesamten Flächenkulisse
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja—Wirtschafts- und Energieminister Jürgen Barke (SPD) wird mit einer Stellungnahme zitiert („Eine Fläche auf der Karte ist noch kein Solarpark…“).
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