Weinernte in Rheinland-Pfalz: Prognose aus amtlicher Schätzung
Bad Ems () – Die Winzer in Rheinland-Pfalz können in diesem Jahr voraussichtlich rund 5,5 Millionen Hektoliter Weinmost ernten. Das geht aus einer Schätzung des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz hervor, die auf Angaben der Ernteberichterstatter von Ende September basiert.
Damit dürfte die Ernte um 4,4 Prozent höher ausfallen als im Vorjahr, teilte die Behörde am Montag mit.
Der langjährige Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2025 von 5,8 Millionen Hektolitern wird allerdings voraussichtlich um rund fünf Prozent unterschritten.
Von der erwarteten Erntemenge entfallen rund 4,1 Millionen Hektoliter auf Weißmost und 1,4 Millionen Hektoliter auf Rotmost. Während beim Weißmost ein Zuwachs von 3,2 Prozent erwartet wird, dürfte die Rotmostmenge um rund acht Prozent steigen.
Bei den Rebsorten wird für Riesling eine Erntemenge von rund 1,4 Millionen Hektolitern prognostiziert.
Das wären fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Beim Dornfelder, der ertragsstärksten roten Rebsorte, rechnen die Statistiker mit rund 600.000 Hektolitern und einem Plus von 9,1 Prozent.
Auch beim Spätburgunder wird mit 340.000 Hektolitern eine höhere Ernte erwartet.
Die anhaltende Trockenheit und der heiße Sommer stellten die Winzer vor Herausforderungen. Wegen des Wassermangels blieben die Traubenbeeren kleiner und weniger saftig.
Die warmen und trockenen Bedingungen begünstigten jedoch die Reife und Qualität der Trauben und sorgten für einen besonders frühen Lesebeginn.
Regional fällt die Entwicklung unterschiedlich aus. In Rheinhessen wird mit rund 2,4 Millionen Hektolitern eine um 6,1 Prozent höhere Ernte als 2025 erwartet.
In der Pfalz dürfte die Menge um 11,4 Prozent auf rund 2,1 Millionen Hektoliter steigen.
An der Mosel rechnen die Statistiker dagegen mit einem Rückgang um 15,8 Prozent auf rund 600.000 Hektoliter. An der Nahe wird ein Plus von 1,4 Prozent auf rund 300.000 Hektoliter erwartet.
Am Mittelrhein soll die Erntemenge um rund 14 Prozent auf etwa 20.000 Hektoliter zunehmen.
Die Schätzung basiert auf regelmäßigen Meldungen von rund 150 Ernteberichterstattern. Da die Ergebnisse noch mit Unsicherheiten behaftet sind, können sich die Mengen abhängig vom weiteren Witterungsverlauf verändern.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Es kommen keine Personen mit Namen im Artikel vor.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, dts Nachrichtenagentur, Ernteberichterstatter, Winzer
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand am Montag statt – genauer: Montag, 19.10.2026. (Es geht um die Mitteilung/Schätzung des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz „am Montag“; außerdem basiert die Schätzung auf Angaben von Ende September.)
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Bad Ems (Rheinland-Pfalz), Rheinland-Pfalz, Rheinhessen, Pfalz, Mosel, Nahe, Mittelrhein.
Worum geht es in einem Satz?
Die Winzer in Rheinland-Pfalz rechnen nach einer Schätzung des Statistischen Landesamtes auf Basis der Ernteberichterstatter mit einer Weinmost-Ernte von voraussichtlich rund 5,5 Millionen Hektolitern, etwa 4,4 % mehr als im Vorjahr, wobei Weißmost und insbesondere einzelne Rebsorten wie Riesling und Dornfelder voraussichtlich zulegen, während etwa an der Mosel mit einem Rückgang zu rechnen ist.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Anhaltende Trockenheit und heißer Sommer mit Wassermangel, der die Traubenbeeren kleiner und weniger saftig machte
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Erwartbar höhere Weinmosternte in Rheinland-Pfalz gegenüber dem Vorjahr
- Mengen insgesamt voraussichtlich über dem Vorjahresniveau, aber voraussichtlich unter dem langjährigen Durchschnitt 2016 bis 2025
- Unterschiedliche Entwicklung von Weiß- und Rotmostmengen
- Höhere erwartete Erntemengen bei zentralen Rebsorten wie Riesling sowie bei ertragsstärkeren roten Sorten
- Regional divergierende Ernteaussichten, unter anderem Rückgang an der Mosel bei gleichzeitiger Zunahme in anderen Anbaugebieten
- Minderung von Traubenzustand und Ertragskomponenten durch Wassermangel, wodurch kleinere und weniger saftige Beeren entstehen
- Gleichzeitig begünstigte Reife und Qualität der Trauben durch die warmen und trockenen Bedingungen
- Früher Lesebeginn aufgrund der klimatischen Bedingungen
- Noch bestehende Unsicherheiten, sodass sich die prognostizierten Mengen je nach weiterem Witterungsverlauf verändern können
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Nein. In dem Artikel wird keine Stellungnahme oder Reaktion einer Person oder Organisation zitiert, sondern es werden nur Prognosen/Angaben des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz berichtet.
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