NRW: LKA zählt über 67.500 Opfer häuslicher Gewalt in 2025

NRW: LKA zählt über 67.500 Opfer häuslicher Gewalt in 2025

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NRW: Häusliche Gewalt im Fokus

() – Im vergangenen Jahr sind in mehr als 67.500 Menschen Opfer von häuslicher Gewalt geworden. Damit ist die Zahl der Betroffenen im Vorjahresvergleich noch einmal leicht gestiegen (plus 1,1 Prozent) und liegt um mehr als 15 Prozent über der Marke fünf Jahre zuvor.

Das geht aus dem neuen Lagebild zur häuslichen Gewalt des Landeskriminalamts (LKA) hervor, über die die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ (Freitagausgabe) berichtet.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU), der sich zurzeit von einer Hüft-Operation erholt, äußerte am Donnerstag vom Krankenbett aus Besorgnis über den Trend. 67.508 Opfer häuslicher Gewalt in einem Jahr – das seien mehr als 180 Menschen jeden Tag, die zu Hause geschlagen, bedroht oder verfolgt würden.

Und das sei nur, was man wisse, sagte Reul der Zeitung.

Studien zeigten, dass die allermeisten Taten nie angezeigt würden. Die Wahrheit sei also noch bitterer als diese Statistik, so Reul.

Wer Gewalt erlebe, solle sich melden.

Mehr als jedes zweite Opfer lebte der LKA-Auswertung zufolge mit dem Täter in einem gemeinsamen Haushalt. Vor allem (71,2 Prozent) waren betroffen.

Bei den Fällen handelte es sich größtenteils um einfache Körperverletzungen (55,8 Prozent) oder Bedrohung, Stalking und Nötigung (24,3 Prozent). Allerdings standen auch 148 Fälle von Mord und Totschlag zu Buche, wobei es hier 91 Mal beim Versuch geblieben ist.

Gegenüber dem Vorjahr liegt das Plus jedoch bei stattlichen 31 Prozent. 65 Menschen kamen durch häusliche Gewalt zu Tode.

„Wir wissen aus unserer : Tötungen kommen selten aus dem Nichts. Oft gehen Kontrolle, Drohungen und Schläge voraus, gerade wenn eine Trennung im Raum steht“, erklärte Reul.

Wer früh Anzeige erstatte, gebe der die Chance, den Täter zu stoppen, bevor es zu spät ist.

Reul machte deutlich, dass es auch in ohnmächtig ertragenen Lebenslagen sehr wohl Hilfsmöglichkeiten gebe. „Kontaktverbot, Wohnungsverweisung, Gewaltschutzanordnung – der Rechtsstaat hat Werkzeuge.“

Fast jeder dritte Tatverdächtige ist der Statistik zufolge zwischen 30 und 39 Jahre alt.

Da die Übergriffe häufig in Privatwohnungen stattfinden, ist die Polizei auf die Anzeigebereitschaft der Geschädigten angewiesen. Die Forschung zeigt jedoch, dass viele Beziehungen durch Kontroll- oder Abhängigkeitsverhältnisse geprägt sind und viele Opfer aus Scham- und Schuldgefühlen lieber ihr Martyrium in den eigenen vier Wänden für sich behalten.

Häusliche Gewalt sei kein Familienstreit und keine Privatsache. Viele Opfer schwiegen aus Scham oder Angst, so Reul.

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Polizei (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Herbert Reul

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Landeskriminalamt (LKA), Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Nordrhein-Westfalen, Polizei, NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU), Rechtsstaat

Wann ist das Ereignis passiert?

Datum/Zeitraum: „im vergangenen Jahr“ (bezogen auf das neue Lagebild), außerdem „am Donnerstag“ (Aussage von NRW-Innenminister Herbert Reul).

Da im Text kein konkretes Datum (z. B. der genaue Tag/Monat/Jahr) genannt wird: Nicht erwähnt für das exakte Datum.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen

Worum geht es in einem Satz?

Laut dem neuen Lagebild des Landeskriminalamts wurden in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr 67.508 Menschen Opfer häuslicher Gewalt (1,1 % mehr als im Vorjahr), wobei zahlreiche Taten nicht angezeigt werden und Frauen besonders betroffen sind.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Häusliche Gewalt in Nordrhein-Westfalen: mehr als 67.500 Opfer im vergangenen Jahr
  • Vorjahresvergleich: leichter Anstieg der Zahl der Betroffenen (plus 1,1 Prozent)
  • Gewalt häufig in gemeinsamen Haushalten zwischen Opfer und Täter
  • Gewaltmuster laut Reul: oft gehen Kontrolle, Drohungen und Schläge voraus, besonders bei Trennung
  • Viele Taten werden laut Reul/Studien nicht angezeigt, daher nur ein Teil bekannt
  • Anzeigebereitschaft der Geschädigten als wesentlicher Faktor, da viele Übergriffe in Privatwohnungen stattfinden

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) äußerte Besorgnis über den Trend und verwies auf die hohe Zahl der nicht angezeigten Taten
  • Reul appellierte an Betroffene, sich zu melden und frühzeitig Anzeige zu erstatten, um Täter stoppen zu können
  • Reul betonte öffentlich die Rolle des Rechtsstaats mit Hilfs- und Schutzmaßnahmen wie Kontaktverbot, Wohnungsverweisung und Gewaltschutzanordnung

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Zahl der Opfer häuslicher Gewalt in Nordrhein-Westfalen leicht gestiegen
  • Betroffenenanzahl liegt deutlich über dem Niveau von vor fünf Jahren
  • Viele Taten werden laut Einschätzung kaum angezeigt
  • Insgesamt mehr als 180 betroffene Menschen pro Tag
  • Mehr als die Hälfte der Opfer lebt mit dem Täter im gemeinsamen Haushalt
  • Frauen sind überproportional betroffen
  • Häufige Tatkategorien sind einfache Körperverletzung sowie Bedrohung, Stalking und Nötigung
  • Todesfälle durch häusliche Gewalt
  • Höheres Risiko besonders bei Trennungssituationen
  • Polizei ist auf Anzeigebereitschaft angewiesen, weil Übergriffe oft in Privatwohnungen stattfinden
  • Viele Opfer schweigen aus Scham oder Angst und bleiben dadurch länger in der Situation
  • Rechtsstaatliche Schutzmaßnahmen können verhindern, dass Gewalt eskaliert

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja – NRW-Innenminister Herbert Reul wird mit mehreren wörtlichen Aussagen zu den Zahlen und möglichen Hilfen bei häuslicher Gewalt zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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