Dax legt zu – US-Inflationsdaten sorgen für Nervosität

Dax legt zu – US-Inflationsdaten sorgen für Nervosität

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Wirtschaft: DAX Kursbewegungen in Frankfurt

Frankfurt/Main () – Am Mittwoch hat der Dax zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 25.299 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem freundlichen Start baute der Dax nur vorübergehend seine Zugewinne weiter aus.

„Die höher als erwartet ausgefallenen US-Verbraucherpreise sorgen für neue Nervosität an den - und Anleihemärkten“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Vor allem die stark gestiegenen Benzin- und Dieselpreise hinterlassen inzwischen deutliche Spuren in der . Dass auch die Kernrate stärker als erwartet zulegt, deutet darauf hin, dass sich der Preisdruck zunehmend auf weitere Wirtschaftsbereiche ausbreiten könnte.“

Damit steige die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank ihren restriktiven geldpolitischen Kurs verschärfen muss, erklärte der Analyst. „Für die Aktienmärkte ist das eine unangenehme Entwicklung. Hohe Energiepreise treiben die Inflation, steigende Zinserwartungen halten die Anleiherenditen oben und machen Aktien mit ihren teilweise ambitionierten Bewertungen zunehmend unattraktiver.“ Aus dem Energiepreisschock drohe damit ein länger anhaltendes Zinsproblem zu werden.

„Für Fed-Chef Kevin Warsh wird die Inflationsbekämpfung damit zur ersten großen Bewährungsprobe. Die Teuerung liegt bereits seit geraumer Zeit über dem Zwei-Prozent-Ziel der Notenbank“, erklärte Lipkow. „Die heutigen Daten machen deutlich, wie schwierig es werden dürfte, den Preisdruck wieder unter Kontrolle zu bringen, ohne gleichzeitig die Konjunktur zu belasten.“

Auch die Anleger in Frankfurt seien zunehmend unsicher, ob deutsche Aktien angesichts der hohen Anleiherenditen weiterhin die richtige sind. „Der gestrige Abverkauf selbst guter US-Quartalszahlen und die angekündigte Umschichtung von Blackrock in Richtung Staatsanleihen hinterlassen Spuren“, erläuterte der Analyst. „Solche Neuallokationen sind häufig keine kurzfristigen Entscheidungen, sondern können einen grundlegenden und länger anhaltenden Strategiewechsel einleiten.“

Die Rechnung der Investoren verändere sich zunehmend. „Hohe Anleiherenditen bieten attraktive Erträge, während die hohen Bewertungen am Aktienmarkt immer schwerer zu rechtfertigen sind“, so Lipkow. „Sollte gleichzeitig der Inflationsdruck nachlassen, könnten Staatsanleihen noch stärker profitieren. Aus der bisherigen Konkurrenz zwischen Aktien und Anleihen könnte damit ein nachhaltiger Kapitalstrom in Richtung Rentenmarkt werden.“

Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Rheinmetall an der Spitze der Kursliste in Frankfurt, gefolgt von MTU, Airbus und Merck. Das Schlusslicht bildeten die Siemens-Energy-Aktien und die Papiere von Volkswagen.

Unterdessen sank der Gaspreis geringfügig: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im November kostete 87 . Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund 13 bis 16 Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis stieg hingegen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 105,70 US-Dollar, das waren vier Cent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1122 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8991 Euro zu haben.

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Andreas Lipkow, Kevin Warsh

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Andreas Lipkow, CMC Markets, US-Notenbank, Kevin Warsh, Blackrock, Rheinmetall, MTU, Airbus, Merck, Siemens Energy, Volkswagen, Europäische Zentralbank, Fed

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Ereignis fand am Mittwoch statt (genauer: Mittwoch, Xetra-Handelsschluss).

Datum: Nicht erwähnt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Frankfurt/Main (Frankfurter Börse), Xetra (Frankfurt)

Worum geht es in einem Satz?

Am Mittwoch legte der DAX leicht zu, während Analysten die höher als erwarteten US-Verbraucherpreise als neuen Inflations- und Zinsbelastungsfaktor für Aktienmärkte sowie als erhöhtes Risiko einer restriktiveren US-Notenbankpolitik einordneten, begleitet von schwächerem Gas- und leicht steigendem Ölpreis.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Höher als erwartet ausgefallene US-Verbraucherpreise, insbesondere stark gestiegene Benzin- und Dieselpreise sowie stärkere Kernrate
  • Daraus folgende Erwartung, dass die US-Notenbank den restriktiven geldpolitischen Kurs verschärfen muss

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Unsicherheit der Anleger in Frankfurt, ob deutsche Aktien angesichts hoher Anleiherenditen weiterhin attraktiv sind
  • Erwähnung von Reaktionen durch Anleger wie Umschichtung von Blackrock in Richtung Staatsanleihen
  • Erwartung, dass steigende Zinserwartungen und Inflationserhöhungen Aktienmärkte unattraktiver machen könnten
  • Nervosität an Aktien- und Anleihemärkten durch höher als erwartet ausgefallene US-Verbraucherpreise

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Wahrscheinlichkeit einer Verschärfung der restriktiven Geldpolitik durch die US-Notenbank steige
  • steigende Zinserwartungen hielten die Anleiherenditen auf hohem Niveau
  • Aktien mit ambitionierten Bewertungen würden zunehmend unattraktiver
  • daraus könnte ein länger anhaltendes Zinsproblem entstehen
  • Anleger würden unsicherer, ob deutsche Aktien bei hohen Anleiherenditen weiterhin attraktiv sind
  • Umlagerungen könnten einen grundlegenden und länger anhaltenden Strategiewechsel auslösen
  • höhere Anleiherenditen erhöhten den Anreiz für Kapital in Richtung Rentenmarkt
  • es könnte zu einem nachhaltigen Kapitalstrom von Aktien zu Anleihen kommen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja. Es werden mehrere Reaktionen/Stellungnahmen zitiert, u. a. von Andreas Lipkow (Chef-Marktanalyst von CMC Markets), der die US-Verbraucherpreise und ihre Folgen für Inflation, Zinsen und Aktienmärkte kommentiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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