Wirtschaft: KI-Zugang zu Trainingsdaten in Deutschland
München () – Deutschland könnte einen erheblichen Teil seines Wertschöpfungspotenzials durch Künstliche Intelligenz (KI) verlieren, wenn der Zugang zu Trainingsdaten für KI-Modelle weiter eingeschränkt wird. Das ergab eine Modellrechnung des Ifo-Instituts. Generative KI könnte dem Land demnach bis 2034 zusätzliche Wertschöpfung von 440 Milliarden Euro pro Jahr bringen. Diese Summe würde sich um 155 Milliarden Euro reduzieren, wenn der Zugang der KI-Entwickler zu Trainingsdaten erschwert wird.
Das Potenzial setzt sich aus rund 330 Milliarden Euro durch breite KI-Nutzung, 65 Milliarden Euro aus produktiverer Forschung und 45 Milliarden Euro aus der KI-Entwicklung in Deutschland zusammen. Oliver Falck, Leiter des Ifo-Zentrums für Innovationsökonomik und digitale Transformation, und sein Co-Autor Martin Thelle von Implement Consulting Group zeigten auf, dass eine restriktivere Regulierung über vier Kanäle wirkt: langsamere Verbreitung (45 Milliarden Euro), weniger leistungsfähige Modelle (75 Milliarden Euro), verlorenes Forschungspotenzial (25 Milliarden Euro) und geringere Entwicklung in Europa (10 Milliarden Euro).
Die leistungsfähigsten KI-Sprachmodelle benötigen riesige und vielfältige Datenmengen. Der größte urheberrechtsfreie Datensatz in Europa umfasst nur zwei bis drei Billionen Tokens, während international führende Modelle bereits 15 bis 36 Billionen nutzen. Die Autoren plädierten dafür, die Text-und-Data-Mining-Ausnahme der EU-Urheberrechtsrichtlinie zu erhalten, um die Unsicherheit für Investoren zu verringern.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Oliver Falck, Martin Thelle
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Ifo-Institut, Ifo-Zentrum für Innovationsökonomik und digitale Transformation, Implement Consulting Group, EU-Urheberrechtsrichtlinie
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
München, Deutschland
Worum geht es in einem Satz?
Laut einer Modellrechnung des Ifo-Instituts könnte Deutschland durch den Zugang zu Trainingsdaten für KI-Modelle einen großen Teil seines KI-Wertschöpfungspotenzials verlieren: Generative KI brächte demnach bis 2034 jährlich bis zu 440 Mrd. Euro zusätzlich, doch bei erschwertem Datenzugang wären es um 155 Mrd. Euro weniger.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Einschränkter Zugang zu Trainingsdaten für KI-Modelle
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Politiker oder Behörden in dem Artikel nicht explizit als Reaktion beschrieben
- Öffentlichkeit in dem Artikel nicht explizit als Reaktion beschrieben
- Medien in dem Artikel nicht explizit als Reaktion beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Langsamere Verbreitung von generativer KI
- Weniger leistungsfähige KI-Modelle
- Verlorenes Forschungspotenzial
- Geringere Entwicklung in Europa
- Reduzierung des jährlichen Wertschöpfungspotenzials durch erschwerten Zugang zu Trainingsdaten um 155 Milliarden Euro bis 2034
- Insgesamt weniger zusätzliche Wertschöpfung durch generative KI bis 2034
- Zunahme der Unsicherheit für Investoren durch Einschränkungen bei Text-und-Data-Mining-Rechten
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Nein.
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