Ausgaben für Forschung und Entwicklung steigen

Ausgaben für Forschung und Entwicklung steigen

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Wirtschaft in Deutschland: Forschungsausgaben steigen

Wiesbaden () – Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Deutschland sind im Jahr 2024 um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 137,1 Milliarden Euro gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte, lag ihr Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) demnach bei 3,17 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1995 (2023: 3,13 Prozent).

Deutschland hat damit das Ziel der EU-Wachstumsstrategie „Europa 2020“, mindestens 3 Prozent des BIP für Forschung und Entwicklung aufzuwenden, im Jahr 2024 erneut übertroffen. Das nationale Ziel, wonach die Forschungs- und Entwicklungsausgaben bis 2025 auf 3,5 Prozent des BIP steigen sollen, wurde dagegen noch nicht erreicht.

In die Zahlen fließen alle Ausgaben für Forschung und Entwicklung in der Wirtschaft, an Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen ein. Einen bedeutsamen Ausgabenzuwachs im Bereich Forschung und Entwicklung von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 92,5 Milliarden Euro verzeichneten im Jahr 2024 die Unternehmen. Damit bestritt die Wirtschaft weiterhin mehr als zwei Drittel der Gesamtausgaben in diesem Bereich.

Die Ausgaben der Hochschulen stiegen um 4,7 Prozent auf 24,1 Milliarden Euro. Außeruniversitäre Einrichtungen für Forschung und Entwicklung, zu denen öffentliche und überwiegend öffentlich geförderte Forschungseinrichtungen zählen, wendeten 20,4 Milliarden Euro auf. Das war eine überdurchschnittliche Zunahme von 10,1 Prozent. Im Jahr 2024 entfiel ein Großteil (39,9 Prozent) der Ausgaben für Forschung und Entwicklung der außeruniversitären Einrichtungen auf Institutionen, die im Wissenschaftszweig Naturwissenschaften und Mathematik aktiv sind. Hier stiegen die Ausgaben im Vorjahresvergleich um 22,8 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro.

Wesentliche Treiber dieser Entwicklung waren die Wissenschaftsgebiete Physik und Astronomie mit Ausgaben von insgesamt 4,4 Milliarden Euro. Dieses Plus von 46,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sei im Wesentlichen auf hohe Investitionen bei einer Großforschungseinrichtung zurückzuführen, so das Bundesamt.

Mit einem Zuwachs von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 14,5 Milliarden Euro im Jahr 2024 nahmen die etwa 300 gemeinsam von Bund und Ländern geförderten Einrichtungen ohne Erwerbszweck, wie etwa die Institute der Max-Planck- und Fraunhofer-Gesellschaft, bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung den Spitzenplatz ein. Die übrigen außeruniversitären Forschungseinrichtungen wendeten im gleichen Zeitraum zusammen 6,0 Milliarden Euro (+26,0 Prozent) für Forschung und Entwicklung auf. Den prozentual stärksten Zuwachs erzielten dabei mit +54,9 Prozent zum Vorjahr die sonstigen öffentlich geförderten Organisationen ohne Erwerbszweck, zu denen auch die bereits erwähnte Großforschungseinrichtung gehört.

Die Personalsituation in den außeruniversitären Forschungseinrichtungen verbesserte sich unterdessen auch im Jahr 2024. Diese Entwicklung folge einem langjährigen Trend, der sowohl das wissenschaftliche Personal als auch die Beschäftigten insgesamt im Bereich der Forschung und Entwicklung betrifft. So nahm die Zahl der auf die volle Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten für Forschung und Entwicklung (Vollzeitäquivalente) beim wissenschaftlichen Personal um 2,1 Prozent auf 67.200 Personen zu. Bei dem weiblichen Forschungspersonal mit wissenschaftlichen Aufgaben war der Anstieg mit +4,1 Prozent ausgeprägter als bei den männlichen Beschäftigten (+0,9 Prozent).

Mit einem Anteil der Frauen von 36,7 Prozent an allen wissenschaftlichen Beschäftigten konnte beim wissenschaftlichen Personal im Jahr 2024 erneut keine Geschlechterparität erreicht werden, wenngleich der Frauenanteil gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte stieg (2023: 36,0 Prozent). Etwas günstiger stellte sich die Situation beim insgesamt in der Forschung und Entwicklung tätigen Personal dar: Hier lag der Frauenanteil im Jahr 2024 bei 42,2 Prozent (2023: 41,9 Prozent).

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Universität Osnabrück (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Im Artikel kommen keine vollständigen Namen von Personen vor. Der Text bezieht sich hauptsächlich auf allgemeine Angaben und Statistiken zu Ausgaben in Forschung und Entwicklung in Deutschland.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Deutschland, EU-Wachstumsstrategie "Europa 2020", Statistisches Bundesamt (Destatis), Max-Planck-Gesellschaft, Fraunhofer-Gesellschaft

Wann ist das Ereignis passiert?

Das beschriebene Ereignis fand im Jahr 2024 statt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Wiesbaden, Deutschland

Worum geht es in einem Satz?

Im Jahr 2024 sind die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Deutschland um 3,8 Prozent auf 137,1 Milliarden Euro gestiegen, was 3,17 Prozent des BIP ausmacht und damit das EU-Ziel von 3 Prozent übertrifft, jedoch das nationale Ziel von 3,5 Prozent bis 2025 noch nicht erreicht.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Anstieg der Ausgaben für Forschung und Entwicklung um 3,8 Prozent im Jahr 2024
  • Überschreitung des EU-Ziels von 3 Prozent des BIP für Forschung und Entwicklung
  • Höchster Anteil der Forschungsausgaben am BIP seit 1995
  • Zuwachs in den Unternehmensausgaben für Forschung und Entwicklung um 2,3 Prozent
  • Steigerung der Hochschulausgaben um 4,7 Prozent
  • Bedeutendes Wachstum der Ausgaben in außeruniversitären Einrichtungen um 10,1 Prozent
  • Wesentlicher Ausgabenzuwachs in den Naturwissenschaften und Mathematik
  • Erhöhung der Personalsituation in außeruniversitären Forschungseinrichtungen
  • Anstieg des Frauenanteils unter dem wissenschaftlichen Personal

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Es wird nicht beschrieben, wie Politik, Öffentlichkeit oder Medien reagiert haben.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Deutschland gestiegen
  • Anteil am Bruttoinlandsprodukt erreicht höchsten Stand seit 1995
  • Ziel der EU-Wachstumsstrategie "Europa 2020" erneut übertroffen
  • Nationales Ziel von 3,5 Prozent des BIP bis 2025 noch nicht erreicht
  • Bedeutsamer Ausgabenzuwachs in Unternehmen
  • Hochschulausgaben gestiegen
  • Überdurchschnittliche Zunahme in außeruniversitären Einrichtungen
  • Großteil der Ausgaben für Naturwissenschaften und Mathematik
  • Wesentliche Treiber: Physik und Astronomie
  • Zuwachs bei gemeinsamen Einrichtungen von Bund und Ländern
  • Starker Zuwachs in sonstigen öffentlich geförderten Organisationen
  • Verbesserung der Personalsituation in Forschungseinrichtungen
  • Anstieg der Beschäftigten im Bereich Forschung und Entwicklung
  • Höherer Anstieg bei weiblichem Forschungspersonal
  • Kein Geschlechterparität erreicht dennoch leicht gestiegener Frauenanteil
  • Günstigere Situation beim insgesamt tätigen Personal in Forschung und Entwicklung

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Im Artikel wird keine Stellungnahme oder Reaktion einer Person oder Organisation zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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