Gesellschaft: Sterblichkeit in Wiesbaden
Wiesbaden () – Im 3. Quartal 2026 sind in Deutschland rund 230.428 Menschen gestorben. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Angaben am Dienstag mit.
Bereits die letzte komplette Juniwoche zum Ende des 2. Quartals war von einer starken Hitzewelle geprägt. In dieser Woche lagen die Sterbefallzahlen um 36 Prozent über den mittleren Werten der vier Vorjahre. Auch in der darauffolgenden Woche, zum Monatswechsel Juni auf Juli, lagen die Sterbefallzahlen auf einem deutlich erhöhten Niveau (+28 Prozent). In den Kalenderwochen 31 und 32 (vom 27. Juli bis zum 9. August) während einer weiteren Hitzewelle lagen die Sterbefallzahlen mit jeweils vier Prozent erneut über den entsprechenden mittleren Werten der Vorjahre. Dass im Zusammenhang mit Hitze die gesundheitliche Belastung hoch ist und in Folge auch die Sterbefallzahlen ansteigen, ist ein bekannter Effekt, der in Sommermonaten bereits häufiger beobachtet wurde.
Außerhalb der Hitzewellen lagen die Sterbefallzahlen im 3. Quartal zumeist unter den Vergleichswerten aus den Vorjahren – um bis zu neun Prozent in Kalenderwoche 36 vom 31. August bis zum 6. September. Auf die einzelnen Monate bezogen betrug die Differenz zum jeweiligen mittleren Wert der Jahre 2022 bis 2025 für den Juli +vier Prozent, für den August -zwei Prozent und für den September -fünf Prozent. In Summe betrachtet lagen die Sterbefallzahlen des 3. Quartals um etwa 3.000 Fälle unter den Vergleichswerten aus den Vorjahren. Zum Vergleich: Allein im Juni lagen die Sterbefallzahlen um fast 8.000 Fälle über dem mittleren Wert der vier Vorjahre.
Das Euromomo-Netzwerk zur Beobachtung von Sterblichkeitsentwicklungen ordnet Befunde zur Übersterblichkeit auf Basis einer eigenen Hochrechnung unvollständiger Meldungen und eines eigenen Übersterblichkeitskonzepts europaweit vergleichend ein. Die deutlichsten Abweichungen im Zuge der sommerlichen Hitzewellen zeigten sich hier noch im 2. Quartal Ende Juni, als zum Beispiel für Frankreich und für Belgien eine sehr hohe Übersterblichkeit („very high excess“) ausgewiesen wurde.
In Kalenderwoche 27 (vom 29. Juni bis zum 5. Juli) wurde die Übersterblichkeit auch in Belgien als hoch („high excess“), in Österreich und der Schweiz als moderat („moderate excess“) eingeordnet. Auch andere Länder weisen zumindest eine leichte Übersterblichkeit („low excess“) in dieser Woche auf. In den folgenden Sommerwochen wurden europaweit nur vereinzelt geringe Abweichungen von den erwartbaren Entwicklungen festgestellt.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Statistisches Bundesamt (Destatis), Euromomo-Netzwerk
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Statistisches Bundesamt (Destatis), Euromomo-Netzwerk, Frankreich, Belgien, Österreich, Schweiz
Wann ist das Ereignis passiert?
- Ereigniszeitraum/Datum: Im 3. Quartal 2026 (Sterbefälle insgesamt)
- Weitere konkretere Zeiträume im Text:
- Letzte komplette Juniwoche zum Ende des 2. Quartals (keine exakten Kalendardaten genannt)
- Woche zum Monatswechsel Juni auf Juli (keine exakten Kalendardaten genannt)
- Kalenderwochen 31 und 32: 27. Juli bis 9. August
- Kalenderwoche 36: 31. August bis 6. September
- Kalenderwoche 27: 29. Juni bis 5. Juli
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Wiesbaden, Deutschland
Worum geht es in einem Satz?
Im dritten Quartal 2026 starben in Deutschland vorläufig rund 230.428 Menschen, wobei besonders während mehrerer Hitzewellen Ende Juni bis August die Sterbefälle teils deutlich über den Vorjahresmittelwerten lagen, insgesamt aber rund 3.000 Fälle unter den Vergleichswerten.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Starke Hitzewelle ab Ende Juni
- Hohe gesundheitliche Belastung durch die Hitze während der Sommerwochen
- Erhöhte Sterbefallzahlen während der Kalenderwochen 31 und 32 (27. Juli bis 9. August) in Folge einer weiteren Hitzewelle
- Bereits im Kalenderzeitraum Juni auf Juli erhöhtes Niveau der Sterbefallzahlen (+28 Prozent zum Monatswechsel)
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Im Artikel werden keine konkreten Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
- Keine Berichterstattung über Reaktionen oder Debatten genannt
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Übersterblichkeit durch gesundheitliche Belastung während der Hitzewellen
- Anstieg der Sterbefallzahlen in den betroffenen Sommerwochen
- Abweichungen der Sterblichkeitsentwicklung von den Vergleichswerten der Vorjahre
- Insgesamt rund 3.000 Sterbefälle unter den Vergleichswerten im 3. Quartal gegenüber den Vorjahren
- Deutlich höhere Sterbefälle im Juni im Vergleich zu den mittleren Werten der vier Vorjahre
- EU-weite Einstufungen der Übersterblichkeit mit teilweisen sehr hohen, hohen oder moderaten Abweichungen in einzelnen Ländern
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Nein, es wird keine Stellungnahme oder Reaktion einer konkreten Person oder Organisation zitiert.
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