Wirtschaft & Industrieschutz in Berlin
Berlin () – Nach der jüngsten Russlandwarnung des Bundesnachrichtendienstes (BND) schlägt der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) Alarm.
„Die deutsche Industrie stellt sich darauf ein, dass die Bedrohung anhält und die Angriffsmethoden vielfältiger werden“, sagte der stellvertretende BDI-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch dem „Handelsblatt“. „Unternehmen geraten nicht zufällig ins Visier.“ Eine leistungsfähige Industrie sei „Voraussetzung für Verteidigungsfähigkeit, Versorgungssicherheit und staatliche Handlungsfähigkeit“.
Russische Einfluss- und Sabotageaktivitäten seien „längst kein abstraktes Szenario mehr“, sagte Lösch weiter. „Unternehmen, kritische Infrastrukturen und verteidigungsrelevante Lieferketten stehen bereits heute im Fokus der Angriffe.“ Der Schutz der Industrie müsse deshalb „ein Grundbaustein der nationalen Sicherheit sein und politische Priorität haben“, sagte Lösch. „Da sich Art und Ziel möglicher Angriffe nur schwer vorhersagen lassen, braucht es eingespielte Prozesse und einen engen Austausch zwischen Staat und Wirtschaft.“
Bei der Abwehr sieht Lösch jedoch erhebliche Defizite. Die „größte Schutzlücke“ liege beim Übergang von Warnungen der Sicherheitsbehörden zum Handeln. Unternehmen würden zwar zunehmend über Gefährdungen informiert, und die Zusammenarbeit mit den Behörden habe sich deutlich verbessert. „Was weiterhin fehlt, sind gemeinsame Verfahren, um aus Warnungen schnell konkrete Maßnahmen abzuleiten.“
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Holger Lösch
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesnachrichtendienst (BND), Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), Handelsblatt, Staat, Wirtschaft
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Nach der Russlandwarnung des BND warnt der BDI, dass vielfältige Angriffe auf Unternehmen und kritische Lieferketten fortbestehen und fordert dafür mehr politische Priorität beim Schutz der Industrie sowie eingespielte, gemeinsame Verfahren, um Warnungen der Sicherheitsbehörden zügig in konkrete Maßnahmen umzusetzen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Jüngste Russlandwarnung des Bundesnachrichtendienstes (BND)
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- BDI warnt nach der Russlandwarnung des BND vor anhaltender Bedrohung und vielfältigeren Angriffsmethoden
- BDI betont dass Unternehmen sowie kritische Infrastrukturen und verteidigungsrelevante Lieferketten bereits im Fokus von Angriffen stehen
- BDI fordert dass Schutz der Industrie Grundbaustein nationaler Sicherheit und politische Priorität wird
- BDI kritisiert erhebliche Defizite beim Übergang von Sicherheitswarnungen zu konkretem Handeln
- BDI sagt dass gemeinsame Verfahren fehlen um aus Warnungen schnell konkrete Maßnahmen abzuleiten
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Die deutsche Industrie muss sich auf anhaltende Bedrohungen und vielfältigere Angriffsmethoden einstellen
- Unternehmen geraten verstärkt ins Visier
- Schutzbedarf steigt für Unternehmen, kritische Infrastrukturen und verteidigungsrelevante Lieferketten
- Eine leistungsfähige Industrie wird als Voraussetzung für Verteidigungsfähigkeit, Versorgungssicherheit und staatliche Handlungsfähigkeit betont
- Erforderlich sind eingespielte Prozesse und ein enger Austausch zwischen Staat und Wirtschaft
- Es bestehen Defizite beim Übergang von Warnungen der Sicherheitsbehörden zu konkretem Handeln durch Unternehmen
- Es fehlen gemeinsame Verfahren, um Warnungen schnell in umsetzbare Maßnahmen abzuleiten
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Es wird eine Stellungnahme von Holger Lösch (stellvertretender BDI-Hauptgeschäftsführer) zitiert, unter anderem mit Aussagen zum anhaltenden Bedrohungsbild und zu den Defiziten beim Übergang von Warnungen zu konkreten Maßnahmen.
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