Wirtschaft in Frankfurt: Märkte unter Druck
Frankfurt/Main () – Der Dax ist am Mittwochmorgen schwach in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.220 Punkten berechnet, 0,9 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.
„Diese Skepsis war bereits im asiatischen Handel zu spüren. Hohe Energiepreise und weiterhin hohe Anleiherenditen sorgten für Gewinnmitnahmen. Gleichzeitig wächst die Frage, ob große Technologieunternehmen wie Samsung und SK Hynix die hohen Erwartungen der Anleger tatsächlich erfüllen können.“
Auch für den Dax bleibe der Ölpreis ein entscheidender Belastungsfaktor. Eine nachhaltige Entspannung sei nicht in Sicht. „Hohe Energiepreise, steigende Renditen und ambitionierte Aktienbewertungen reiben sich zunehmend aneinander. Ob daraus ein Flächenbrand an den Aktienmärkten entsteht, dürfte maßgeblich von der bevorstehenden Berichtssaison abhängen. Dann wird sich zeigen, ob in den Kursen zu viel Euphorie oder bereits zu viel Skepsis steckt.“
„Etwas Unterstützung liefern die besser als erwartet ausgefallenen Daten zur deutschen Industrieproduktion. Sie stützen die Hoffnung auf eine beginnende Konjunkturerholung. Für die Ausrufung einer Trendwende ist es allerdings noch zu früh. Im weiteren Tagesverlauf richtet sich der Blick auf das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank und mögliche Hinweise auf den weiteren Zinskurs“, sagte Lipkow.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmorgen schwächer: Ein Euro kostete 1,1215 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8917 Euro zu haben.
Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.133 US-Dollar gezahlt (-0,7 Prozent). Das entspricht einem Preis von 118,49 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 101,20 US-Dollar, das waren 66 Cent oder 0,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Andreas Lipkow
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
CMC Markets, Samsung, SK Hynix, Wall Street, S&P 500, Nasdaq 100, Dax, US-Notenbank
Wann ist das Ereignis passiert?
Mittwochmorgen (Start des Handelstags in Frankfurt/Main).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Frankfurt/Main, Frankfurter Börse, Deutschland (Sitzungsprotokoll der US-Notenbank: USA), Wall Street (USA), Asien, Europa (Euro-Zone)
Worum geht es in einem Satz?
Der Dax ist am Mittwochmorgen schwach gestartet, weil die Wall-Street-Rally durch Gewinnmitnahmen, hohe Energiepreise und steigende Renditen sowie skeptische Erwartungen an große Techwerte unter Druck gerät, während Daten zur deutschen Industrieproduktion zwar stützen, aber erst das weitere Konjunktur- und Zinsgeschehen (u. a. US-Notenbankprotokoll) Klarheit bringen soll.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Rekordstimmung an der Wall Street beginnt zu bröckeln
- Skepsis im asiatischen Handel durch hohe Energiepreise und weiterhin hohe Anleiherenditen
- Gewinnmitnahmen
- Zweifel, ob große Technologieunternehmen wie Samsung und SK Hynix die hohen Erwartungen erfüllen können
- Hohe Energiepreise, steigende Renditen und ambitionierte Aktienbewertungen belasten sich gegenseitig
- Erwartung/Unsicherheit im Vorfeld der bevorstehenden Berichtssaison
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- keine Reaktion von Politik oder Öffentlichkeit beschrieben
- Medienreaktion indirekt über Marktkommentar durch den Analysten (Skepsis an der Wall Street, Belastungsfaktoren wie Energiepreise und Renditen)
Welche Konsequenzen werden genannt?
- schwächere Marktstimmung im europäischen Aktienhandel
- Gewinnmitnahmen durch hohe Energiepreise und weiterhin hohe Anleiherenditen
- wachsende Unsicherheit, ob große Technologieunternehmen die hohen Erwartungen erfüllen können
- Belastung für den Dax durch einen weiterhin entscheidenden Ölpreis
- Risiko einer uneinheitlichen Entwicklung, bei der wenige Schwergewichte die Kurse treiben und die breite Masse nicht nachzieht
- mögliche Verschärfung der Unsicherheit rund um steigende Zinsen und ambitionierte Aktienbewertungen
- Abhängigkeit der weiteren Entwicklung von der bevorstehenden Berichtssaison
- Zweifel, ob in den Kursen zu viel Euphorie oder bereits zu viel Skepsis eingepreist ist
- Unterstützung durch besser als erwartete Daten zur deutschen Industrieproduktion, die Hoffnungen auf eine beginnende Konjunkturerholung stützen
- erhöhte Aufmerksamkeit für das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank und mögliche Hinweise auf den weiteren Zinskurs
- schwankende Preisentwicklung bei Währungen, insbesondere stärkerer Druck auf den Euro
- schwächere Entwicklung beim Goldpreis
- steigende Tendenz beim Ölpreis
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja—es werden Stellungnahmen von Andreas Lipkow (Chef-Marktanalyst bei CMC Markets) zitiert.
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