Wirtschaft in Berlin: Rentenpolitik vor Kabinettssitzung
Berlin () – Kurz vor der entscheidenden Kabinettssitzung am Mittwoch warnen 46 deutsche Ökonomen die Bundesregierung eindringlich davor, die Empfehlungen der Rentenkommission wieder aufzuschnüren. In einem Aufruf, über den das „Handelsblatt“ berichtet, wenden sich die Wissenschaftler insbesondere gegen Überlegungen, das geplante Auslaufen der abschlagsfreien „Rente mit 63“ erneut zu revidieren.
Zu den Unterzeichnern gehören die Co-Vorsitzende der Rentenkommission, Constanze Janda, und die Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Monika Schnitzer. Auch die Ökonomen Clemens Fuest (Ifo-Institut), Martin Werding (Ruhr-Universität Bochum), Jörg Rocholl (ESMT Berlin) und Moritz Schularick (Kiel Institut) haben unterzeichnet.
In dem Appell heißt es: „Die Empfehlungen der Kommission sind ein konsistentes Bündel von Maßnahmen.“ Änderungen beim Renteneintritt, ein höherer Nachhaltigkeitsfaktor, die Einbeziehung weiterer Gruppen und eine gesetzliche Kapitalrente entfalteten „ihre positive und stabilisierende Wirkung nur als Gesamtpaket“, schreiben die Ökonomen.
Nach Daten der Rentenversicherung profitierten von der abschlagsfreien Frührente „häufiger Besserverdienende, Gesündere und Männer“, heißt es in dem Papier. Die Rentenkommission wolle stattdessen gezielter jene unterstützen, die aus gesundheitlichen Gründen ihren Beruf nicht mehr ausüben könnten, sowie Rentner, die trotz vieler Beitragsjahre nicht von ihrer Rente leben könnten. Die Wissenschaftler richten eine klare Warnung an die Bundesregierung: „Wer einzelne Bausteine streicht, muss einen wirksamen Ersatz nennen. Andernfalls fällt das gesamte Konzept zusammen.“
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Übergabe des Berichts der Rentenkommission (Archiv)
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Constanze Janda, Monika Schnitzer, Clemens Fuest, Martin Werding, Jörg Rocholl, Moritz Schularick
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Rentekommission, Bundesregierung, Handelsblatt, Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Ifo-Institut, Ruhr-Universität Bochum, ESMT Berlin, Kiel Institut, Rentenversicherung
Wann ist das Ereignis passiert?
Zeitraum/Datum: „Kurz vor der entscheidenden Kabinettssitzung am Mittwoch“ (konkret als Tag nicht angegeben).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Kurz vor der entscheidenden Kabinettssitzung am Mittwoch warnen 46 deutsche Ökonomen die Bundesregierung davor, die Empfehlungen der Rentenkommission wieder aufzudießen—insbesondere gegen ein mögliches erneutes Revidieren der abschlagsfreien „Rente mit 63“, da die Maßnahmen ihrer Ansicht nach nur als Gesamtpaket wirksam und stabilisierend wirken.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Kurz vor der entscheidenden Kabinettssitzung am Mittwoch warnen 46 deutsche Ökonomen die Bundesregierung vor dem erneuten Aufschnüren der Empfehlungen der Rentenkommission.
- Der Aufruf richtet sich insbesondere gegen Überlegungen, das geplante Auslaufen der abschlagsfreien „Rente mit 63“ erneut zu revidieren.
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Das Handelsblatt berichtet über den Aufruf der 46 Ökonomen
- Bundesregierung wird gewarnt, Empfehlungen der Rentenkommission nicht wieder aufzuschüren
- Wissenschaftler kritisieren Überlegungen, das geplante Auslaufen der abschlagsfreien Rente mit 63 erneut zu revidieren
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Keine einseitige Änderung einzelner Maßnahmen, da das Gesamtkonzept sonst auseinanderfällt
- Erforderlichkeit eines wirksamen Ersatzes bei Streichung von Bestandteilen, sonst Verlust der positiven und stabilisierenden Wirkung
- Zielgenauere Unterstützung von Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen ihren Beruf nicht mehr ausüben können
- Besserer Schutz von Rentnern, die trotz vieler Beitragsjahre nicht von ihrer Rente leben können
- Vermeidung, dass stärker profitieren weiterhin vor allem Besserverdienende, Gesündere und Männer sowie häufigere Inanspruchnahme durch diese Gruppen ermöglicht wird
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja – die Ökonomen (z. B. in dem Aufruf) werden zitiert, u. a. mit dem Satz: „Wer einzelne Bausteine streicht, muss einen wirksamen Ersatz nennen. Andernfalls fällt das gesamte Konzept zusammen.“
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