Thüringen: CDU fordert Kurskorrektur der Bundesregierung
Erfurt () – Der thüringische Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) hat eine deutliche Kurskorrektur der Bundesregierung gefordert. „Wir als Ministerpräsidenten werden klar formulieren, worauf sich die Union im Berliner Regierungshandeln konzentrieren muss“, sagte Voigt dem „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe). Man brauche einen programmatischen Neuanfang. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will am 11. Oktober mit den Ministerpräsidenten und Landesvorsitzenden der CDU den künftigen Kurs von Partei und Regierung beraten.
Von Kursänderungen hängt laut Voigt ab, ob Merz bis zum regulären Termin der Bundestagswahl im Frühjahr 2029 Kanzler bleibt. „Wenn wir die Kursänderung hinbekommen, habe ich auch daran keine Zweifel“, sagte er. Nach Ansicht des CDU-Präsidiumsmitglieds müssen die Reformen der Regierung besser erklärt und um soziale Aspekte erweitert werden.
„Wir brauchen Wachstum, Innovation und solide Staatsfinanzen, aber ebenso Fairness, Bezahlbarkeit und eine Sprache, die die Lebensrealität der Menschen ernst nimmt“, sagte Voigt. Es gehe also um die Frage: „Treten wir den Menschen in der kalten Sprache des Sanierers entgegen oder schaffen wir ein Verständnis dafür, warum Veränderungen notwendig sind, und erklären, welchen Gewinn sie bringen?“, so der thüringische Ministerpräsident. Die Stärke der CDU sei immer gewesen „wirtschaftliche Vernunft und gesellschaftliche Zuversicht“ zu verbinden.
Konkret forderte Voigt, die CO2-Steuer auf Öl und Gas dauerhaft abzuschaffen. „Wir sollten den Versuch beenden, gesellschaftliche Veränderungsprozesse allein durch staatliche Vorgaben zu erzwingen und dabei den Markt aushebeln zu wollen.“ Der CDU-Ministerpräsident will Bezahlbarkeit in den Mittelpunkt künftiger Politik stellen. „Die zentrale Frage der Menschen lautet: Können wir uns das Leben noch leisten?“, so Voigt. Das gelte beim Heizen und Tanken, bei Mieten und Wohnen und beim Einkauf. „Deshalb sollte es keine zusätzlichen steuerlichen Belastungen auf Lebensmittel geben“, sagte Voigt dem „Handelsblatt“. Auf die von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) geplante Einführung einer Zuckersteuer will er verzichten. Voigt bekräftigte, dass die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren bestehen bleiben soll. „Da werde ich auch nicht lockerlassen“, so der thüringische Ministerpräsident.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Mario Voigt, Friedrich Merz, Lars Klingbeil
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
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Erfurt
Worum geht es in einem Satz?
Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) fordert in einem Interview mit dem „Handelsblatt“ eine klare Kurskorrektur der Bundesregierung, damit Merz bis zur Bundestagswahl 2029 Kanzler bleibt, knüpft dies an besser erklärte und sozial erweiterte Reformen sowie unter anderem an den dauerhaften Wegfall der CO₂-Steuer auf Öl und Gas, keine zusätzlichen Steuerbelastungen für Lebensmittel und das Beibehalten der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Deutliche Kurskorrektur der Bundesregierung gefordert
- Forderung nach programmatischem Neuanfang
- Bedarf an besserer Erklärung der Reformen und Erweiterung um soziale Aspekte
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Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Mario Voigt fordert eine deutliche Kurskorrektur der Bundesregierung
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- Voigt fordert bessere Erklärung der Reformen und stärkere Einbindung sozialer Aspekte
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Welche Konsequenzen werden genannt?
- Reformen der Regierung sollen besser erklärt und um soziale Aspekte erweitert werden
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- Bezahlbarkeit soll im Mittelpunkt künftiger Politik stehen
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- Von einer Einführung einer Zuckersteuer soll abgesehen werden
- Abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren soll bestehen bleiben
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja — Mario Voigt (CDU) wird im Artikel mit mehreren wörtlichen Aussagen zitiert.
- Voigt will deutliche Kurskorrektur der Bundesregierung - 24. September 2026
- Rhein lehnt Steuererhöhungen der Bundesregierung ab - 24. September 2026
- Bericht: Bund will ab 2027 einkommensabhängige Krisenhilfen zahlen - 24. September 2026

