Studie: Deutliche soziale Kluft bei Kita-Betreuung in Europa

Studie: Deutliche soziale Kluft bei Kita-Betreuung in Europa

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Gesellschaft in Deutschland: Kita-Zugang und Ungleichheit

München () – aus einkommensschwachen besuchen deutlich seltener eine Kindertagesstätte. Das zeigt eine Analyse des Ifo-Instituts, die OECD- für europäische Länder auswertet.

Am größten sind die sozialen Unterschiede demnach in Frankreich. Hier liegt die Betreuungsquote der Kleinkinder unter drei Jahren beim einkommensstärksten Drittel um 43 Prozentpunkte höher als beim einkommensschwächsten Drittel. Ebenfalls groß ist der Unterschied in der Schweiz (37 Prozentpunkte), in Irland (25 Prozentpunkte) und in den Niederlanden (24 Prozentpunkte). In liegt der Unterschied nur bei etwa acht Prozentpunkten.

„Das Problem ist in erster Linie kein mangelnder Wille der . Viele benachteiligte Familien wünschen sich ausdrücklich eine Betreuung für ihr Kind. Sie scheitern jedoch an fehlenden Plätzen, zu hohen Kosten und komplizierten Anmeldeverfahren“, sagte Ifo-Bildungsforscher Henning Hermes. Am kleinsten fallen die Unterschiede in den nordischen und in mehreren mittel- und osteuropäischen Ländern aus. Für Kinder zwischen drei und fünf Jahren zeigen die Autoren deutlich kleinere, aber in den meisten Ländern weiterhin bestehende Unterschiede.

Als wichtigste Hürde nennen die Autoren das fehlende Platzangebot, das eng mit dem Personalmangel und der vergleichsweise geringen Bezahlung von Erziehern zusammenhängt. Hinzu kommen die Kosten, komplizierte und uneinheitliche Anmeldeverfahren sowie fehlende Informationen. Bis zu einem Viertel der einkommensschwachen Haushalte gibt an, den Betreuungsbedarf aus finanziellen Gründen nicht decken zu können.

„In Ländern wie den Niederlanden oder Irland kostet ein Kitaplatz Paare mehr als ein Fünftel eines durchschnittlichen Doppelverdiener-Einkommens. In der Folge bleiben genau die Kinder systematisch außen vor, die am meisten von früher Betreuung profitieren würden“, sagte Simon Wiederhold vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Co-Autor des Beitrags.

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis:
Namensschild in einer Kita (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Henning Hermes, Simon Wiederhold

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Ifo-Institut, OECD, Frankreich, Schweiz, Irland, Niederlande, Deutschland, Henning Hermes, dts Nachrichtenagentur, Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Simon Wiederhold

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

München

Worum geht es in einem Satz?

Laut einer Ifo-Analyse anhand von OECD-Daten besuchen Kinder aus einkommensschwachen Familien in vielen europäischen Ländern deutlich seltener eine Kita als Kinder aus wohlhabenderen Haushalten – hauptsächlich wegen fehlender Plätze, hoher Kosten und komplizierter/uneinheitlicher Anmeldeverfahren, während die Unterschiede in Deutschland vergleichsweise gering ausfallen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Fehlende Plätze und daraus resultierender Personalmangel
  • Zu hohe Kosten
  • Komplizierte und uneinheitliche Anmeldeverfahren
  • Fehlende Informationen
  • Nicht gedeckter Betreuungsbedarf aus finanziellen Gründen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • In dem Artikel wird keine konkrete Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Geringere Betreuungsquote für Kinder aus einkommensschwachen Familien
  • Verstärkte soziale Ungleichheiten im Zugang zu früher Kindertagesbetreuung
  • Systematischer Ausschluss besonders benachteiligter Kinder
  • Fortbestehende Unterschiede auch bei Kindern im Alter von drei bis fünf Jahren
  • Fehlende Deckung des Betreuungsbedarfs aus finanziellen Gründen bis zu einem Viertel der einkommensschwachen Haushalte
  • Folgen durch knappe Betreuungsplätze, die mit Personalmangel und niedriger Bezahlung zusammenhängen
  • Auswirkungen durch hohe Kosten und komplizierte sowie uneinheitliche Anmeldeverfahren
  • Benachteiligung trotz geäußertem Wunsch nach Betreuung, weil Hürden den Zugang verhindern

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja. Es werden Stellungnahmen zweier Personen zitiert, darunter Henning Hermes (Ifo) und Simon Wiederhold (IWH).

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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