Frankfurt/Malaria-Fälle in der Region
Frankfurt/Main () – In Frankfurt am Main ist eine weitere Person nach einer Infektion mit Malaria verstorben. Das teilten das Gesundheitsamt der Stadt und die behandelnde Universitätsmedizin Frankfurt mit.
Die betroffene Person gehörte zu den beiden Anfang der Woche gemeldeten Fällen aus dem Stadtteil Schwanheim, die in unmittelbarer Nähe zum Flughafen Frankfurt wohnen. Beide Personen haben sich mit dem Malariaerreger Plasmodium falciparum infiziert, obwohl sie zuvor kein Malaria-Endemiegebiet bereist und nicht am Flughafen gearbeitet hatten.
Seit Anfang Juli waren sechs Personen an Malaria erkrankt, die sich im Zusammenhang mit ihrer beruflichen Tätigkeit am Frankfurter Flughafen aufgehalten hatten. Fünf von ihnen erkrankten Anfang Juli, eine weitere Person Mitte August. Zwei der Erkrankungen verliefen tödlich. Keine der sechs Personen hatte zuvor ein Malaria-Endemiegebiet bereist oder eine Bluttransfusion erhalten. Es wird derzeit noch untersucht, wie es zu den Malaria-Infektionen gekommen ist.
Das Gesundheitsamt bittet Ärzte, bei Patienten mit unklarem Fieber auch dann eine mögliche Malariaerkrankung in Betracht zu ziehen, wenn keine Reise in ein Malaria-Endemiegebiet stattgefunden hat. Dies gilt insbesondere für Menschen, die am Flughafen oder in dessen Umfeld arbeiten, sich dort aufhalten oder in räumlicher Nähe zum Flughafen wohnen. Bürger, die in der Nähe des Flughafens wohnen oder dort arbeiten, werden gebeten, bei entsprechenden Beschwerden ärztlichen Rat einzuholen und auf den Wohnort im Umfeld des Flughafens hinzuweisen.
Malaria tropica ist bei frühzeitiger Diagnose und schnell eingeleiteter Behandlung gut und vollständig behandelbar. Entscheidend ist deshalb, eine mögliche Malariainfektion bei entsprechenden Symptomen frühzeitig in Betracht zu ziehen.
Im Alltagskontakt wird Malaria nicht von Mensch zu Mensch übertragen. Für eine Übertragung ist der Stich einer infizierten Mücke erforderlich.
In Deutschland sind Malaria-Fälle extrem selten. Es sind hierzulande fast ausschließlich Reisende betroffen, die in Malaria-Gebieten infiziert wurden. Der Malaria-Erreger kann sich bei den tiefen Temperaturen im Winter in Deutschland nicht in den Moskitos weiterentwickeln. Die zunehmende Erderhitzung erhöht Experten zufolge jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass die Malaria auch in Europa wieder endemisch werden könnte.
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Frankfurt/Main Flughafen Fernbahnhof (Archiv)
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Im Artikel werden keine vollständigen Namen von Personen genannt.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Gesundheitsamt der Stadt, Universitätsmedizin Frankfurt, dts Nachrichtenagentur, Frankfurter Flughafen, Flughafen Frankfurt
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Frankfurt am Main, Stadtteil Schwanheim, Flughafen Frankfurt (inkl. Umgebung)
Worum geht es in einem Satz?
In Frankfurt am Main ist eine weitere Person nach einer Malariainfektion gestorben, wobei mehrere Fälle aus der Nähe des Flughafens aufgetreten sind, ohne dass Betroffene zuvor ein Malaria-Endemiegebiet bereist oder im Flughafen gearbeitet hatten, sodass das Gesundheitsamt bei unklarem Fieber auch ohne Reisebezug frühzeitig Malaria als Möglichkeit berücksichtigen lässt.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Zwei gemeldete Fälle aus dem Stadtteil Schwanheim mit Infektion durch Plasmodium falciparum ohne Reise in ein Malaria-Endemiegebiet und ohne Arbeit am Flughafen
- Zusammenhang mit dem Frankfurter Flughafen: seit Anfang Juli sechs Malaria-Erkrankungen bei Personen, die sich beruflich am Flughafen aufgehalten hatten
- Ungeklärter Übertragungsweg der Infektionen (laufende Untersuchung, wie es zu den Malaria-Infektionen gekommen ist)
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Tod einer weiteren Person
- Auftreten mehrerer Malariaerkrankungen im Zusammenhang mit dem Umfeld des Flughafens
- Tö dliche Verläufe bei mindestens zwei Erkrankungen
- Erfordernis erhöhter medizinischer Aufmerksamkeit bei unklarem Fieber
- Ärztliche Empfehlung, Malaria trotz fehlender Reiseanamnese in Betracht zu ziehen
- Zusätzlicher Informations- und Hinweisbedarf für Betroffene in der Nähe des Flughafens
- Notwendigkeit weiterer Untersuchungen zum Infektionsgeschehen
- Erinnerung an die gute vollständige Behandelbarkeit bei frühzeitiger Diagnose und schneller Therapie
- Verstärkte Sensibilisierung, dass Malaria nicht im Alltagskontakt übertragen wird, sondern eine Mücke zur Übertragung erforderlich ist
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja—es wird eine Stellungnahme/Reaktion von Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt und der behandelnden Universitätsmedizin Frankfurt zitiert (“Das teilten…”).
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