Deutschland fällt in europaweitem ÖPNV-Ranking auf Platz fünf

Deutschland fällt in europaweitem ÖPNV-Ranking auf Platz fünf

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Öffentlicher Nahverkehr in Berlin unter Druck

Berlin () – Deutschland fällt im europaweiten ÖPNV-Ranking der Friedens- und Umweltschutzorganisation Greenpeace vom vierten zurück auf den fünften Platz von 30 untersuchten Ländern.

Die Spitzenplätze des Rankings belegen wie vor drei Jahren die Länder Malta und Luxemburg, wo der öffentliche Nahverkehr kostenlos ist. Doch auch in Slowenien und Österreich fährt man günstiger als in Deutschland. Am schlechtesten wurde das Angebot in Finnland bewertet. Untersucht hat Greenpeace zentrale Kriterien wie Bezahlbarkeit der Tickets, Verfügbarkeit und Sozialrabatte.

Das Deutschlandticket sorgt mit bundesweiter Gültigkeit zum Einheitspreis zwar für eine solide Platzierung, wird für Verbraucher aber stetig teurer. Startete es im Mai 2023 mit 49 , liegt der Monatspreis aktuell bereits bei 63 Euro – mit knapp 30 Prozent die stärkste Verteuerung unter allen verglichenen nationalen Tickets. 2027 steigt der erneut – auf dann rund 66 Euro. Der reduzierte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent auf ÖPNV-Tickets wirkt sich positiv auf das deutsche Abschneiden aus, negativ hingegen ein fehlendes bundesweites Sozialticket.

„Gerade jetzt muss der Preis des Deutschlandtickets runter statt immer weiter rauf“, forderte Marissa Reiserer, Mobilitätsexpertin von Greenpeace. „Der Umstieg in Bus und Bahn hilft dauerhaft gegen wiederkehrende Ölpreisschocks. Günstiger ÖPNV wäre ein wirksames und gerechtes Mittel, um private Geldbeutel zu entlasten, uns weniger abhängig von teurem Öl zu machen und gleichzeitig das zu schützen.“

Wer sich abgehängt fühlt, misstraue politischen Institutionen stärker und sei empfänglicher für rechtspopulistische Erzählungen, erklärte Reiserer. „Gut ausgebaute und funktionierende Öffis dagegen ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und stärken das Vertrauen in die Demokratie. Ein starker und bezahlbarer Nahverkehr bringt auf allen Ebenen nur Vorteile.“

Im Ranking der europäischen Hauptstädte landet Berlin auf Rang 25. Kaufkraftbereinigt zählt der Berliner Nahverkehr zu den zehn teuersten der Analyse. Punktabzüge gab es zudem für fehlende flächendeckende Seniorenrabatte. Städte wie Tallin (Estland) oder Prag (Tschechien) schneiden durch kostenfreie Angebote oder sehr günstige Tarife deutlich besser ab.

EU-weit ist der einzige Sektor, dessen Treibhausgasemissionen seit 1990 gestiegen sind. Der Umstieg in Bus und Bahn ist ein möglicher Hebel, um die Emissionen zu senken.

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis:
Öffentlicher Personennahverkehr (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Marissa Reiserer

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Greenpeace, dts Nachrichtenagentur

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Deutschland rutscht im von Greenpeace untersuchten europaweiten ÖPNV-Ranking von Platz 4 auf Platz 5 ab, vor allem weil das Deutschlandticket seit 2023 spürbar teurer wurde und ein bundesweites Sozialticket fehlt, während Länder mit kostenlosen bzw. günstigeren Tickets wie Malta und Luxemburg vorn liegen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

Deutschlandticket wird immer teurer
fehlendes bundesweites Sozialticket
Ausfall/Fehlen flächendeckender Seniorenrabatte in Berlin
fehlende breitere Bezahlbarkeit und Sozialrabatte im Vergleich zu anderen Ländern mit kostenlosen oder sehr günstigen ÖPNV-Angeboten

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien im Artikel beschrieben

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Rückgang Deutschlands im europaweiten ÖPNV-Ranking von Platz vier auf Platz fünf unter den 30 untersuchten Ländern
  • Schlechtere Bewertung der Bezahlbarkeit und einzelner Kriterien wie fehlender bundesweiter Sozialrabatte
  • Steigende Kosten für Verbraucher durch kontinuierlich teurer werdendes Deutschlandticket und erneute Preiserhöhung 2027
  • Unterversorgung bei Seniorenrabatten auf bundesweit nicht flächendeckender Ebene mit entsprechenden Punktabzügen für Berlin
  • Berlin als europäische Hauptstadt weniger gut positioniert, kaufkraftbereinigt gehört der Berliner Nahverkehr zu den zehn teuersten
  • Folgen für Vertrauen und gesellschaftliche Teilhabe, da als abgehängt empfundene Personen politisch misstrauischer werden können
  • Notwendigkeit eines günstigeren und breiter verfügbaren ÖPNV als potenzieller Beitrag zur Entlastung privater Haushaltsbudgets
  • Umwelt- und Klimaschutzpotenzial durch Verlagerung auf Bus und Bahn zur Senkung von Treibhausgasemissionen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja: Die Mobilitätsexpertin von Greenpeace, Marissa Reiserer, fordert den Preis des Deutschlandtickets zum Runtergehen statt weiter rauf.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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