Mansoori will E-Auto-Prämie an Europa knüpfen

Mansoori will E-Auto-Prämie an Europa knüpfen

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Wirtschaft: E-Auto-Förderung in Hessen

() – Hessens Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori (SPD) fordert Änderungen bei der staatlichen Förderung von Elektroautos. Künftig soll die E--Prämie aus seiner Sicht stärker daran geknüpft werden, dass die geförderten Fahrzeuge tatsächlich in Europa hergestellt werden: „Es ist nicht vermittelbar, dass wir deutsches Steuergeld in Förderprogrammen einsetzen, mit denen dann chinesische Billigautos von Übersee subventioniert werden“, sagte Mansoori den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Er wolle für eine entsprechende Regelung auch in der Wirtschaftsministerkonferenz werben.

Mansoori schlägt vor, eine bestimmte Wertschöpfungstiefe in Europa zur Voraussetzung für die Förderung zu machen. Eine Beschränkung auf Autos wäre aus seiner Sicht EU-rechtlich problematisch, eine Vorgabe für in Europa hergestellte Fahrzeuge dagegen möglich. „Drei Viertel des Fahrzeugs müssten schon in Europa hergestellt sein“, sagte der SPD-Politiker. Eine bloße Vertriebsgesellschaft in Europa dürfe nicht ausreichen, weil sich eine solche Regelung leicht umgehen lasse. Gleichzeitig müsse Mansoori zufolge daran gearbeitet werden, bestimmte Fertigungsbestandteile verstärkt nach Europa zu holen. Besonders wichtig sei die Batterie: „Gerade bei E-Autos ist die Batterie für die Wertschöpfungs- und Fertigungstiefe entscheidend.“

Die hatte die neue E-Auto-Förderung zum 1. Januar 2026 eingeführt. Anträge können seit Mai gestellt werden. Privatpersonen können beim Kauf oder Leasing eines Neuwagens je nach Einkommen, Familiengröße und Antriebsart zwischen 1.500 und 6.000 Euro erhalten. Dafür stehen bis 2029 insgesamt drei Milliarden Euro für rund 800.000 Fahrzeuge bereit. Die Förderung soll neben dem Klimaschutz ausdrücklich auch die deutsche Autoindustrie stärken. Aber auch Elektroautos chinesischer Hersteller kommen für den Zuschuss infrage.

Mansoori äußerte sich auch kritisch zur deutschen Autoindustrie und wies eine Verlagerung der Verantwortung auf die Beschäftigten zurück. „Wenn über die Vertrauenskrise der deutschen Automobilindustrie gesprochen wird, müssen wir uns die Dinge doch mal angucken: Dieselskandal, verschlafene Antriebswende – das haben die doch nicht in den Werkshallen entschieden, sondern in den Vorstandsetagen.“ Wenn Beschäftigte nun für falsche Weichenstellungen bezahlen müssten, sei das „hochgradig ungerecht“. Die Krise könne nicht gegen die Beschäftigten, sondern nur mit ihnen bewältigt werden. „Am Ende lebt das deutsche Wirtschaftsmodell von Sozialpartnerschaft, und diese Sozialpartnerschaft muss sich gerade in Krisenzeiten zeigen.“ Mit Blick auf Volkswagen forderte Mansoori eine Zukunftsstrategie und mehr Selbstkritik des Konzerns.

Mansoori sprach sich zudem für eine neue Definition von „Made in Germany“ aus. sei schon immer ein Hochlohnland gewesen, Autos aus deutscher Produktion daher teurer als anderswo. Der entscheidende Vorteil habe früher in der Qualität und technologischen Überlegenheit gelegen. „Diesen Innovationsvorsprung haben wir aus vielen Gründen verloren“, sagte Mansoori. Die deutsche Autoindustrie müsse sich deshalb wieder auf ihre Stärken konzentrieren: „Qualität und technologische Überlegenheit. Es ist in den seltensten Fällen der Preis.“

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Autoproduktion (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Kaweh Mansoori

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Kaweh Mansoori, SPD, Hessens Wirtschaftsministerium, Wirtschaftsministerkonferenz, Funke-Mediengruppe, Bundesregierung, Europa, China, Volkswagen, deutsche Autoindustrie, deutsche Beschäftigte, Sozialpartnerschaft, Klimaschutz, Wirtschaftspartherbeschäftigten

Wann ist das Ereignis passiert?

Datum/Zeitraum: 1. Januar 2026 (Einführung der neuen E-Auto-Förderung); seit Mai 2026 (Anträge möglich); bis 2029 (Fördermittel/Programmzeitraum).

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Wiesbaden

Worum geht es in einem Satz?

Hessens Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori fordert, dass die ab 1. Januar 2026 eingeführte E‑Auto-Prämie stärker an eine europäische Herstellung (mindestens drei Viertel des Fahrzeugs in Europa) geknüpft wird und kritisiert zugleich die deutsche Autoindustrie dafür, Verantwortung nicht an Beschäftigte abzugeben.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Einführung der neuen E-Auto-Förderung zum 1. Januar 2026
  • Anträge seit Mai
  • Förderung auch für Elektroautos chinesischer Hersteller
  • Kritik, dass deutsches Steuergeld in Förderprogrammen eingesetzt wird, die chinesische Billigautos aus Übersee subventionieren
  • Vorschlag, die Förderung an eine in Europa hergestellte Wertschöpfung bzw. eine bestimmte Wertschöpfungstiefe zu knüpfen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Kaweh Mansoori fordert Änderungen bei der staatlichen E-Auto-Förderung und will die Prämie stärker an europäische Produktion knüpfen
  • Er kritisiert, dass deutsches Steuergeld in Förderprogrammen fließen soll, mit denen chinesische Billigautos aus Übersee subventioniert würden
  • Er will für eine entsprechende Regelung in der Wirtschaftsministerkonferenz werben
  • Zur deutschen Autoindustrie äußert er sich kritisch und widerspricht einer Verlagerung der Verantwortung auf Beschäftigte
  • Er macht Vorstände bzw. Vorstandsetagen für Fehlentwicklungen wie Dieselskandal und verschlafene Antriebswende verantwortlich
  • Er betont, dass die Krise nicht gegen Beschäftigte bewältigt werden dürfe, sondern mit ihnen
  • Er fordert von Volkswagen eine Zukunftsstrategie und mehr Selbstkritik

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Stärkere Verknüpfung staatlicher E-Auto-Förderung mit europäischer Herstellung
  • Vorgabe einer Mindestwertschöpfungstiefe in Europa als Förderbedingung
  • Ausschluss bzw. Einschränkung von Förderfähigkeit, wenn Fahrzeuge lediglich in Europa vertrieben werden
  • Erfordernis, relevante Fertigungsbestandteile verstärkt nach Europa zu verlagern
  • Fokus auf die Batterie als entscheidenden Faktor für Wertschöpfung und Fertigungstiefe
  • Anpassung der Ausgestaltung der Förderregeln zur Verbesserung der Vereinbarkeit mit EU-Recht
  • Wettbewerbs- und Produktionsanreize zugunsten europäischer Produktion statt reiner Importsubventionierung
  • Potenzielle stärkere Belastung für Hersteller, die die Produktionsanforderungen nicht erfüllen
  • Teilziele zur Stärkung der deutschen Autoindustrie über die Förderungspolitik

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja: Hessens Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori wird mit mehreren direkten Zitaten zitiert, in denen er seine Forderungen zur E‑Auto-Förderung und zur deutschen Autoindustrie äußert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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