Sicherheitspolitik in Deutschland mit Fokus Drohnenabwehr
Berlin () – Die Polizei in den Ländern investiert Millionen in den Aufbau und in die Ausstattung neuer Einheiten zum Schutz vor Drohnen. Das ergab eine Umfrage des „Focus“ bei den Innenministern der 16 Bundesländer.
Baden-Württemberg etwa will das bestehende Drohnenabwehrzentrum ausbauen und für 2,5 Millionen Euro zusätzliche moderne Abfangtechnik für die Polizei anschaffen. „Drohnen sind längst kein harmloses technisches Spielzeug mehr, sondern eine reale, ernstzunehmende Gefahr für unsere innere Sicherheit“, sagte Baden-Württembergs Innenminister Manuel Hagel (CDU). Der versuchte Anschlag am Flughafen in Leipzig mit Sprengstoffdrohnen Anfang August habe dies auf drastische Weise gezeigt, erklärte der CDU-Politiker.
In Hessen werde die Drohnenabwehr mit 10 Millionen Euro „massiv“ ausgebaut. „Auch personell haben wir bereits entsprechende Verstärkungen vorgenommen“, erklärte Innenminister Roman Poseck (CDU). Die Sicherheitslage bezeichnete der Innenpolitiker als „angespannt“.
Bayern hat an den drei bayerischen Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen bereits stationäre und mobile Abwehrtechnik im Einsatz und will diese noch ausbauen. Das Drohnenkompetenz- und -abwehrzentrum (DKAZ) der Bayerischen Polizei in Erding soll schrittweise auf 100 Mitarbeiter anwachsen.
Niedersachsen will 7,3 Millionen Euro für Technik zum Schutz vor Drohnen ausgeben.
Das sächsische Innenministerium plant für die Jahre 2027 und 2028 Investitionen in Höhe von bis zu 7,9 Millionen Euro für neue Ausrüstung, davon soll die Hälfte in die Drohnenabwehr gehen. Allein im ersten Halbjahr 2026 seien in Sachsen 13 sicherheitsrelevante Drohnenüberflüge über Standorten von kritischer Infrastruktur, militärischen Einrichtungen und Rüstungsunternehmen gemeldet worden, erklärte die Behörde.
In Schleswig-Holstein waren es nach Auskunft des Ministeriums 2025 insgesamt 148 Fälle. Inzwischen wurden 50 neue Stellen „für die Drohnenabwehreinheit und notwendige Ermittlungsarbeit“ geschaffen und 7 Millionen Euro in moderne Abfangtechnik investiert.
Die Bundesregierung macht Russland für den Vorfall am Flughafen in Leipzig mit Sprengstoffdrohnen verantwortlich und sieht Deutschland inzwischen als „tägliches Ziel hybrider Kriegsführung“.
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Drohne (Archiv)
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Manuel Hagel, Roman Poseck
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Polizei, Focus, Innenminister der 16 Bundesländer, Baden-Württemberg, Manuel Hagel, CDU, Hessen, Roman Poseck, Bayern, Drohnenkompetenz- und -abwehrzentrum (DKAZ), Bayerische Polizei, Niedersachsen, Sächsisches Innenministerium, Sachsen, Schleswig-Holstein, Ministerium, Bundesregierung, Russland.
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand Anfang August statt (im Text: „der versuchte Anschlag am Flughafen in Leipzig mit Sprengstoffdrohnen Anfang August“).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Baden-Württemberg (Stuttgart/Polizeistruktur; Drohnenabwehrzentrum), Hessen, Bayern (Flughäfen München, Nürnberg, Memmingen; Drohnenkompetenz- und -abwehrzentrum in Erding), Niedersachsen, Sachsen (u. a. Leipzig/Flughafen Leipzig wird genannt), Schleswig-Holstein, Bundesregierung (Deutschland)
Worum geht es in einem Satz?
Laut einer Umfrage des „Focus“ investieren die Innenministerien der 16 Bundesländer Millionen in den Ausbau von Drohnenabwehr-Einheiten und -Technik, um Drohnen als reale Gefahr für die innere Sicherheit besser abzuwehren.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Versuchter Anschlag am Flughafen in Leipzig mit Sprengstoffdrohnen Anfang August
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Die Polizei investiert Millionen in den Aufbau und die Ausstattung neuer Einheiten zum Schutz vor Drohnen
- Baden-Württemberg beschreibt Drohnen als ernste Gefahr und nennt als Beispiel den versuchten Anschlag am Flughafen Leipzig mit Sprengstoffdrohnen
- Hessen nennt die Sicherheitslage „angespannt“ und spricht von personellen Verstärkungen beim Ausbau der Drohnenabwehr
- Bayern will seine stationäre und mobile Drohnenabwehrtechnik weiter ausbauen und das Zentrum in Erding auf 100 Mitarbeiter erweitern
- Niedersachsen plant Investitionen in Technik zum Schutz vor Drohnen
- Sachsen kündigt Investitionen für 2027 und 2028 an und verweist auf gemeldete sicherheitsrelevante Drohnenüberflüge im ersten Halbjahr 2026
- Schleswig-Holstein nennt gemeldete Fälle für 2025 und berichtet von neuen Stellen für Drohnenabwehreinheit und Ermittlungen sowie Investitionen in Abfangtechnik
- Die Bundesregierung macht Russland für den Vorfall in Leipzig verantwortlich und sieht Deutschland als tägliches Ziel hybrider Kriegsführung
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Millioneninvestitionen in den Aufbau und die Ausstattung neuer Einheiten zur Abwehr von Drohnen durch die Polizei in den Bundesländern
- Ausbau vorhandener Drohnenabwehrzentren und Anschaffung zusätzlicher moderner Abfangtechnik
- Massiver Ausbau der Drohnenabwehr inklusive personeller Verstärkungen in betroffenen Ländern
- Stationäre und mobile Drohnenabwehrtechnik an Flughäfen wird weiter ausgebaut
- Schrittweise Aufstockung von Mitarbeitern in Drohnenkompetenz- und -abwehrzentren
- Erhöhung der Investitionen in Technik zum Schutz vor Drohnen
- Investitionen in neue Ausrüstung in den Jahren 2027 und 2028, mit Schwerpunkt auf Drohnenabwehr
- Meldungen über sicherheitsrelevante Drohnenüberflüge führen zu verstärkten Planungen und Maßnahmen
- Schaffung neuer Stellen für Drohnenabwehreinheiten und Ermittlungsarbeit
- Investitionen in moderne Abfangtechnik zur operativen Verbesserung der Drohnenabwehr
- Bundesregierung ordnet die Lage als tägliches Ziel hybrider Kriegsführung ein und leitet daraus sicherheitspolitischen Handlungsbedarf ab
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja—es werden Stellungnahmen/Äußerungen von Innenministern zitiert, z. B. Manuel Hagel (CDU) und Roman Poseck (CDU).
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