Siegmund verteidigt Familienbild im AfD-Wahlprogramm

Siegmund verteidigt Familienbild im AfD-Wahlprogramm

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AfD und Familienpolitik in Sachsen-Anhalt

() – Der AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, sieht keinen Widerspruch zwischen dem Lebensstil seiner Parteichefin Alice und dem Familienbild im Wahlprogramm der AfD. Jeder solle „so leben, wie er glücklich ist“, sagte Siegmund den Sendern RTL und ntv. Es sei aber ein Unterschied, „ob ich eine Familie, die Kinder in die Welt setzt, besonders gesellschaftlich unterstütze“.

Die Formulierung „sexuelle Abweichung und nichtreproduktive Lebensweise“ im Wahlprogramm verteidigte Siegmund. Weidel hatte im Juli auf die Passage angesprochen gesagt: „Da gehe ich nicht mit. Weil ich deutlich gesellschaftlich liberaler aufgestellt bin, weil ich es auch lebe. Ich lebe es.“ Sie fügte an: „Wir sollten eigentlich so diese Zweiteilung hinter uns lassen.“ Siegmund wies nun einen Streit darüber zurück: „Das hatte ich rückblickend anders erachtet.“

Im Wahlprogramm der Landespartei steht: „Nur aus der Verbindung von Mann und Frau gehen Kinder und damit kommende Generationen hervor.“ Eine „intakte Familie bestehend aus Mutter, Vater und Kindern“ sei „erwiesenermaßen die beste Voraussetzung für eine gute und gesunde Kindesentwicklung“. Weiter heißt es: Steigende Abtreibungs- und sinkende Geburtenraten hingen auch damit zusammen, „dass sexuelle Abweichungen und nicht-reproduktive Lebensweisen“ offensiver beworben würden. An anderer Stelle ist von „nicht-normaler Geschlechtsidentitäten“ oder „abseitiger sexueller Vorlieben“ die Rede.

Darauf angesprochen, dass die Wortwahl „sexuelle Abweichung“ viele als herabwürdigend einordnen könnten, sagte Siegmund: „Das ist ganz oft in der aktuellen Diskussion so, dass man über die Wortwahl spricht. Das eröffnet halt Interpretationsspielraum. Vielleicht werden wir es beim nächsten Mal noch genauer definieren.“

Der Fokus liege aber auf , die „die demographische Krise in diesem Land – die , muss man so ehrlich sagen – natürlich entsprechend abgefedert wird, indem es eine vernünftige Familienpolitik gibt“. Auch Weidel müsse als Mutter selbstverständlich unterstützt werden, sagte Siegmund. Seine Partei wolle aber den „vollen Fokus auf eine vernünftige Familienpolitik“ legen. Homosexuelle Paare sollten dabei nicht grundsätzlich von Adoption ausgeschlossen werden: „Es gibt Fälle, wo das durchaus sinnvoll sein kann.“ Das müsse allerdings „unter strengen Voraussetzungen“ erfolgen.

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Text-/Bildquelle:
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis:
AfD-Wahlplakat mit Ulrich Siegmund (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Ulrich Siegmund, Alice Weidel

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

AfD, Alice Weidel, Ulrich Siegmund, Sachsen-Anhalt, RTL, ntv, dts Nachrichtenagentur

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Magdeburg, Sachsen-Anhalt

Worum geht es in einem Satz?

Der AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund verteidigt im RTL- und ntv-Interview die Familien- und Sexualitätsformulierungen im Wahlprogramm gegen Kritik, indem er keinen Widerspruch zwischen dem Lebensstil von Alice Weidel und dem Parteibild sieht und zugleich Änderungen bei der Wortwahl für möglich hält.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Passage im AfD-Wahlprogramm zur Verbindung von Mann und Frau als Voraussetzung für Kinder und kommende Generationen
  • Formulierung „sexuelle Abweichung und nicht-reproduktive Lebensweise“ im Wahlprogramm
  • Äußerungen der Parteichefin Alice Weidel im Juli zur Kritik an dieser Passage
  • Verteidigung bzw. spätere Rücknahme/Neubewertung dieser Einschätzung durch Ulrich Siegmund im aktuellen Zusammenhang

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Keine Beschreibung, wie Politik, Öffentlichkeit oder Medien auf die Aussagen reagiert haben

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Verteidigung einer herkömmlichen Familienpolitik als Antwort auf demographische Probleme
  • Betonung, dass Familienpolitik als Unterstützung für Kinder und kommende Generationen verstanden wird
  • Zusage, dass gesellschaftliche Unterstützung für Eltern und Familien vorgesehen ist
  • Forderung nach Anpassung oder genauerer Definition politischer Formulierungen
  • Öffnung für Adoption durch homosexuelle Paare unter strengen Voraussetzungen
  • Stärkung des politischen Fokus auf Familienförderung statt einer Debatte über den Lebensstil Einzelner

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja: AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund wird mit mehreren Zitaten/Positionen (u. a. gegenüber RTL und ntv) wiedergegeben.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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