Wirtschaft: Gesprächsbereitschaft in Bankenfusionen
Frankfurt am Main () – Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Commerzbank, Michael Kotzbauer, plädiert dafür, die Emotionen aus der Übernahmeauseinandersetzung zwischen Unicredit und Commerzbank herauszunehmen. Er sei zuversichtlich, dass Unicredit-Chef Andrea Orcel zu wirklich offenen Gesprächen bereit sei. „Ich bin zuversichtlich, denn alles andere wäre ja wertzerstörend. Und das will niemand“, sagte Kotzbauer der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS).
Der Commerzbank-Vizechef wandte sich gegen die Ansicht, die Bank sei mit ihrer Abwehrstrategie gescheitert. „Wenn ich Kennziffern wie den Gewinn, die Kapitalstärke, die Entwicklung des Aktienkurses und auch die Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit anschaue, sage ich selbstbewusst: Das ist die erfolgreichste Commerzbank seit Langem.“ Da könne man nicht von Scheitern sprechen.
Nun gelte es, eine lange Phase der Unsicherheit zu vermeiden, die zum Schaden beider Banken sei. Kotzbauer wandte sich gegen die bisher bekannten Kürzungspläne der Unicredit. Ein Einsparvolumen von rund 20 Prozent bei den jährlichen Kosten bis 2028, wie von der Unicredit in ihrer Strategiepräsentation vorgesehen, lasse sich nicht nur mit Kürzungen im Auslandsgeschäft erreichen. „Sondern dann wäre auch das Inland massiv betroffen.“ Noch wichtiger aber sei: In einem Zusammenschluss müsse es doch darum gehen, die eigenen Stärken einzubringen. Im Falle der Commerzbank sei eine dieser Stärken, deutsche Unternehmen weltweit zu begleiten.
Zudem sagte Kotzbauer, dass die Commerzbank allen Aktionären gleichermaßen verpflichtet sei – also nicht allein der Unicredit.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Michael Kotzbauer, Andrea Orcel
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Commerzbank, Unicredit, Andrea Orcel, Michael Kotzbauer, Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS)
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Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Frankfurt am Main
Worum geht es in einem Satz?
Der stellvertretende Commerzbank-Vorstandsvorsitzende Michael Kotzbauer fordert, die Übernahmeauseinandersetzung zwischen Unicredit und Commerzbank emotional zu entkrampfen, glaubt an offene Gespräche mit Unicredit-Chef Andrea Orcel und betont zugleich, dass die bisherige Abwehrstrategie erfolgreich sei sowie Einspar- und Kürzungspläne Unicredits nicht einseitig gelingen dürften.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Emotionen aus der Übernahmeauseinandersetzung zwischen Unicredit und Commerzbank herausnehmen
- Bereitschaft des Unicredit-Chefs Andrea Orcel zu wirklich offenen Gesprächen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
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Politik
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Öffentlichkeit
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Medien
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keine Reaktion von Politik Öffentlichkeit oder Medien beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Vermeidung einer langen Phase der Unsicherheit zum Schaden beider Banken
- Ablehnung eines Einsparvolumens von rund 20 Prozent bei den jährlichen Kosten bis 2028, falls dies nicht erreichbar nur durch Kürzungen im Auslandsgeschäft ist
- Warnung vor massiven Auswirkungen auf das Inland bei entsprechendem Einsparpfad
- Verpflichtung, eigene Stärken in einem Zusammenschluss einzubringen
- Einbringen der Stärke der Commerzbank, deutsche Unternehmen weltweit zu begleiten
- Gleichbehandlung aller Aktionäre statt einseitige Ausrichtung auf die Unicredit
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Commerzbank, Michael Kotzbauer, wird mit mehreren direkten Zitaten genannt, darunter „Ich bin zuversichtlich, denn alles andere wäre ja wertzerstörend. Und das will niemand.“
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