Panorama: Berliner Cyberangriff
Berlin () – Hinter dem massiven Cyberangriff auf die Landesverwaltung der deutschen Bundeshauptstadt Berlin steckt offenbar die Ransomware-Gruppierung Rhysida. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf einen aktuellen Eintrag auf der Leak-Seite der Gruppierung im Darknet.
Auf Anfrage des Nachrichtenmagazins bestätigten beteiligte Sicherheitskreise, dass es sich bei den Erpressern um die Gruppe Rhysida handele.
In der Erpresserbotschaft behaupten die mutmaßlichen Hacker, bei ihrem Feldzug insgesamt knapp sechs Terabyte Daten erbeutet zu haben und fordern vom Land Berlin die Zahlung von 30 Bitcoin. Sie drohen damit, ansonsten die Daten zu veröffentlichen.
Daneben läuft eine Countdown-Anzeige – derzufolge hatte Berlin an diesem Freitag noch eine Woche lang Zeit, die geforderte Summe zu bezahlen.
Der Darknet-Ankündigung der Hacker zufolge wären weitaus mehr Daten abgeflossen, als von Berlin in den Tagen nach Bekanntwerden des Cybervorfalls eingeräumt. Sollten sie die Behauptungen der Rhysida-Verantwortlichen bewahrheiten, sind auch äußerst sensible Daten in ihre Hände gelangt.
Danach verfügten sie nicht nur über die Daten von knapp 80.000 Ordnungswidrigkeitsverfahren und mehr als 46.500 Verträgen, sondern auch Informationen über Einrichtungen der kritischen Infrastruktur, sensible Justizunterlagen, Notfallpläne, Passwörter und knapp 6.000 Dateien mit Login-Daten.
Als Beleg posteten die Hacker Ausrisse aus einzelnen Dokumenten mit Überschriften wie „Vertrauliche Personalsache“, sowie den Briefköpfen des Bundesrats und der Senatsverwaltung für Mobilität.
Die Angaben der Hacker und die Authentizität der gezeigten Dokumente ließen sich zunächst nicht unabhängig verifizieren. Die Geschichte der Ransomware-Gang spricht aber dafür, dass man sie ernst nehmen muss.
Die Gruppierung ist bereits seit mehreren Jahren aktiv.
Bekannt wurde sie insbesondere durch eine Attacke auf die British Library im Herbst 2023, bei der die Systeme der Bibliothek verschlüsselt wurden. Zu den weiteren Opfern von Rhysida zählten unter anderem die deutsche Welthungerhilfe und die Stadtverwaltung Stuttgart.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Es kommen keine vollständigen Namen von Personen im Artikel vor.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesrat, Senatsverwaltung für Mobilität, Landesverwaltung Berlin, Berlin, British Library, Welthungerhilfe, Stadtverwaltung Stuttgart
Wann ist das Ereignis passiert?
Datum/Zeitraum: Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Ein aktueller Bericht zufolge steckt offenbar die Ransomware-Gruppe Rhysida hinter dem Cyberangriff auf Berlins Landesverwaltung, wobei die Angreifer rund sechs Terabyte Daten erbeutet haben wollen und 30 Bitcoin Lösegeld fordern.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- angeblich ein aktueller Eintrag auf der Leak-Seite der Rhysida im Darknet
- der verbreitete Zugriff der Hacker auf Systeme der Landesverwaltung Berlin, verbunden mit der Erbeutung und dem möglichen Abfluss von Daten
- die Erpressungsbotschaft der mutmaßlichen Hackergruppe Rhysida mit Forderung von 30 Bitcoin und der angedrohten Veröffentlichung der Daten
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Keine Reaktion von Politik oder Öffentlichkeit beschrieben
- Keine Reaktion von Medien beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Veröffentlichung sensibler Justizunterlagen
- Offenlegung von Notfallplänen
- Abfluss von Passwörtern
- Abfluss von Login-Daten
- Gefährdung von Einrichtungen der kritischen Infrastruktur
- Risiko für sensible Informationen aus Personalunterlagen
- Veröffentlichung von Daten zu Ordnungswidrigkeitsverfahren
- Offenlegung von Informationen zu Verträgen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Es wird eine Stellungnahme/Bestätigung von „beteiligten Sicherheitskreisen“ zitiert, die auf Anfrage des Nachrichtenmagazins bestätigten, dass es sich bei den Erpressern um die Gruppe Rhysida handele.
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