Panorama: Entdeckungen von U-Bootwracks in der Ostsee
Berlin () – In der polnischen Ostsee sind die Wracks der deutschen U-Boote U-583 und U-649 aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Beide Fundstellen gelten als Gräber deutscher Soldaten.
Christian Lübcke, Beauftragter für Seekriegsgräberangelegenheiten beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, sagte der „Bild“: „Letzte Woche wurden mir die Funde zweier neuer U-Bootwracks in der Ostsee gemeldet. U-583 und U-649. Beides sind Seekriegsgräber.“
U-583 wurde laut Bericht am 15. Juli in etwa 65 Metern Tiefe im Seegebiet zwischen der dänischen Insel Bornholm und der polnischen Küste geortet. Das weitgehend erhaltene Wrack ist teilweise mit Fischernetzen bedeckt. Das U-Boot war am 15. November 1941 während einer Ausbildungsfahrt nach einer Kollision mit einem anderen deutschen U-Boot gesunken. Dabei starben 45 Soldaten.
Auch U-649 sank nach einer Kollision mit einem deutschen U-Boot. Bei dem Unglück am 24. Februar 1943 kamen 35 Soldaten ums Leben, elf wurden gerettet. Über den Zustand und den genauen Fundort des Wracks liegen dem Volksbund bislang nur wenige Informationen vor.
Der Volksbund warnt vor Plünderungen der jetzt entdeckten U-Boote. Polen galt bislang als Vorreiter beim Schutz solcher Wracks und hat, anders als Deutschland, die UNESCO-Konvention zum Schutz des Unterwasserkulturerbes unterzeichnet. Inzwischen wurden die polnischen Schutzbestimmungen jedoch gelockert. Der Volksbund fordert, die U-Boot-Wracks als Seekriegsgräber unberührt zu lassen. Angesichts von „massiven Plünderungen deutscher Seekriegsgräber weltweit und auch in der Ostsee“ sei die Lockerung das falsche Signal, sagte Lübcke.
Ein weiterer Wrackfund gelang vor der griechischen Insel Lefkada. Dort entdeckten Taucher der Firma AegeanTec in 96 Metern Tiefe das deutsche Schnellboot LS 6. Das 15 Meter lange Boot gilt als einziges weitgehend erhaltenes Exemplar seiner Baureihe. Expeditionsleiter Marinos Giourgas sagte: „Das Wrack steht aufrecht auf dem Meeresboden, als wäre es bereit, zu seiner nächsten Mission auszulaufen.“
LS 6 war 1943 bei einem Luftangriff beschädigt worden und sank anschließend während eines Schlepptransports. Nach Angaben der Forscher sind keine Todesopfer beim Untergang bekannt.
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍
Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.
Top 3
| Platz | Name | Punkte | Siege |
|---|---|---|---|
| Lade Rangliste ... | |||
Text-/Bildquelle: |
Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
Bildhinweis: |
Sonnenuntergang über dem Meer (Archiv)
|
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Christian Lübcke, Marinos Giourgas
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
dts Nachrichtenagentur, Christian Lübcke, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Bild, UNESCO, AegeanTec
Wann ist das Ereignis passiert?
- U-583: 15. Juli (geortet).
- U-649: Nicht erwähnt (weder Fund- noch Ort-Datum genannt).
- Rekrut/Ort der Meldung: „Letzte Woche“ (Zeitpunkt der Mitteilung an Christian Lübcke).
- LS 6 (Schnellboot vor Lefkada): 1943 (Luftangriff; danach sank es während eines Schlepptransports).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Polnische Ostsee (Seegebiet zwischen der dänischen Insel Bornholm und der polnischen Küste), vor der griechischen Insel Lefkada
Worum geht es in einem Satz?
Die dts Nachrichtenagentur berichtet, dass in der polnischen Ostsee die deutschen U-Boote U-583 und U-649 als Seekriegsgräber aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt wurden und der Volksbund vor Plünderungen warnt, während zudem vor Lefkada das weitgehend erhaltene deutsche Schnellboot LS 6 gefunden worden sei.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Kollisionen mit anderen deutschen U-Booten
- Ausbildungsfahrt von U-583, bei der es am 15. November 1941 nach der Kollision sank
- Unglück von U-649, bei dem es am 24. Februar 1943 nach der Kollision sank
- Luftangriffsschaden am Schnellboot LS 6 1943, anschließend Sinken während eines Schlepptransports
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Laut Artikel äußert sich der Volksbund warnt vor Plünderungen der entdeckten U-Boote und fordert, die Wracks als Seekriegsgräber unberührt zu lassen
- Der Volksbund kritisiert die Lockerung polnischer Schutzbestimmungen und wertet das als falsches Signal wegen massiver Plünderungen deutscher Seekriegsgräber weltweit und in der Ostsee
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Schutz der U-Boot-Wracks als Seekriegsgräber steht im Fokus
- Gefahr von Plünderungen und weiterer Beschädigung der Wracks
- Erwartung eines falschen Signals durch gelockerte polnische Schutzbestimmungen
- Forderung, die Wracks unberührt zu lassen
- Zusätzlicher Handlungsdruck durch Verweis auf massive Plünderungen deutscher Seekriegsgräber weltweit und in der Ostsee
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Es wird eine Stellungnahme von Christian Lübcke (Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge) zitiert („Beides sind Seekriegsgräber“ sowie „sagte Lübcke“).
- Bundesliga-Auftaktspiel: Bayern schlägt Stuttgart mit 5:1 - 28. August 2026
- US-Börsen lassen nach – Warsh zeigt Offenheit für Zinserhöhung - 28. August 2026
- Sturzflut: Merz sendet Kondolenztelegramme nach Nepal und China - 28. August 2026

