Politik in Sachsen-Anhalt
Magdeburg () – Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, warnt angesichts der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September vor der AfD. „Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wird für das demokratische Zentrum unseres Landes zur Bewährungsprobe“, sagte Schuster dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
AfD-Politiker wie der Spitzenkandidat Ulrich Siegmund oder Landes-Vize Hans-Thomas Tillschneider seien erklärte Gegner der offenen Gesellschaft. In zentralen Politikfeldern strebten sie radikale Kurswechsel an, die etwa im Bereich der Erinnerungskultur einer Aufkündigung des bundesrepublikanischen Konsenses gleichkämen. Tillschneider gilt als Rechtsaußenvertreter der AfD und hatte unter anderem eine „Sakralisierung des Holocaust“ beklagt.
Schuster mahnte, die Parteien des demokratischen Zentrums seien nun in der Pflicht. Sie seien gefordert, die Sorgen und Nöte der Menschen zu adressieren und ernst zu nehmen. Zugleich dürfe es aus reinem Machtkalkül heraus keinerlei Annäherung an Rechtsextreme geben. Der sogenannten Alternative für Deutschland dürfe nach der Wahl an keiner Stelle politische Verantwortung für die liberale Demokratie und die offene Gesellschaft übertragen werden.
Die AfD hätte der letzten Umfrage zufolge derzeit Aussichten auf 42 Prozent der Stimmen, womit sie ihr Ergebnis von 2021 verdoppeln und bundesweit ihr bestes Ergebnis bei Landtagswahlen erzielen würde.
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Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Wahlplakat vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt (Archiv)
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Josef Schuster, Ulrich Siegmund, Hans-Thomas Tillschneider
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Zentralrat der Juden in Deutschland, Josef Schuster, AfD, Ulrich Siegmund, Hans-Thomas Tillschneider, Alternative für Deutschland
Wann ist das Ereignis passiert?
Datum/Zeit: 6. September (Landtagswahl in Sachsen-Anhalt).
Da kein Jahr explizit genannt ist: Nicht erwähnt (Jahr).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Magdeburg, Sachsen-Anhalt (Landtagswahl am 6. September)
Worum geht es in einem Satz?
Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, warnt vor der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September und fordert die demokratischen Parteien auf, die Sorgen der Menschen ernst zu nehmen, aber jede politische Annäherung an Rechtsextreme zu vermeiden.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
AfD-Politiker wie Ulrich Siegmund und Hans-Thomas Tillschneider streben radikale Kurswechsel an, die einer Aufkündigung des bundesrepublikanischen Konsenses in zentralen Politikfeldern wie der Erinnerungskultur gleichkämen.
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Josef Schuster warnt vor der AfD und bezeichnet die Landtagswahl als Bewährungsprobe für das demokratische Zentrum
- Er ordnet AfD-Politiker als Gegner der offenen Gesellschaft ein
- Er fordert, dass demokratische Parteien Sorgen und Nöte der Menschen adressieren und ernst nehmen
- Er lehnt jede Annäherung an Rechtsextreme aus Machtkalkül ab
- Er fordert, der AfD nach der Wahl keine politische Verantwortung für liberale Demokratie und offene Gesellschaft zu übertragen
- Es wird eine mögliche AfD-Stimmenstärke von 42 Prozent nach letzter Umfrage erwähnt
Welche Konsequenzen werden genannt?
Bewährungsprobe für das demokratische Zentrum in Sachsen-Anhalt
Radikale Kurswechsel in zentralen Politikfeldern
Aufkündigung des bundesrepublikanischen Konsenses in der Erinnerungskultur
Keine politische Verantwortung für die liberale Demokratie und die offene Gesellschaft an Rechtsextreme übertragen
Parteien des demokratischen Zentrums müssen Sorgen und Nöte der Menschen adressieren und ernst nehmen
Keine Annäherung aus Machtkalkül an Rechtsextreme
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja – Josef Schuster wird mit einer Stellungnahme zitiert („Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wird für das demokratische Zentrum unseres Landes zur Bewährungsprobe.“).
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