Gesellschaft: Thüringen und Antisemitismus 2025
Erfurt () – In Thüringen sind im Jahr 2025 insgesamt 418 antisemitische Vorfälle dokumentiert worden. Das teilte die Staatskanzlei anlässlich des Jahresberichts der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Thüringen am Mittwoch mit.
Damit wurde erneut ein Höchststand seit Bestehen der Meldestelle erreicht; im Vorjahr waren es 392 Vorfälle.
Laut Bericht entfielen 244 der Vorfälle auf israelbezogenen Antisemitismus, das entspricht 58,4 Prozent. Vorfälle mit rechtsextremem Hintergrund stiegen auf 103, die mit antiisraelisch-aktivistischem Hintergrund auf 106. Als Zentrum des antiisraelischen Aktivismus nennt der Bericht Jena.
Zu den schwersten Vorfällen zählte ein tätlicher Angriff auf einen Juden in Erfurt im September, bei dem der Täter eine Davidsternkette zum Anlass nahm und das Opfer mehrfach schlug.
Der Beauftragte der Landesregierung für jüdisches Leben in Thüringen und die Bekämpfung des Antisemitismus, Michael Panse (CDU), erklärte, die dokumentierten Vorfälle unterstrichen die Verantwortung aller im Kampf gegen Antisemitismus. Zugleich verwies er auf das reaktivierte Netzwerk Jüdisches Leben in Thüringen und die seit diesem Jahr unterstützte Beratungsstelle OFEK, die Betroffene antisemitischer Vorfälle berät und unterstützt.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Michael Panse
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Staatskanzlei, Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Thüringen, Beauftragter der Landesregierung für jüdisches Leben in Thüringen und die Bekämpfung des Antisemitismus, CDU, Netzwerk Jüdisches Leben in Thüringen, OFEK
Wann ist das Ereignis passiert?
Zeitraum/Datum: September 2025 (der schwerste Vorfall: tätlicher Angriff in Erfurt im September)
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Erfurt, Thüringen, Jena
Worum geht es in einem Satz?
Laut dem Jahresbericht der RIAS Thüringen wurden 2025 in Thüringen 418 antisemitische Vorfälle dokumentiert (neuer Höchststand), davon 244 mit israelbezogenem Antisemitismus, während als Schwerpunkt des antiisraelischen Aktivismus vor allem Jena genannt wird.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Tätlicher Angriff auf einen Juden in Erfurt im September, bei dem der Täter eine Davidsternkette zum Anlass nahm und das Opfer mehrfach schlug
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Michael Panse betonte die Verantwortung aller im Kampf gegen Antisemitismus und verwies auf das reaktivierte Netzwerk Jüdisches Leben in Thüringen
- Er verwies außerdem auf die Beratungsstelle OFEK, die seit diesem Jahr Betroffene antisemitischer Vorfälle berät und unterstützt
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Höchststand seit Bestehen der Meldestelle, im Vergleich zum Vorjahr Anstieg der dokumentierten Vorfälle
- Zunahme rechtsextrem beeinflusster antisemitischer Vorfälle
- Zunahme antisemitischer Vorfälle mit antiisraelisch-aktivistischem Hintergrund
- Stärkere Belastung im Zentrum des antiisraelischen Aktivismus, insbesondere in Jena
- Erhöhtes Risiko schwerer Übergriffe gegen jüdische Menschen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Michael Panse (CDU), der Beauftragte der Landesregierung für jüdisches Leben in Thüringen und die Bekämpfung des Antisemitismus, sagte dazu, die dokumentierten Vorfälle unterstrichen die Verantwortung aller im Kampf gegen Antisemitismus.
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