Gesellschaft: Sozialausgaben wegen Alterung steigen
München () – Die Alterung der Gesellschaft ist bei weitem der größte Treiber für den starken Anstieg der Sozialausgaben. Das ergab eine aktuelle Auswertung des Ifo-Instituts.
„Die Ausgaben für Alter und Krankheit machen 2025 zusammen rund 70 Prozent der gesamten Sozialausgaben aus und sind für über 80 Prozent des realen Ausgabenzuwachses seit 1992 verantwortlich“, sagte Ifo-Forscherin Lilly Fischer. Der zentrale strukturelle Kostentreiber dieser Entwicklung sei der demografische Wandel und verschärfe die Lastenverschiebung im deutschen Sozialstaat zwischen den Generationen.
Die Ifo-Autoren sehen auch in der kurzen Frist seit 2019 einen starken Anstieg, sowohl in absoluten Zahlen als auch im Verhältnis des Sozialbudgets zum Bruttoinlandsprodukt. „Das Sozialbudget wächst schneller als das Bruttoinlandsprodukt. Deshalb trägt auch die schwache Konjunktur dazu bei, dass die Sozialbudgetquote steigt“, sagte Ifo-Forscherin Emilie Höslinger. „Die wichtigsten Kostentreiber sind die Mehrausgaben für die alternde Versichertenbasis bei Krankheit und Pflege und die Steigerung der Rentenzahlungen des Bundes.“
Preisbereinigt stiegen die Sozialausgaben der Analyse zufolge zwischen 2019 und 2025 um 11,5 Prozent bzw. 104 Milliarden Euro. Die Sozialbudgetquote stieg in diesem Zeitraum von 29,6 Prozent auf 32 Prozent und erreichte ein neues Rekordniveau. In Zukunft wird die Alterung die Kosten der Sozialausgaben noch weiter erhöhen, schätzt das Institut. Diese Entwicklung könnte nur durch Reformen der Sozialsysteme aufgehalten werden.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Lilly Fischer, Emilie Höslinger
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Ifo-Institut, Ifo-Forscherin Lilly Fischer, Ifo-Forscher Emilie Höslinger
Wann ist das Ereignis passiert?
2019 bis 2025 (genauer: zwischen 2019 und 2025; außerdem wird 1992 als Vergleichszeitraum genannt).
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Deutschland, München
Worum geht es in einem Satz?
Laut einer Ifo-Auswertung treiben vor allem der demografische Wandel und damit höhere Ausgaben für Alter, Krankheit und Pflege den starken Anstieg der deutschen Sozialausgaben – mit steigender Sozialbudgetquote, neuen Rekordwerten bis 2025 und entsprechendem Reformbedarf.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Der demografische Wandel als zentraler struktureller Kostentreiber
- Mehrausgaben für die alternde Versichertenbasis bei Krankheit und Pflege
- Steigerung der Rentenzahlungen des Bundes
- Schwache Konjunktur seit 2019 als zusätzlicher Beitrag zum Anstieg der Sozialbudgetquote
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Politik wird nicht beschrieben
- Öffentlichkeit wird nicht beschrieben
- Medienreaktionen werden nicht beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Steigende Sozialausgaben durch den demografischen Wandel
- Höhere Belastung des deutschen Sozialstaats zwischen den Generationen
- Zunahme der Ausgaben für Alter und Krankheit
- Mehrausgaben für Krankheit und Pflege aufgrund der alternden Versichertenbasis
- Steigende Rentenzahlungen des Bundes
- Schnelleres Wachstum des Sozialbudgets als des Bruttoinlandsprodukts
- Anstieg der Sozialbudgetquote von 29,6 Prozent auf 32 Prozent
- Preisbereinigter Anstieg der Sozialausgaben zwischen 2019 und 2025 um 11,5 Prozent bzw. 104 Milliarden Euro
- Zukünftige weitere Erhöhung der Kosten der Sozialausgaben durch fortschreitende Alterung
- Erfordernis von Reformen der Sozialsysteme, um die Entwicklung zu bremsen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja: Es werden Stellungnahmen der Ifo-Forscherinnen Lilly Fischer und Emilie Höslinger zitiert.
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