Venezuela: Opposition fordert Rückkehr und Wahlreform
Caracas () – Venezuelas Oppositionsführerin María Corina Machado will möglichst rasch in ihr Heimatland zurückkehren. „Dafür kämpfe ich, und egal was dieses Regime tut: Es kann mich nicht aufhalten. Eines Tages bin ich wieder da. Die Frage ist nicht ob, sondern nur wann“, sagte sie dem „Spiegel“.
Die 58-Jährige war im vergangenen Dezember heimlich nach Norwegen gereist, um dort den Friedensnobelpreis entgegenzunehmen. Im „Spiegel“ berichtete sie nun von den Details dieser Flucht. Demnach fuhr sie in einem Wagen an die Küste, „mit Sonnenbrille und blonder Perücke“. Dort stieg sie in ein Boot. „Es war der Horror. Es schüttete und stürmte, irgendwann trieben wir völlig orientierungslos übers offene Meer. Das Navigationsgerät funktionierte nicht mehr, das Satellitentelefon auch nicht, und die Starlink-Antenne empfing kein Signal“, schilderte sie. Einmal, als das Boot in ein metertiefes Wellental fiel, schlug sie auf einer Metallbank auf. Sie habe nicht mehr atmen können und zu diesem Zeitpunkt noch nicht gewusst, dass sie sich einen Rückenwirbel gebrochen hatte. Ein zweites Boot, das auf dem Ozean gewartet hatte, brachte Machado nach Curacao, von wo aus sie nach Oslo weiterflog.
Als US-Präsident Donald Trump Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro Anfang des Jahres entführen und nach New York bringen ließ, hatte Machado gehofft, die Macht in ihrem Heimatland zu übernehmen. Die US-Regierung installierte jedoch Maduros Stellvertreterin Delcy Rodriguez.
Machado sagte, sie habe bereits nach den Erdbeben im Juni versucht zurückzureisen. „Ich spürte, dass ich an der Seite des Volkes sein musste. Zweimal habe ich es versucht, aber es war unmöglich. Das Regime hat so entschieden. Andererseits bekam ich nicht die Unterstützung, die ich brauchte.“
Sie setzt sich für einen raschen, demokratischen Übergang ein. Wichtigstes Ergebnis wäre ein vernünftiger Fahrplan für Präsidentschaftswahlen. Dazu gehöre die Neubesetzung der Nationalen Wahlbehörde, die den gesamten Abstimmungsprozess organisiert und überwacht, mit unabhängigen, ehrbaren Personen, so wie es die Verfassung vorschreibt.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
María Corina Machado, Donald Trump, Nicolás Maduro, Delcy Rodriguez
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
María Corina Machado, Nicolás Maduro, Donald Trump, Delcy Rodriguez, Spiegel, US-Regierung, Nationale Wahlbehörde, Curacao, Oslo, Norwegen, Venezuela
Wann ist das Ereignis passiert?
- „Heimlich“ nach Norwegen gereist: im vergangenen Dezember (bezogen auf den im Text genannten „jetzt“-Artikelzeitpunkt; konkretes Datum nicht genannt).
- Erdbeben in Venezuela: im Juni (Jahr nicht genannt, aber im Text heißt es „nach den Erdbeben im Juni“).
- US-Aktion (Maduro entführen und nach New York bringen lassen): anfangs des Jahres (konkretes Datum/Jahr nicht genannt).
- Preisverleihung: (anlässlich des) Friedensnobelpreises in Norwegen (Datumsangabe fehlt).
Wenn du willst, kann ich dir auch den wahrscheinlichen Jahrgang ableiten – dafür müsste ich aber wissen, von wann der „Spiegel“-Bericht bzw. die dts-Meldung datiert ist.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Caracas, Venezuela, Norwegen (Oslo), Curacao, Venezuela (Heimatland)
Worum geht es in einem Satz?
Venezuelas Oppositionsführerin María Corina Machado will möglichst bald in ihr Heimatland zurückkehren und schildert in einem Interview ihre heimliche Flucht nach Norwegen, betont aber zugleich, dass es für einen raschen demokratischen Übergang vor allem einen verfassungsgemäßen Fahrplan mit Neubesetzung der nationalen Wahlbehörde und fairen Präsidentschaftswahlen braucht.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Die Entscheidung des venezolanischen Regimes, ihre Rückkehr unmöglich zu machen
- Ihre Hoffnung, nach der Entführung von Nicolás Maduro durch die US-Regierung die Macht in Venezuela übernehmen zu können
- Der Versuch, nach den Erdbeben im Juni an der Seite des Volkes zurückzukehren
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Die internationale Politik und die US-Regierung werden als entscheidende Einflussnehmer dargestellt, als Donald Trump Nicolás Maduro nach New York bringen ließ und anschließend dessen Stellvertreterin Delcy Rodriguez installiert wurde
- Konkrete Reaktionen von Öffentlichkeit oder Medien auf Machados Rückkehrwunsch werden im Text nicht beschrieben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Rascher, demokratischer Übergang als zentrales Ziel
- Bedarf an einem vernünftigen Fahrplan für Präsidentschaftswahlen
- Neubesetzung der Nationalen Wahlbehörde zur Organisation und Überwachung des Abstimmungsprozesses
- Forderung nach unabhängigen und ehrbaren Personen in der Wahlbehörde, entsprechend der Verfassung
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. María Corina Machado wird mit mehreren wörtlichen Aussagen/Statements im Artikel zitiert (z. B. gegenüber dem „Spiegel“).
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