Wasserknappheit in Niedersachsen bei Verden
Verden () – Niedersachsen erlebt das sechste Trockenjahr in kurzer Folge. Das hat der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) am Freitag mitgeteilt.
Vor allem kleine Gewässer im Raum Verden geraten demnach ans Limit.
Nach Angaben des Hydrologen Ulrich Neubauer vom NLWKN in Verden sind die Parallelen zu den Trockenjahren 2018, 2019, 2020, 2022 und 2025 deutlich. Im Dienstgebiet der Betriebsstelle Verden, zu dem die Landkreise Osterholz, Verden, Heidekreis, Celle und der Altkreis Rotenburg gehören, fiel im Winterhalbjahr rund 25 Prozent weniger Niederschlag als üblich.
Auch das Frühjahr habe die Bilanz nicht verbessert, sodass die Wasservorräte aus dem Winter zunehmend aufgezehrt seien.
Die Wasserstände von Aller, Weser und Leine liegen nach Angaben des NLWKN unterhalb des jahreszeitlich üblichen Niveaus. Die Aller bei Rethem stand am 14. August bei 24 Zentimetern und damit nur 18 Zentimeter über dem niedrigsten je gemessenen Stand von acht Zentimetern aus dem Jahr 2022.
Die Leine bei Schwarmstedt maß 54 Zentimeter, vier Zentimeter über ihrem Rekordtief von 50 Zentimetern. Auch an Wümme und Böhme fehlen nur noch wenige Zentimeter bis zu den Tiefstwerten der vergangenen 15 Jahre.
Kleinere Gewässer wie der Krelinger Bach im Heidekreis oder der Reithbach im Landkreis Verden führen nach Einschätzung des NLWKN nur noch sehr wenig Wasser oder sind bereits ausgetrocknet.
Dieser Zustand sei sonst erst Ende August bis Mitte September eingetreten, sagte Neubauer. Größere Flüsse hätten noch Grundwasserreserven, ein völliges Austrocknen sei unwahrscheinlich.
Bis Anfang September rechnet der NLWKN nicht mit flächendeckenden ergiebigen Regenfällen, eine Entspannung sei erst im Winter zu erwarten. Langfristig seien Speicherlösungen nötig, um Wasser aus dem Winterhalbjahr für trockene Sommer nutzbar zu machen.
„Wir erleben die Folgen des Klimawandels aktuell gerade live“, warnte Neubauer.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Ulrich Neubauer
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), dts Nachrichtenagentur, Hydrologen Ulrich Neubauer, NLWKN, Betriebsstelle Verden, Landkreise Osterholz, Verden, Heidekreis, Celle, Altkreis Rotenburg, Aller, Weser, Leine, Aller bei Rethem, Leine bei Schwarmstedt, Wümme, Böhme, Krelinger Bach, Reithbach
Wann ist das Ereignis passiert?
Das Ereignis fand am Freitag statt. (Weiter konkretisiert wird es durch die erwähnten Mess-/Zeitpunkte: 14. August sowie die Einschätzung „Ende August bis Mitte September“ und die Erwartung „bis Anfang September“; Entspannung „erst im Winter“.)
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Verden, Niedersachsen; Raum Verden (Betriebsstelle Verden) – Landkreise: Osterholz, Verden, Heidekreis, Celle, Altkreis Rotenburg; Aller (bei Rethem); Weser; Leine (bei Schwarmstedt); Wümme; Böhme; Krelinger Bach (Heidekreis); Reithbach (Landkreis Verden).
Worum geht es in einem Satz?
Niedersachsen erlebt laut NLWKN das sechste Trockenjahr in kurzer Folge, wodurch besonders kleine Gewässer in der Region Verden nahezu am Limit sind und sich die Wasserstände von Aller, Weser und Leine unter dem üblichen Jahresniveau bewegen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Mehrere aufeinanderfolgende Trockenjahre in Niedersachsen in kurzer Folge
- Rund 25 Prozent weniger Niederschlag als üblich im Winterhalbjahr
- Frühjahr ohne Verbesserung der Niederschlagsbilanz, wodurch die Wasservorräte aus dem Winter zunehmend aufgezehrt wurden
- Wasserstände von Aller, Weser und Leine unterhalb des jahreszeitlich üblichen Niveaus
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Im Artikel wird beschrieben, dass es in Niedersachsen das sechste Trockenjahr in kurzer Folge gibt und Wasserstände bei Aller, Weser und Leine sowie kleineren Gewässern unterhalb des üblichen Niveaus liegen
- Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien werden nicht dargestellt
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Unterhalb der jahreszeitlich üblichen Wasserstände von Aller, Weser und Leine
- Vorrangig in kleinen Gewässern sinkende Abflussmengen bis hin zum Ausgetrocknetsein
- Wasservorräte aus dem Winter werden zunehmend aufgezehrt
- Zusätzliche Verzögerung der natürlichen Wiederauffüllung erst gegen Ende August bis Mitte September in vergleichbaren Fällen
- Keine vollständige Austrocknung größerer Flüsse, aber anhaltend angespannte Versorgung durch Grundwasserreserven
- Bis Anfang September keine flächendeckenden ergiebigen Regenfälle erwartet, Entspannung erst im Winter
- Notwendigkeit von Speicherlösungen zur Nutzung von Wasser aus dem Winterhalbjahr für trockene Sommer
- Warnung vor den laufenden Folgen des Klimawandels
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja. Hydrologe Ulrich Neubauer (NLWKN) wird mit einer warnenden Aussage zitiert („Wir erleben die Folgen des Klimawandels aktuell gerade live“).
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