Wirtschaft in Niedersachsen: VW-Standort und Rafael
Hannover () – Das Land Niedersachsen prüft verschiedene Modelle für einen Einstieg beim Osnabrücker Werk des Volkswagen-Konzerns, um eine Nutzung der Fertigungsstätte durch den israelischen Rüstungskonzern Rafael zu ermöglichen. Das berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Insider.
Rafael würde im Osnabrücker VW-Werk gerne Komponenten für das Luftverteidigungssystem Iron Dome bauen, doch das Emirat Katar als VW-Großaktionär lehnt ein Joint Venture ab. Nun gibt es Überlegungen, den Standort in zwei Gesellschaften aufzuteilen. Eine Gesellschaft würde die Liegenschaften einschließlich der Gebäude sowie Teile der Belegschaft bündeln. An ihr soll Volkswagen weiterhin beteiligt bleiben, Rafael dagegen nicht.
Eine zweite Gesellschaft wäre dann für die eigentliche Produktion der Iron-Dome-Komponenten zuständig. An dieser operativen Einheit könnte sich neben Rafael auch ein Finanzinvestor beteiligen. In diesem Zusammenhang wird auch über ein Engagement des Landes Niedersachsen diskutiert. Nach Informationen der Zeitung aus dem Umfeld der Gespräche prüft die landeseigene Beteiligungsgesellschaft Perspektiven eines solchen Konstrukts. Voraussetzung wäre demnach ein belastbarer Businessplan mit angemessener Rendite. Eine Beteiligung käme nur infrage, wenn sie wirtschaftlich tragfähig ist, hieß es.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Volkswagen (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Bastian Ernst, Oliver Blume, Stephan Soldanski, Cavallo
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Volkswagen, Niedersachsen, Osnabrücker Werk, Rafael, Katar, Handelsblatt, Iron Dome, Perspektiven (landeseigene Beteiligungsgesellschaft)
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Hannover, Osnabrück, Niedersachsen
Worum geht es in einem Satz?
Niedersachsen prüft Berichten zufolge verschiedene Modelle, um das VW-Osnabrücker Werk für den israelischen Rüstungskonzern Rafael nutzbar zu machen, indem der Standort ggf. in eine Gesellschaft für Immobilien und Belegschaft (mit Beteiligung von Volkswagen) und eine zweite für die Produktion von Iron-Dome-Komponenten (mit Rafael bzw. ggf. einem Finanzinvestor, eventuell auch mit Beteiligung des Landes) aufgeteilt wird.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Gespräche zwischen Beteiligten über eine Nutzung des Osnabrücker VW-Werks durch den israelischen Rüstungskonzern Rafael
- Rafael möchte Komponenten für das Luftverteidigungssystem Iron Dome im Osnabrücker Werk herstellen
- Das Emirat Katar als VW-Großaktionär lehnt ein Joint Venture ab
- Überlegungen, den Standort in zwei Gesellschaften aufzuteilen (Liegenschaften und Belegschaft getrennt von der Produktion)
- Prüfung eines möglichen Engagements des Landes Niedersachsen über die landeseigene Beteiligungsgesellschaft Perspektiven
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Das Land Niedersachsen prüft verschiedene Modelle und ein mögliches Engagement über die landeseigene Beteiligungsgesellschaft Perspektiven
- Medien berichten über die Überlegungen und zitieren Insider bzw. das Umfeld der Gespräche
- Keine Angaben dazu, wie Politik, Öffentlichkeit oder Medien konkret bereits reagiert haben
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Prüfung von Einstiegsmodellen für eine Nutzung der Fertigungsstätte im Osnabrücker Volkswagen-Werk
- Möglichkeit der Aufteilung des Standorts in zwei Gesellschaften
- Bündelung der Liegenschaften und Teile der Belegschaft in einer Gesellschaft, an der Volkswagen beteiligt bleibt
- Einrichtung einer operativen Einheit zur Produktion von Komponenten, an der Rafael sowie ggf. ein Finanzinvestor beteiligt sein könnten
- Wirtschaftliche Prüfung eines möglichen Engagements des Landes Niedersachsen durch die landeseigene Beteiligungsgesellschaft Perspektiven
- Voraussetzung eines belastbaren Businessplans mit angemessener Rendite und wirtschaftlicher Tragfähigkeit
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Nein. Es wird zwar über „mit den Gesprächen vertraute Insider“ sowie aus dem Umfeld der Gespräche berichtet, aber keine konkrete Stellungnahme oder Reaktion einer benannten Person oder Organisation mit direkter Aussage zitiert.
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