Commerzbank-Chefin: Verteidigungsstrategie nicht gescheitert

Wirtschaft: Commerzbank und Unicredit

Frankfurt am Main () – Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp sieht den Ausbau der Unicredit-Beteiligung auf fast 50 Prozent der Stimmrechte nicht als Scheitern der eigenen Strategie.

„Als wir im September 2024 gestartet sind, war der Aktienkurs noch nicht da, wo er sein sollte. Wir haben seither eingelöst, was wir dem Markt und den Investoren versprochen haben. Wir wollten Wert schaffen und keine Abwehrstrategie verfolgen, die Wert vernichtet. Das haben wir eindrücklich bewiesen“, sagte die Managerin der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitagsausgabe). Man habe ein Rekordjahr 2025 hinter sich, sehr ambitionierte Ziele für 2026 und die Folgejahre.

Unicredit hatte nach dem Aktientauschangebot seinen Zugriff auf knapp die Hälfte der Stimmrechte ausgebaut. Nach Orlopps Darstellung stehen diese faktisch aber erst nach der Genehmigung der Europäischen Zentralbank zur Verfügung. Von einer qualifizierten Hauptversammlungsmehrheit von 75 Prozent sei Unicredit weiterhin entfernt. Orlopp sagte, die Commerzbank wolle weiter konstruktiv mit Unicredit sprechen, betonte aber zugleich die schwierige Lage, weil der italienische Großaktionär zugleich Wettbewerber sei. „Unicredit ist ein Wettbewerber, und das bringt Unruhe mit sich“, sagte sie.

Für das tägliche Geschäft ändere sich zunächst aber nichts. Die Bank teile Informationen mit Unicredit wie mit anderen Investoren auch, solange es nicht um vertrauliche Themen gehe. Orlopp machte zugleich deutlich, dass Unicredit für eine vollständige Integration mehr brauche als Kontrolle, nämlich strukturelle Maßnahmen, qualifizierte Mehrheiten und die Unterstützung von Management, Aufsichtsrat, Arbeitnehmervertretern und dem Bund als zweitgrößtem Aktionär. „Solange es keinen Beherrschungsvertrag, keine Verschmelzung, keinen Squeeze-out gibt, muss ich unabhängig agieren“, sagte Orlopp.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Commerzbank-Tower (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Commerzbank-Chefin: Verteidigungsstrategie nicht gescheitert

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Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Bettina Orlopp

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Commerzbank, Unicredit, Europäische Zentralbank, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Bund

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Ereignis fand im September 2024 statt (Beginn der Strategie/„Als wir im September 2024 gestartet sind“).

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Frankfurt am Main

Worum geht es in einem Satz?

Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp bewertet den Ausbau der Unicredit-Beteiligung auf fast 50 Prozent der Stimmrechte trotz bisher noch fehlender EZB-Freigabe und ohne qualifizierte 75%-Mehrheit nicht als Scheitern ihrer Strategie, will aber weiter konstruktiv verhandeln, betont zugleich die Wettbewerbs-Unruhe und dass für eine vollständige Integration strukturelle Maßnahmen und gegebenenfalls rechtliche Schritte nötig wären.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Aktientauschangebot von Unicredit, wodurch der Zugriff auf knapp die Hälfte der Stimmrechte ausgebaut wurde
  • Erforderliche Genehmigung der Europäischen Zentralbank, erst danach stehen die Stimmrechte faktisch zur Verfügung
  • Erreichen/Verfehlen einer qualifizierten Hauptversammlungsmehrheit von 75 Prozent durch Unicredit
  • Unruhe durch die gleichzeitige Rolle von Unicredit als Wettbewerber

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Keine Reaktion von Politik oder Öffentlichkeit beschrieben
  • Keine Reaktion der Medien beschrieben
  • Orlopp beschreibt vor allem die eigene Position gegenüber Unicredit sowie den weiteren Umgang zwischen den Banken

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Keine Änderung im täglichen Geschäft der Commerzbank
  • Fortsetzung konstruktiver Gespräche mit Unicredit
  • Weiterhin Abwarten bis zu bestimmten Genehmigungen für die tatsächliche Nutzung der Stimmrechte
  • Unicredit bleibt als Wettbewerber eine Quelle für Unruhe
  • Für eine vollständige Integration werden zusätzliche strukturelle Maßnahmen und qualifizierte Mehrheiten erforderlich
  • Commerzbank muss ohne Beherrschungsvertrag, Verschmelzung oder Squeeze-out unabhängig agieren

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja. Bettina Orlopp (Commerzbank-Chefin) wird mit mehreren Zitaten zitiert.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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