Studie: Elterngeld seit Einführung deutlich entwertet

Familienpolitik in Köln: Elterngeld-Reform

Köln () – Das Elterngeld hat seit seiner Einführung im Jahr 2007 fast ein Drittel seines Werts verloren. Das geht aus Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Nach den derzeitigen Plänen des Familienministeriums soll das Elterngeld künftig statt 14 nur noch zwölf Monate gezahlt werden, vorausgesetzt, beide Elternteile nehmen jeweils drei Monate berufliche Auszeit. Der Mindestbetrag soll von 300 auf 330 Euro steigen, der Höchstbetrag von 1.800 auf 1.900 Euro. Laut IW-Berechnungen hat die Leistung in den 19 Jahren bis 2026 jedoch 31,5 Prozent an Kaufkraft verloren. Um die Inflation vollständig auszugleichen, müsste der Höchstsatz bei rund 2.591 Euro liegen und der Mindestsatz bei 432 Euro.

Die neue Bezugslogik könnte Familien mit ungleichem Einkommen benachteiligen, schreibt das IW weiter. Bisher gab es zwölf Monate Basiselterngeld, auch wenn nur ein Elternteil die Elternzeit nahm. Sinkt das Elterngeld für einen allein beziehenden Partner auf neun Monate, entsteht eine Lücke von drei Monaten ohne Elterngeld und ohne Anspruch auf Betreuung. Die Reform könnte insbesondere größere Familien treffen, bei denen die Mutter am Arbeitsmarkt kürzergetreten ist, um ältere Geschwister zu betreuen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Mutter mit Kind und Kinderwagen (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Studie: Elterngeld seit Einführung deutlich entwertet

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Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Institut der deutschen Wirtschaft (IW), Familienministerium, dts Nachrichtenagentur

Wann ist das Ereignis passiert?

Das Ereignis fand am Mittwoch statt (Bericht: „…am Mittwoch veröffentlicht wurde“). Ein konkretes Datum ist nicht erwähnt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Köln

Worum geht es in einem Satz?

Das Elterngeld habe seit 2007 fast ein Drittel seiner Kaufkraft verloren, und die geplante Reform mit nur noch zwölf statt 14 Bezugsmonaten sowie entsprechenden Mindest-/Höchstsatzerhöhungen könne vor allem Familien mit ungleichem Einkommen und großen Betreuungsanforderungen benachteiligen, so das IW.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Seit Einführung im Jahr 2007 hat das Elterngeld fast ein Drittel seines Werts verloren
  • Geplante Neuregelung: statt 14 nur noch zwölf Monate bei jeweils drei Monaten beruflicher Auszeit beider Elternteile
  • Neue Bezugslogik könnte Eltern mit ungleichem Einkommen benachteiligen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Nein

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Das Elterngeld verliert seit 2007 fast ein Drittel seines realen Werts durch Kaufkraftverlust bis 2026
  • Das Elterngeld soll künftig kürzer gezahlt werden, von 14 auf 12 Monate
  • Familien können bei der vorgesehenen neuen Bezugslogik finanziell schlechter gestellt werden, insbesondere bei ungleichem Einkommen beider Elternteile
  • Es kann zu einer Lücke von drei Monaten ohne Elterngeld kommen, wenn nur ein Elternteil die Elternzeit nimmt
  • Betreuungsansprüche könnten in dieser Lücke nicht greifen
  • Größere Familien könnten stärker betroffen sein, wenn die Mutter wegen älterer Geschwister kürzer am Arbeitsmarkt bleibt

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Nein.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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