AfD-Parteipolitik und Führungsstruktur in Berlin
Berlin () – AfD-Chef Tino Chrupalla hat die Doppelspitze der Partei gegen Forderungen nach einer Abschaffung verteidigt. Er sehe keinen Grund, die Partei allein führen zu müssen, sagte er der ARD.
„Wir mögen uns“, sagte Chrupalla über seine Co-Vorsitzende Alice Weidel. Die beiden stünden zusammen an der Spitze der AfD und sollten das auch bleiben. Auf dem bevorstehenden Parteitag in Erfurt treten sie wieder für die Doppelspitze an. Die habe sich bewährt, so Chrupalla. Es sei eine Arbeitsaufteilung zwischen ihnen. Er sei froh, Weidel an seiner Seite zu haben, und denke, das gehe ihr genauso. Immer wieder wird in der AfD über die Abschaffung der Doppelspitze diskutiert. Chrupalla hält das für keine gute Idee. Aktuell könne er sich nicht vorstellen, die Partei allein führen zu müssen oder zu wollen.
Die Parteichefs hatten sich in der Vergangenheit auch öffentlich widersprochen, etwa beim Thema Wehrpflicht oder im Umgang mit Russland. Dazu sagte Chrupalla, sie seien keine siamesischen Zwillinge, die im Wortklang alles gleich sagen müssten. „Natürlich“ gebe es unterschiedliche Meinungen zu unterschiedlichen Themengebieten. Das sei in einer Doppelspitze „ganz normal“.
Der AfD-Bundesparteitag in Erfurt wird von Protesten begleitet. Es gibt Aufrufe, die Zufahrten zur Halle zu blockieren und den Parteitag so zu verhindern. Auch mit Gewalt wird gerechnet. Chrupalla hofft, dass es friedlich bleibt, sieht in den Blockaden aber Gesetzesbrüche. Wenn Straßen blockiert würden, hoffe er, dass der Rechtsstaat entsprechend reagiere. Er kritisierte Linke und Grüne, die sich anmaßen würden, den Parteitag zu verhindern. Es gehöre zu einer Demokratie dazu, dass man sich versammeln dürfe, und das sei nach dem Parteiengesetz unbedingt erforderlich. Das sei „absolut vom Grundgesetz gedeckt“. Dass man sich so etwas „mittlerweile erkämpfen“ müsse, zeige die „gesamte Situation in Deutschland“.
Die AfD gilt bundesweit als rechtsextremer Verdachtsfall. Sie ist in vier Bundesländern gesichert rechtsextrem. Chrupalla sieht das anders. Für ihn sei Rechtsextremismus, wenn man „mit Gewalt gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung“ vorgehe oder gegen das Grundgesetz verstoße. Das sehe er bei den Mitgliedern der AfD nicht. Der aktuelle Verfassungsschutzbericht spricht von 28.000 Extremisten in der Partei. Chrupalla griff die Behörde in der ARD an. Er müsse sich gegen etwas rechtfertigen, wo er nicht wisse, was ihm konkret vorgeworfen werde. Man müsse auch dem Gegenüber und den Personen, die man beschuldige, die Möglichkeit geben, sich dagegen zu wehren. Das gehöre in einem Rechtsstaat dazu.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Alice Weidel und Tino Chrupalla (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Alice Weidel, Tino Chrupalla
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:
AfD, ARD, Linke, Grüne, Verfassungsschutz
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Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind:
- Berlin
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Worum geht es in einem Satz?
AfD-Chef Tino Chrupalla verteidigt gemeinsam mit Co-Vorsitzender Alice Weidel die Doppelspitze der Partei gegen Forderungen nach deren Abschaffung und äußert sich zu den bevorstehenden Protesten beim Parteitag in Erfurt sowie zur Einordnung der AfD im Kontext von Rechtsextremismus.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Diskussion über die Abschaffung der Doppelspitze der AfD
- Verteidigung der Doppelspitze durch Tino Chrupalla
- Bisherige Zusammenarbeit und Arbeitsaufteilung zwischen Chrupalla und Weidel
- Unterschiedliche Meinungen innerhalb der Parteiführung
- Proteste gegen den bevorstehenden Parteitag in Erfurt
- Aufrufe zur Blockade der Zufahrten zur Parteitagshalle
- Chrupallas Kritik an linken und grünen Gruppen
- AfD als rechtsextremer Verdachtsfall laut Verfassungsschutzbericht
- Chrupallas Ablehnung der Klassifizierung der Partei als rechtsextrem
- Forderung nach fairen Möglichkeiten zur Verteidigung gegen Vorwürfe
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Tino Chrupalla verteidigt die Doppelspitze der AfD
- Öffentliches Widersprechen zwischen den Parteichefs
- Proteste gegen den bevorstehenden AfD-Parteitag
- Aufrufe zur Blockade der Zufahrten zur Halle
- Möglichkeit von Gewalt bei den Protesten
- Gesetzesbrüche bei Straßenblockaden
- Kritik an Linken und Grünen für Versuche, den Parteitag zu verhindern
- AfD als rechtsextremer Verdachtsfall laut Verfassungsschutzbericht
- Chrupalla kritisiert den Verfassungsschutz und fordert Rechtfertigung von Vorwürfen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Tino Chrupalla zitiert, der die Doppelspitze der AfD verteidigt und betont, dass sie zusammen an der Spitze der Partei stehen sollten.
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