Ulla Schmidt fordert höheres Renteneintrittsalter

Ulla Schmidt fordert höheres Renteneintrittsalter

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Gesellschaftliche Debatte zur Rentenreform in Deutschland

Berlin () – Die Vorsitzende der Lebenshilfe und langjährige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) spricht sich für ein höheres Renteneintrittsalter aus.

„Die Frage nach einem höheren Rentenalter ist für mich grundsätzlich nicht tabu, im Gegenteil. Ein höheres Rentenalter und mehr Anreize, länger zu arbeiten, sind entscheidende Bausteine“, sagte Schmidt dem Nachrichtenportal T-Online. Wichtig sei aber, wie man mit denen umgehe, die nicht länger arbeiten könnten. Der Bund dürfe sie nicht vergessen. Entscheidend wäre, die Leistungen der Erwerbsminderungsrente so zu gestalten, dass diejenigen, die nicht länger arbeiten könnten, gut abgesichert seien.

Schmidt fordert zudem, die Steuer- und Pflegereform miteinander zu verbinden. „Viele familienpolitische Leistungen werden über die Sozialkassen finanziert, obwohl sie eigentlich aus Steuermitteln bezahlt werden müssten. Dafür braucht es eine Steuerreform, die diese Aufgaben solidarisch finanziert“, sagte die SPD-Politikerin. Dann würden sich manche Finanzierungsprobleme deutlich entschärfen. Auch die sechs Milliarden Euro, die die Pflegeversicherung wegen solcher Leistungen benötigt, könnten anders finanziert werden.

Man müsse grundsätzlich fragen, wer welche Leistungen finanziert. „Familienpolitische Aufgaben sollten nicht allein über Beiträge, sondern aus Steuern bezahlt werden – damit sich alle beteiligen. Auch das Pflegeversicherungssystem ist nicht ideal“, sagte sie. „Warum haben wir unterschiedliche Systeme? Warum legen wir nicht wenigstens dort Geld zusammen, wo gemeinsame Aufgaben finanziert werden?“, so Schmidt. In der Pflege hätten gesetzlich und privat Versicherte identische Leistungsansprüche. Richtig wäre, alle Beitragsgelder in einen Pflegefonds zu überweisen und daraus Infrastruktur, Tariflöhne und andere gemeinsame Aufgaben zu bezahlen. Dann müsste man nicht bei den Pflegebedürftigen kürzen.

In einem ersten Schritt reiche es, die Beitragseinnahmen der Pflegeversicherung zusammenzulegen. „Alle haben den gleichen Anspruch auf Leistungen, den gleichen Bedarf an guter Infrastruktur und den gleichen Anspruch auf gute Fachkräfte. Deshalb wäre es sinnvoll, das gemeinsam zu gestalten. Die einen behalten ihre Versicherung, die anderen ihre – aber die Leistungen werden gemeinsam finanziert.“ Das ließe sich durch ein Bundestagsvotum umsetzen, so Schmidt. „Dafür bräuchte man nicht einmal eine Grundgesetzänderung.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Alte und junge Frau sitzen am Strand

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Die vollständigen Namen der im Artikel erwähnten Personen sind: Ulla Schmidt.

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:

Lebenshilfe, SPD, Bund, Pflegeversicherung, Bundestag

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.

Worum geht es in einem Satz?

Ulla Schmidt, Vorsitzende der Lebenshilfe und ehemalige Bundesgesundheitsministerin, plädiert für ein höheres Renteneintrittsalter und eine Steuerreform zur besseren Finanzierung familienpolitischer Leistungen und der Pflegeversicherung, wobei sie betont, dass auch Menschen, die nicht länger arbeiten können, gut abgesichert werden müssen.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Fachliche Diskussion über das Renteneintrittsalter
  • Forderung nach höheren Anreizen für längeres Arbeiten
  • Bedarf an Unterstützung für Erwerbsminderungsrentner
  • Verbindung von Steuerreform und Pflegereform
  • Finanzierung familienpolitischer Leistungen über Steuermittel
  • Ungleichheiten im Pflegeversicherungssystem
  • Vorschlag zur Zusammenlegung von Beitragseinnahmen in der Pflegeversicherung
  • Notwendigkeit gemeinsamer Finanzierung von Infrastruktur und Fachkräften

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Nein.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Höheres Renteneintrittsalter
  • Mehr Anreize, länger zu arbeiten
  • Verbesserung der Absicherung für Menschen, die nicht länger arbeiten können
  • Verbindung von Steuer- und Pflegereform
  • Finanzierungsprobleme bei familienpolitischen Leistungen entschärfen
  • Umstellung der Finanzierung von familienpolitischen Aufgaben auf Steuermittel
  • Einheitliche Finanzierung der Pflegeversicherung
  • Gemeinsame Finanzierung von Infrastruktur und Tariflöhnen in der Pflege
  • Zusammenlegung der Beitragseinnahmen der Pflegeversicherung
  • Gemeinsame Gestaltung der Leistungsansprüche und Infrastruktur

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Ulla Schmidt zitiert. Sie spricht sich für ein höheres Renteneintrittsalter aus und betont, dass dies in Verbindung mit mehr Anreizen für längeres Arbeiten entscheidend sei.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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