Gesellschaft: Gefahren durch extremistische Online-Gruppen
Berlin () – Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt vor Gruppierungen aus dem Online-Netzwerk rund um „White Tiger“. Wie der „Spiegel“ berichtet, hat sich aus der sogenannten „Com“- und „764“-Szene, zu der auch der inzwischen festgenommene Hamburger Shahriar J. gehörte, in den vergangenen Jahren eine Strömung herausgebildet, deren Mitglieder Brandanschläge begehen und wahllos Passanten angreifen. Experten bezeichnen das Phänomen als „nihilistischen gewalttätigen Extremismus“.
Die Mitglieder der Szene vernetzen sich in Chatgruppen auf Telegram. Sie filmen ihre Gewalttaten und teilen die Videos dann erneut in den Chats. Gegen mindestens vier Mitglieder aus dieser Szene wurden nach Informationen des „Spiegel“ in Deutschland in den vergangenen zweieinhalb Monaten Ermittlungen aufgenommen. „Wir haben diese Gruppe gebildet, um Terror in den Alltag zu bringen“, hatte einer der Festgenommenen über seine Chatgruppe geschrieben.
Westliche Sicherheitsbehörden prüfen nach Recherchen des Magazins zudem, ob Russland über einen Kanal aus der Gewalt-Szene versuchen könnte, Teenager für Angriffe zu rekrutieren. Das Bundesamt für Verfassungsschutz wollte sich auf Anfrage des „Spiegel“ nicht zu den konkreten Com-Gruppierungen äußern. Man prüfe aber „fortlaufend eine Instrumentalisierung solcher Gruppen durch russische staatliche Stellen“.
Grundsätzlich teilte die Behörde mit, dass die Online-Gruppierungen Teil einer Subkultur seien, „welche ein gewaltbereites, menschenfeindliches und nihilistisches Weltbild mit Bezügen zum Rechtsextremismus vereint“. In dem Netzwerk herrsche insgesamt ein „hohes Gefährdungspotenzial“.
„Das oberste Ziel der Mitglieder dieser Szene ist es, dass eine Tat besonders grausam und zerstörerisch ist“, sagte der Extremismusexperte Thilo Manemann von der Analyseorganisation Cemas. Das verbindende Element der Chatgruppen sei „die extreme Gewalt, um damit Anerkennung in der Szene zu bekommen“. Cemas hat am Mittwoch den Bericht „Gewalteskalation als System: Nihilistic Violent Extremism in Deutschland“ zu dem Phänomen veröffentlicht.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bundeskriminalamt (BKA) und Bundesamt für Verfassungsschutz (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Die vollständigen Namen von Personen im Artikel sind: Shahriar J., Thilo Manemann.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundesamt für Verfassungsschutz, Spiegel, Bundeskriminalamt (BKA), Cemas
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Deutschland.
Worum geht es in einem Satz?
Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt vor gewalttätigen extremistischen Gruppierungen im Online-Netzwerk "White Tiger", die Brandanschläge verüben und wahllos Passanten angreifen, wobei es Hinweise gibt, dass Russland möglicherweise versucht, Teenager für Angriffe zu rekrutieren.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Entstehung von Gruppierungen im Online-Netzwerk "White Tiger"
- Entwicklung aus der "Com"- und "764"-Szene
- Zunahme von Brandanschlägen und wahllosen Angriffen auf Passanten
- Definition als "nihilistischen gewalttätigen Extremismus"
- Vernetzung über Telegram-Chatgruppen
- Dokumentation und Verbreitung von Gewalttaten in diesen Chats
- Motivation der Mitglieder auf extreme Grausamkeit und Zerstörung
- Vermutung einer möglichen Instrumentalisierung durch russische staatliche Stellen
- Gewaltbereites, menschenfeindliches und nihilistisches Weltbild in der Subkultur
- Hohe Gefährdung durch diese Online-Gruppierungen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Bundesamt für Verfassungsschutz warnt vor Gruppierungen des Online-Netzwerks "White Tiger"
- "Com"- und "764"-Szene hervorgegangen, Mitglieder begehen Brandanschläge und Angriffe
- Experten nennen es "nihilistischen gewalttätigen Extremismus"
- Mitglieder vernetzen sich auf Telegram, filmen und teilen Gewalttaten
- Ermittlungen gegen mindestens vier Mitglieder in den letzten zweieinhalb Monaten
- Festgenommene beschrieben Gruppe als Mittel zur Terrorisierung des Alltags
- Sicherheitsbehörden prüfen mögliche russische Rekrutierung von Teenagern aus der Szene
- Behörde äußert sich nicht konkret zu den Gruppen, prüft aber Instrumentalisierung durch Russland
- Online-Gruppierungen betrachten sich als Teil einer Subkultur mit gewaltbereitem, menschenfeindlichem Weltbild
- Hohes Gefährdungspotenzial innerhalb des Netzwerks
- Extremismusexperte Thilo Manemann über Ziel der Mitglieder: grausame und zerstörerische Taten
- Cemas veröffentlicht Bericht über "Nihilistic Violent Extremism in Deutschland"
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Warnung vor Gruppierungen
- Ermittlungen gegen Mitglieder
- Vernetzung in Chatgruppen
- Verbreitung von Gewalttaten durch Videos
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- Teil einer gewaltbereiten Subkultur
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- Ziel grausame und zerstörerische Taten
- Bedürfnis nach Anerkennung durch extreme Gewalt
- Bericht über Gewalteskalation veröffentlicht
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme der Behörde zitiert. Das Bundesamt für Verfassungsschutz erklärte, dass die Online-Gruppierungen Teil einer Subkultur seien, "welche ein gewaltbereites, menschenfeindliches und nihilistisches Weltbild mit Bezügen zum Rechtsextremismus vereint".
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