Gesellschaft: Ditib plant Imamausbildung in Deutschland
Berlin () – Der landesweit größte Moscheeverband Ditib will mehr Imame als bisher ausbilden, sieht aber keine Möglichkeit, diese eigenständig zu finanzieren.
Ditib-Generalsekretär Eyüp Kalyon sagte dem „Tagesspiegel“, man habe mit einer zweiten Ausbildung in Dormagen „den Turbo eingeschaltet, weil das bisherige System mit Absolventen aus Deutschland eben sehr lange dauern würde“. In Dormagen werden türkische Theologen weiterqualifiziert. Mit dem neuen Ausbildungsweg wolle man die Zahl hier ausgebildeter männlicher Imame auf ein Vielfaches steigern, so Kalyon. Nach Möglichkeit sollen hier 75 Religionsbeauftragte pro Jahr ausgebildet werden. Kalyon sagte allerdings, dass man sich mit der Bundesregierung nicht auf ein festes Datum geeinigt habe, bis zu dem türkische Imame durch in Deutschland ausgebildete ersetzt werden.
Den Einfluss der türkischen Religionsbehörde Diyanet, die die Gehälter der Imame zahlt, bestritt Kalyon. „Wer zahlt, bestimmt nicht die Inhalte“, sagte der Generalsekretär. Aber dennoch habe man 2024 festgehalten, dass die Fachaufsicht aller Religionsbeauftragten bei der Ditib liege – nicht bei der Diyanet. Ditib sei in Deutschland ein selbstständiger Verein, so Kalyon. „Wir treffen unsere Entscheidungen hier. Wir nehmen die Diyanet als theologische Referenz.“ Gemeinden und Bundesverband seien basisdemokratisch aufgebaut.
Gleichzeitig sei es nicht möglich, die rund 1.000 Religionsbeauftragten in Ditib-Moscheen selbst zu finanzieren. „Die Gemeinden haben nur zwei Einnahmequellen: Spenden und Mitgliedsbeiträge“, sagte Kalyon. Ein durchschnittliches Gehalt zwischen 4.000 und 6.000 Euro sei schwierig aus der Gemeinde zu erbringen. „Dieses Budget haben die Gemeinden einfach nicht.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Moschee (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Eyüp Kalyon
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Ditib, Tagesspiegel, Diyanet.
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die beschriebenen Ereignisse finden oder fanden in folgenden Orten statt: Berlin, Dormagen.
Worum geht es in einem Satz?
Der größte Moscheeverband Ditib plant, die Anzahl der in Deutschland ausgebildeten Imame deutlich zu erhöhen, hat jedoch keine Möglichkeit zur eigenständigen Finanzierung, da die Gemeinden nur begrenzte Einnahmen aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen haben.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Wunsch nach erhöhter Anzahl ausgebildeter Imame
- Lange Dauer des bisherigen Ausbildungssystems
- Notwendigkeit der Weiterqualifikation türkischer Theologen
- Fehlen finanzieller Mittel für eigenständige Ausbildung
- Abhängigkeit von Spenden und Mitgliedsbeiträgen der Gemeinden
- Hohe Gehälter der Religionsbeauftragten als Finanzierungsproblem
- Einfluss der Diyanet auf die Gehälter der Imame
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Im Artikel wird keine Reaktion von Politik, Öffentlichkeit oder Medien beschrieben.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Steigerung der Anzahl ausgebildeter Imame
- Einführung eines neuen Ausbildungsweges
- Ziel von 75 Religionsbeauftragten pro Jahr
- Keine Einigung mit der Bundesregierung über Fristen
- Fachaufsicht bei Ditib
- Finanzielles Defizit bei der Ausbildung und Bezahlung von Imamen
- Abhängigkeit von Spenden und Mitgliedsbeiträgen
- Schwierigkeit, durchschnittliche Gehälter zu zahlen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Ditib-Generalsekretär Eyüp Kalyon zitiert, in der er unter anderem die Ausbildung von Imamen und die finanzielle Situation der Gemeinden anspricht.
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