Kritik am Familienticket der Deutschen Bahn
Berlin () – Der Fahrgastverband „Pro Bahn“ kritisiert die Regeln für das neue Familienticket. „Die Idee ist gut, die Ausführung mangelhaft“, sagte Verbandschef Lukas Iffländer der . „Ein Aktionsangebot, das erst Mitte Juni buchbar wird und nur bis Mitte September gilt, kommt für einen großen Teil der Zielgruppe schlicht zu spät.“
Wer seinen Sommerurlaub plane, tue das in der Regel nicht vier Wochen vorher. „Familien planen ihren Sommerurlaub typischerweise im Winter oder spätestens im Frühjahr: Ferienwohnungen, Hotels, Bahnreisen ins Ausland, Mietwagen – all das ist bei Vielen längst gebucht und bezahlt.“
Diese Familien hätten in gutem Glauben auf reguläre Spartickets zurückgegriffen, oft zu deutlich höheren Preisen, und erfahren jetzt, dass es für die gleiche Reise ein Pauschalangebot zum Bruchteil des Preises gegeben hätte – wenn sie nur drei Monate gewartet hätten. „Diese Familien fühlen sich verständlicherweise veräppelt“, sagte Iffländer.
Hinzu komme: 99,99 Euro seien vor allem auf langen Distanzen ein echtes Schnäppchen. „Wer mit der Familie aber gar nicht innerhalb Deutschlands Urlaub machen möchte, sondern etwa aus Süddeutschland ans Mittelmeer fährt, hat von diesem Angebot nichts.“
Es brauche dringend ein vergleichbares Familienangebot auch für Verbindungen ins benachbarte Ausland. „Das wäre gerade für süddeutsche Familien Richtung Italien, Frankreich oder Adria ein echter Mehrwert und würde dem klimafreundlichen Familienurlaub auf der Schiene endlich europäische Reichweite geben.“
Der Pro-Bahn-Chef hat auch die abgeschaffte Familienreservierung noch nicht aufgegeben. „Bisher haben wir damit bei der DB auf Granit gebissen. Umso bemerkenswerter ist, dass beim jetzt angekündigten Familienticket die Sitzplatzreservierung wieder inklusive ist.“ Das sei die stillschweigende Bestätigung, dass die gemeinsame Platzbuchung für Familien zentral sei. „Wir werden das Thema gegenüber DB und Bundesverkehrsministerium weiter verfolgen“, sagte Iffländer der .
Bahn-Chefin Evelyn Palla hatte zuvor eine besonders günstige Urlaubsfamilienflatrate für die Sommerferien angekündigt. Zum Pauschalpreis von 99,99 Euro soll eine ganze Familie mit bis zu fünf Personen mit Fernverkehrszügen hin und zurück verreisen können, die Sitzplatzreservierung ist in dem Preis inklusive. Das neue Angebot ist aber erst ab Mitte Juni buchbar und gilt dann in ganz Deutschland bis zum Ende der bayerischen Schulferien Mitte September.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Familienabteil bei der Deutschen Bahn (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Lukas Iffländer, Evelyn Palla
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Pro Bahn, Deutsche Bahn, Bundesverkehrsministerium
Wann ist das Ereignis passiert?
Mitte Juni bis Mitte September.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die beschriebenen Ereignisse finden hauptsächlich in Deutschland statt, insbesondere in Bezug auf die Deutsche Bahn und die Kritik des Fahrgastverbands "Pro Bahn". Es wird auch auf Reisen ins benachbarte Ausland (wie Italien und Frankreich) verwiesen, insbesondere für süddeutsche Familien.
Worum geht es in einem Satz?
Der Fahrgastverband "Pro Bahn" kritisiert die verspätete Einführung des neuen Familientickets der Deutschen Bahn, das Familien beim Planen ihres Sommerurlaubs nicht rechtzeitig hilft, und fordert zudem ein vergleichbares Angebot für Reisen ins benachbarte Ausland.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Einführung eines neuen Familientickets durch die Deutsche Bahn
- Kritische Einschätzung des Fahrgastverbands „Pro Bahn“
- Zeitlicher Rahmen der Buchungsmöglichkeiten ab Mitte Juni bis Mitte September
- Planung von Familienurlauben typischerweise im Winter oder Frühjahr
- Vorherige Buchungen von regulären Spartickets durch Familien
- Für viele Familien späte Bekanntgabe des Aktionsangebots
- Unzureichendes Angebot für Reiseziele im benachbarten Ausland
- Abgeschaffte Familienreservierung und Wiederaufnahme der Sitzplatzreservierung im neuen Angebot
- Ankündigung einer günstigen Urlaubsfamilienflatrate von Bahn-Chefin Evelyn Palla
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Pro Bahn kritisiert Regeln für neues Familienticket
- Verbandschef Lukas Iffländer bezeichnet Ausführung als mangelhaft
- Buchung erst ab Mitte Juni, gilt nur bis Mitte September
- Familien planen Sommerurlaub frühzeitig, Angebot kommt zu spät
- Viele haben bereits reguläre Spartickets zu höheren Preisen gekauft
- Familien fühlen sich veräppelt wegen besserem Angebot bei späterer Buchung
- 99,99 Euro günstiges Angebot gilt vor allem für lange Strecken
- Bedarf an Familienangebot für internationale Verbindungen
- Forderung nach Familienreservierung, die bisher abgeschafft war
- DB und Bundesverkehrsministerium werden weiterhin in die Pflicht genommen
- Bahn-Chefin announces family flat rate for summer vacations.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Kritik an Regeln für das neue Familienticket
- Aktionsangebot kommt zu spät für viele Familien
- Unzufriedenheit bei Familien, die frühzeitig reguläre Spartickets gekauft haben
- Gefühl der Täuschung bei betroffenen Familien
- Angebot berücksichtigt nicht Reisen ins benachbarte Ausland
- Bedarf an einem vergleichbaren Familienangebot für internationale Verbindungen
- Weiterverfolgung des Themas der Familienreservierung bei der DB
- Bestätigung der Bedeutung von gemeinsamer Platzbuchung für Familien
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird die Stellungnahme von Lukas Iffländer, dem Verbandschef von "Pro Bahn", zitiert. Er äußert sich kritisch zu den Regeln für das neue Familienticket und sagt: "Die Idee ist gut, die Ausführung mangelhaft."
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