Innenminister sieht Deutschland im Fokus von Cyberkriminellen

Innenminister sieht Deutschland im Fokus von Cyberkriminellen

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Cybercrime-Bedrohung in Deutschland 2025

Berlin () – Die Bedrohung durch Cybercrime in Deutschland bleibt auf hohem Niveau. Als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt sei das Land weiterhin eines der wichtigsten Angriffszielen im Cyberraum, teilte Innenminister Alexander Dobrindt am Dienstag bei Vorstellung des „Bundeslagebild Cybercrime 2025“ mit.

Besonders schwere Cyberdelikte sowie Angriffe auf Unternehmen, Behörden und kritische Infrastrukturen nehmen demnach zu. Das geschätzte Schadensvolumen für die deutsche Wirtschaft liegt bei 202,4 Milliarden Euro und entspricht damit rund 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. 2025 wurden rund 334.000 Fälle von Cybercrime im engeren Sinne registriert. Zwei Drittel der Taten (207.888) wurden aus dem Ausland oder von unbekannten Tatorten aus begangen. Die tatsächliche Bedrohung dürfte aufgrund eines erheblichen Dunkelfeldes deutlich höher liegen, hieß es am Dienstag.

Der Bundesinnenminister will darauf nach eigenen Worten mit „mehr Härte“ reagieren, es solle „mehr Befugnisse, mehr Schlagkraft für unsere Sicherheitsbehörden“ geben und der Staat dürfe im digitalen Raum nicht Zuschauer sein. „Wir sorgen dafür, dass unsere Ermittler technisch und rechtlich auf Augenhöhe mit den Tätern handeln und zurückschlagen können.“

BKA-Vizepräsidentin Martina Link sagte: „Unsere erfolgreichen Maßnahmen gegen Cybercrime zeigen, dass polizeiliches Handeln wirkt – sie dürfen jedoch nicht über die weiterhin hochdynamische Bedrohungslage im Cyberraum hinwegtäuschen. Cyberkriminelle passen ihre Methoden kontinuierlich an und erhöhen damit den Druck auf Staat, Wirtschaft und Gesellschaft.“ Angesichts dessen sei es von entscheidender Bedeutung, dass auch die Behörden sich ständig weiterentwickelten. „Als BKA sind wir bereit, unsere Fähigkeiten auch im Bereich der Gefahrenabwehr einzubringen, um die Sicherheit im Cyberraum zu erhöhen und die Bevölkerung zu schützen.“

2025 wurden 1.041 Ransomware-Angriffe angezeigt – ein Anstieg um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders betroffen sind Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Die durchschnittlichen Lösegeldzahlungen stiegen deutlich an, die Gesamtsumme lag bei rund 15,5 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig zahlen immer weniger Betroffene Lösegeld, was auf eine höhere Resilienz vieler Unternehmen hindeutet. Mit der internationalen „Operation Endgame“ wurden erneut wesentliche Malware-Familien, die als Einfallstor für Ransomware-Angriffe genutzt werden, unschädlich gemacht und Tatverdächtige identifiziert.

Die Zahl der Überlastungsangriffe (sog. DDoS-Angriffe) stieg 2025 um 25 Prozent auf 36.706 Fälle. DDoS-Angriffe seien auch der bevorzugte „Modus Operandi“ hacktivistischer Akteure, heißt es im Jahresbericht. Eine zentrale Rolle spielte demnach die hacktivistische Gruppierung „NoName057(16)“, die insbesondere im Zusammenhang mit der Unterstützung Deutschlands für die Ukraine Angriffe auf deutsche Einrichtungen ausführte. Besonders betroffen waren Behörden, Verwaltungen sowie Verkehrs- und Logistikunternehmen. Im Rahmen der „Operation Eastwood“ konnten Teile der Infrastruktur der Gruppierung zerschlagen und internationale Haftbefehle erwirkt werden. Auch mit der „Operation PowerOFF“ gingen Sicherheitsbehörden nach eigenen Angaben erfolgreich gegen sogenannte „Stresserdienste“ vor, die gezielt für Überlastungsangriffe genutzt wurden.

KI-basierte Werkzeuge gewinnen nach Ansicht der Behörden im Bereich Cybercrime zunehmend an Bedeutung. Cyberkriminelle nutzen demnach KI, um Angriffe schneller, gezielter und professioneller durchzuführen. Gleichzeitig eröffnen KI-Technologien neue Möglichkeiten für die IT-Sicherheit und die frühzeitige Erkennung von Schwachstellen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Alexander Dobrindt am 12.05.2026

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Alexander Dobrindt, Martina Link

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundesinnenminister, BKA, Martina Link, NoName057(16)

Wann ist das Ereignis passiert?

Das beschriebene Ereignis fand am 12. Mai 2026 statt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Die Bedrohung durch Cybercrime in Deutschland bleibt laut Innenminister Alexander Dobrindt auf einem hohen Niveau, mit einem geschätzten Schadensvolumen von 202,4 Milliarden Euro und einem Anstieg von Ransomware- und DDoS-Angriffen, was eine dringende Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen und Befugnisse für die Behörden erforderlich macht.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Hohe Bedrohung durch Cybercrime in Deutschland
  • Deutschland als drittgrößte Volkswirtschaft und wichtiges Angriffsziel
  • Anstieg schwerer Cyberdelikte und Angriffe auf Unternehmens- und Infrastruktur
  • Geschätztes Schadensvolumen von 202,4 Milliarden Euro
  • Hohe Dunkelziffer nicht registrierter Cybercrime-Fälle
  • Steigende Anzahl von Ransomware-Angriffen
  • Zunahme der DDoS-Angriffe um 25 Prozent
  • Aktive Rolle hacktivistischer Gruppen, insbesondere "NoName057(16)"
  • Einsatz von KI durch Cyberkriminelle und Sicherheitsbehörden

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Nein.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Hohe Bedrohung durch Cybercrime
  • Zunahme schwerer Cyberdelikte
  • Anstieg der Angriffe auf Unternehmen, Behörden und kritische Infrastrukturen
  • Geschätztes Schadensvolumen von 202,4 Milliarden Euro
  • Über 334.000 registrierte Cybercrime-Fälle
  • Hoher Anteil der Taten aus dem Ausland oder unbekannten Orten
  • Erhöhte Dringlichkeit für Sicherheitsbehörden zur Weiterentwicklung
  • Anstieg der Ransomware-Angriffe um 10 Prozent
  • Höhere Resilienz vieler Unternehmen gegenüber Lösegeldforderungen
  • Anstieg der DDoS-Angriffe um 25 Prozent
  • Betroffene Institutionen sind Behörden und Verkehrs- sowie Logistikunternehmen
  • Zerschlagung von hacktivistischen Infrastrukturen durch Sicherheitsbehörden
  • Zunehmende Bedeutung von KI im Cybercrime
  • Neue Möglichkeiten für IT-Sicherheit durch KI технологий

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Innenminister Alexander Dobrindt zitiert, sowie eine Aussage von BKA-Vizepräsidentin Martina Link, die auf die dynamische Bedrohungslage im Cyberraum hinweist und die Notwendigkeit betont, dass Behörden sich ständig weiterentwickeln müssen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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