Politik in Berlin: Wegner plädiert für Vermögensteuer
Berlin () – Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hält eine Vermögensteuer für unumgänglich. Deutschland brauche ein Gesamtpaket aus Steuerreform, Subventionsabbau und einem Beitrag der Vermögenden, sagte Wegner der Sendung „Frühstart“ von RTL und ntv am Dienstag.
Man werde nicht umhinkommen, auch an der Vermögensteuer etwas zu tun, damit Menschen, die deutlich mehr Geld hätten, im Solidarprinzip einen Beitrag leisteten.
Zugleich forderte Wegner, die Steuerreform müsse zu spürbaren Entlastungen führen. Die Menschen wüssten teils nicht mehr, wie sie ihren Wocheneinkauf finanzieren sollten, sagte er mit Blick auf deutlich gestiegene Lebensmittelpreise.
Konkrete Einkommensgrenzen für höhere Steuersätze nannte Wegner nicht. Er warnte jedoch davor, Facharbeiter oder mittelständische Betriebe stärker zu belasten.
Es könne nicht sein, dass ein Facharbeiter oder der Bäckermeister den Spitzensteuersatz zahle; Leistung müsse sich lohnen. Im Fokus müssten Spitzeneinkommen und Menschen mit wirklich hohen Vermögen stehen, die sich stärker einbringen sollten.
Damit stellt sich Wegner in einem zentralen Punkt gegen die bisherige Linie seiner Partei: Die CDU lehnt eine Vermögenssteuer ab, auch CDU-Parteichef und Bundeskanzler Friedrich Merz hat eine solche Abgabe immer wieder ausdrücklich zurückgewiesen.
Die SPD hingegen tritt seit Jahren für die Wiedereinführung einer Vermögensteuer ein.
In Artikel 106 des Grundgesetzes ist festgelegt, dass das Aufkommen aus der Vermögensteuer den Ländern zusteht. Diese wird seit 1997 nicht mehr erhoben, nachdem das Bundesverfassungsgericht die damalige Berechnungsmethode für verfassungswidrig erklärt hatte.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Kai Wegner (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Kai Wegner, Friedrich Merz
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Hier sind die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen:
CDU, RTL, ntv, SPD, Bundesverfassungsgericht, Grundgesetz
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Berlins Bürgermeister Kai Wegner (CDU) fordert eine Vermögensteuer, um vermögende Personen stärker zur Finanzierung des Solidarprinzips heranzuziehen, und plädiert für spürbare Steuerreformen zur Entlastung der Bürger, was im Widerspruch zur bisherigen CDU-Position steht.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Anstieg der Lebensmittelpreise
- Forderung nach Steuerreform
- Debatte über Vermögensteuer
- Unterschiedliche Positionen innerhalb der CDU
- SPD fordert Wiedereinführung der Vermögensteuer
- Bisherige Abschaffung der Vermögensteuer seit 1997
- Verfassungsrechtliche Bedenken bei der Vermögensteuer
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Nicht beschrieben.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Unumgänglichkeit einer Vermögensteuer
- Bedarf an einer Steuerreform und Subventionsabbau
- Beitrag der Vermögenden im Solidarprinzip
- Notwendigkeit spürbarer Entlastungen für die Bürger
- Warnung vor Belastung von Facharbeitern und mittelständischen Betrieben
- Fokussierung auf Spitzeneinkommen und hohe Vermögen
- Abweichung von der bisherigen CDU-Politik
- CDU lehnt Vermögensteuer ab
- SPD fordert Wiedereinführung der Vermögensteuer
- Festlegung im Grundgesetz zur Verteilung des Aufkommens aus der Vermögensteuer
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Kai Wegner zitiert, der eine Vermögensteuer für unumgänglich hält und betont, dass Deutschland ein Gesamtpaket aus Steuerreform, Subventionsabbau und einem Beitrag der Vermögenden benötigt.
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