Wirtschaft: Redispatch-Vorbehalte erhöhen Windenergiekosten
Berlin () – Die von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) geplanten sogenannten Redispatch-Vorbehalte könnten die Förderkosten für die Windenergie um bis zu 40 Milliarden Euro erhöhen. Das geht aus einer internen Berechnung des Umweltbundesamtes (UBA) für das Bundesumweltministerium hervor, über die der Fachinfodienst Tagesspiegel Background berichtet.
Hintergrund ist, dass über den Redispatch-Vorbehalt der Zubau von erneuerbaren Energien in Regionen mit knappen Stromnetzkapazitäten eingeschränkt werden soll. Betreiber neu installierter Wind- oder Solarparks würden dort über zehn Jahre keine Vergütung mehr erhalten, wenn ihre Anlagen bei Netzengpässen abgeregelt werden. Laut UBA führt dies zu erheblichen Erlösausfällen. In den betroffenen Regionen verteuerten sich dadurch neue Windprojekte strukturell, heißt es in einer Mitteilung des UBA an das BMUKN mit Blick auf die Förderung im Rahmen der Erneuerbaren-Vergütung.
Die Behörde erwartet ein sinkendes Angebot in den Windausschreibungen. Der Wettbewerb drohe wieder auf das Jahr 2024 abzusinken. Damals habe der Zuschlagspreis um 1,5 Cent pro Kilowattstunde höher gelegen als in den jüngsten beiden Ausschreiberrunden. Die damit drohenden EEG-Mehrkosten, die aus dem Haushalt zu zahlen sind, betragen laut UBA bis zu rund 40 Milliarden Euro, allein für die in den Jahren 2027 bis 2030 geplanten Wind-Ausschreibungen.
Der sogenannte Redispatch-Vorbehalt ist Teil eines Gesetzespakets zum Stromnetz aus dem Bundeswirtschaftsministerium, das aktuell zwischen den Bundesministerien abgestimmt wird. Es soll am 20. Mai im Kabinett verabschiedet werden.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Katherina Reiche
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Bundeswirtschaftsministerium, Katherina Reiche, CDU, Umweltbundesamt (UBA), Bundesumweltministerium, Tagesspiegel Background, BMUKN.
Wann ist das Ereignis passiert?
Das beschriebene Ereignis fand am 20. Mai statt, an dem das Gesetzespaket zum Stromnetz im Kabinett verabschiedet werden soll.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Die geplanten Redispatch-Vorbehalte von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche könnten laut einer internen Berechnung des Umweltbundesamtes die Förderkosten für Windenergie um bis zu 40 Milliarden Euro erhöhen, da der Zubau erneuerbarer Energien in Regionen mit geringen Stromnetzkapazitäten eingeschränkt wird.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Geplante Einführung von Redispatch-Vorbehalten durch das Bundeswirtschaftsministerium
- Ziel: Einschränkung des Zubaus erneuerbarer Energien bei knappen Stromnetzkapazitäten
- Fehlende Vergütung für Betreiber neu installierter Wind- oder Solarparks bei Netzengpässen
- Interne Berechnung des Umweltbundesamtes (UBA) zeigt erhebliche Erlösausfälle
- Erhöhung der Förderkosten für Windenergie um bis zu 40 Milliarden Euro
- Gefahr eines sinkenden Angebots in Windausschreibungen
- Historischer Vergleich der Zuschlagspreise in Windausschreibungen seit 2024
- Teil eines Gesetzespakets zum Stromnetz, abgestimmt zwischen Bundesministerien
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Bundeswirtschaftsministerium plant Redispatch-Vorbehalte
- UBA-Berechnung: Förderkosten für Windenergie könnten um bis zu 40 Milliarden Euro steigen
- Redispatch-Vorbehalt soll Zubau erneuerbarer Energien bei knappen Netzkapazitäten einschränken
- Betreiber neuer Wind/Solarparks erhalten bei Abregelung über zehn Jahre keine Vergütung
- Erwarteter Rückgang des Angebots in Windausschreibungen
- Wettbewerb könnte auf Niveau von 2024 zurückfallen, höhere Zuschlagspreise
- Drohende EEG-Mehrkosten aus dem Haushalt bis zu 40 Milliarden Euro für 2027-2030
- Gesetzespaket zum Stromnetz wird zwischen Bundesministerien abgestimmt, Kabinettsverabschiedung am 20. Mai
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Erhöhung der Förderkosten für Windenergie um bis zu 40 Milliarden Euro
- Erlösausfälle für Betreiber neu installierter Wind- oder Solarparks
- Verteuerung neuer Windprojekte in betroffenen Regionen
- Sinkendes Angebot in den Windausschreibungen
- Wettbewerbsniveau könnte auf Jahr 2024 zurückfallen
- Drohende EEG-Mehrkosten von bis zu 40 Milliarden Euro für Jahre 2027 bis 2030
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