Außenpolitik: Schröder als Vermittler im Ukraine-Konflikt
Berlin () – SPD-Außenpolitiker zeigen sich offen für Wladimir Putins Vorschlag, Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder als Vermittler im Ukraine-Krieg einzusetzen. „Jedes Angebot muss ernsthaft geprüft werden, wie verlässlich es ist“, sagte Adis Ahmetovic, außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, dem „Spiegel“.
Man könne nicht akzeptieren, dass allein die USA und Russland über die Zukunft der Ukraine und der europäischen Sicherheit entscheiden, sagte Ahmetovic. Ziel müsse es sein, mit am Verhandlungstisch zu sitzen. „Wenn eine Bedingung dafür ist, den ehemaligen deutschen Bundeskanzler zu beteiligen, sollte das in enger Abstimmung mit unseren europäischen Partnern abgewägt und im Vorfeld nicht sofort kategorisch ausgeschlossen werden.“ Ein erster Test der Glaubwürdigkeit wäre eine verlängerte Waffenruhe, die für beide Seiten gelte.
Putin hatte nach der Siegesparade zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Moskau gesagt, er könne sich von europäischer Seite Schröder als Vermittler in den Verhandlungen mit der Ukraine vorstellen. „Von allen europäischen Politikern würde ich Gespräche mit Schröder bevorzugen“, sagte Putin.
Auch der SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner plädiert dafür, Putins Vorschlag zu prüfen. „Ich begrüße jede Initiative, die den Krieg beenden könnte“, sagte Stegner dem „Spiegel“. Bislang sei Europa nicht an den Verhandlungen beteiligt und könne keine Vorschläge machen. Wenn das über jemand wie Schröder gelingen würde, wäre es fahrlässig, das auszuschlagen.
„Wenn man nicht will, dass Putin und Trump allein über die Zukunft der Ukraine entscheiden, muss man jede Chance nutzen. Auch wenn sie noch so klein ist“, so Stegner. Entscheidend sei, dass es kein Ergebnis ohne die Zustimmung der Ukraine geben dürfe.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Gerhard Schröder (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Gerhard Schröder, Wladimir Putin, Adis Ahmetovic, Ralf Stegner
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
SPD, dts Nachrichtenagentur, USA, Russland, Ukraine, Ralf Stegner, Wladimir Putin, Adis Ahmetovic.
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin, Moskau
Worum geht es in einem Satz?
SPD-Außenpolitiker unterstützen Wladimir Putins Vorschlag, Gerhard Schröder als Vermittler im Ukraine-Krieg einzusetzen, um Europa erfolgreich in die Verhandlungen einzubinden und den Konflikt zu beenden.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Wladimir Putins Vorschlag für Gerhard Schröder als Vermittler
- Interesse von SPD-Außenpolitikern an Verhandlungsmöglichkeiten
- Wahrnehmung, dass USA und Russland die Zukunft der Ukraine bestimmen
- Ziel, europäische Beteiligung an den Verhandlungen zu stärken
- Notwendigkeit einer Waffenruhe als Test der Glaubwürdigkeit
- Mangelnde europäische Einbindung in aktuelle Verhandlungen
- Wunsch nach Beendigung des Krieges und Nutzung aller Möglichkeiten
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- SPD-Außenpolitiker zeigen Offenheit für den Vorschlag Putins bezüglich Gerhard Schröder als Vermittler
- Adis Ahmetovic betont Notwendigkeit, Angebote ernsthaft zu prüfen
- Ablehnung, dass nur USA und Russland über die Ukraine und europäische Sicherheit entscheiden
- Forderung nach europäischer Einbindung und Abstimmung im Voraus
- Ralf Stegner unterstützt Prüfung des Vorschlags zur Kriegsbeendigung
- Europa war bisher nicht in Verhandlungen involviert
- Wichtigkeit der Zustimmung der Ukraine zu den Ergebnissen
- Möglichkeit einer verlängerten Waffenruhe als erster Test der Glaubwürdigkeit
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Offenheit für den Vorschlag, Schröder als Vermittler einzusetzen
- Ernsthafte Prüfung des Vorschlags
- Notwendigkeit, mit europäischen Partnern abzustimmen
- Zielsetzung, am Verhandlungstisch zu sitzen
- Test der Glaubwürdigkeit durch verlängerte Waffenruhe
- Vorschlag könnte Kriegsbeendigung unterstützen
- Einbeziehung Europas in Verhandlungen
- Nutzung jeder Chance zur Einflussnahme auf Verhandlungen
- Ergebnis darf ohne Zustimmung der Ukraine nicht erfolgen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Adis Ahmetovic, dem außenpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, sowie von Ralf Stegner, einem weiteren SPD-Außenpolitiker, zitiert. Ahmetovic erklärt, dass jedes Angebot ernsthaft geprüft werden müsse, während Stegner betont, dass er jede Initiative begrüße, die den Krieg beenden könnte.
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