Handwerkspräsident warnt vor Belastung von Gutverdienern bei Steuerreform

Handwerkspräsident warnt vor Belastung von Gutverdienern bei Steuerreform

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Wirtschaftspolitik in Berlin: Steuerreform im Fokus

Berlin () – Handwerkspräsident Jörg Dittrich hat vor einer Belastung der Gutverdiener bei der geplanten Steuerreform gewarnt. Viele Unternehmen seien Personenunternehmen, bei denen die Einkommensteuer zugleich die Unternehmenssteuer sei, sagte Dittrich der „Bild am Sonntag“.

Wenn dann gesagt werde, wer sechsstellig verdiene, könne mehr abgeben, treffe das direkt die Leistungsträger. Während über Entlastungen bei der Körperschaftsteuer gesprochen werde, stünden im Handwerk „drei Viertel der Betriebe“ als Personenunternehmen außen vor. „Und die stehen im Regen und sollen mehr bezahlen. Wir machen es noch schlechter für die.“

Dittrich sprach sich dafür aus, die Steuerpolitik stärker an Leistungsanreizen auszurichten. Er höre häufig den Vorwurf, nicht nur von Selbstständigen, sondern auch von Vorarbeitern, Leistungsträgern und angestellten Facharbeitern: Wenn ich mehr arbeite, habe ich nichts davon. Eine Reform müsse daher das Signal setzen, dass sich Leistung wieder lohne. Es könne zwar sein, dass mehr Belastung notwendig sei für jemanden, sagte Dittrich. „Aber bitte nicht für die Leistungsträger, die unternehmerisch in die Verantwortung gehen und von denen wir hoffen, dass sie investieren. Wie sollen sie das machen, wenn wir ihnen das Geld vorher wegnehmen?“

Mit Blick auf die Finanzierung der Sozialversicherungssysteme mahnte Dittrich strukturelle Reformen an. Arbeit sei zu stark mit Steuern und Abgaben belastet. Dadurch würden Leistungen zu teuer und unterblieben. „Und Leistungen, die nicht stattfinden, bringen auch keine Sozialabgaben. Das ist eine Todesspirale.“

In der Arbeitszeitdebatte plädierte Dittrich für mehr Flexibilität. Für Gewerkschaften sei der 8-Stunden-Tag ein zentraler Wert. Der Wunsch nach mehr Flexibilität komme aber oft von den Beschäftigten selbst. Wenn Mitarbeiter zeitweise länger arbeiten und dafür später mehr Freizeit wollten, „sollte man das ausprobieren dürfen“. Zugleich müsse bei Missbrauch gegengesteuert werden. „Aber in einer stagnierenden Wirtschaft sollten wir neue Wege gehen und mehr Flexibilität zulassen.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Bundesministerium der Finanzen (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Jörg Dittrich

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Bundesministerium der Finanzen, dts Nachrichtenagentur, Bild am Sonntag, Handwerkspräsident Jörg Dittrich, Gewerkschaften

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die beschriebenen Ereignisse finden in Berlin statt.

Worum geht es in einem Satz?

Handwerkspräsident Jörg Dittrich warnt vor einer Belastung der Gutverdiener durch die geplante Steuerreform, da viele Unternehmen als Personenunternehmen organisiert sind und die Steuerlast damit die Leistungsträger direkt trifft; er fordert eine Reform, die Leistungsanreize setzt und die Steuer- sowie Abgabenlast auf Arbeit reduziert, um Investitionen zu fördern.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Warnung vor Belastung der Gutverdiener bei Steuerreform
  • Viele Unternehmen sind Personenunternehmen
  • Einkommensteuer ist zugleich Unternehmenssteuer
  • Betroffene seien Leistungsträger
  • Anspruch auf Entlastungen für Körperschaftsteuer
  • Personenunternehmen im Handwerk außen vor
  • Forderung nach leistungsorientierter Steuerpolitik
  • Kritik an der mangelnden Belohnung für Mehrarbeit
  • Notwendigkeit struktureller Reformen für Sozialversicherungssysteme
  • Hohe Steuer- und Abgabenlast auf Arbeit
  • Wunsch nach mehr Flexibilität in der Arbeitszeitgestaltung

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Handwerkspräsident Jörg Dittrich warnt vor Belastungen für Gutverdiener bei Steuerreform
  • Viele Unternehmen sind Personenunternehmen, Einkommensteuer ist Unternehmenssteuer
  • Kritik an der Aussage, dass sechsstellig Verdienende mehr abgeben können
  • Drei Viertel der Betriebe im Handwerk als Personenunternehmen betroffen
  • Forderung nach Leistungsanreizen in der Steuerpolitik
  • Vorwurf, dass mehr Arbeit nicht belohnt wird
  • Reform soll Signal setzen, dass Leistung sich lohnt
  • Mahnung zu strukturellen Reformen für die Sozialversicherungssysteme
  • Arbeitsbelastung durch Steuern und Abgaben als problematisch angesehen
  • Plädoyer für mehr Flexibilität in der Arbeitszeitgestaltung
  • Vorschlag, Wünsche der Beschäftigten nach mehr Freizeit nach längeren Arbeitszeiten zu berücksichtigen
  • Notwendigkeit, Missbrauch zu verhindern und neue Wege in stagnierender Wirtschaft zu gehen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Belastung der Gutverdiener
  • Direktes Treffen der Leistungsträger
  • Benachteiligung von Personenunternehmen im Handwerk
  • Verschlechterung der Bedingungen für Betriebe
  • Signal, dass sich Leistung nicht lohnt
  • Einschränkung der Investitionsfähigkeit der Leistungsträger
  • Notwendigkeit struktureller Reformen für Sozialversicherungssysteme
  • Teuerung von Leistungen durch hohe Steuern und Abgaben
  • Fehlende Sozialabgaben durch ungenutzte Leistungen
  • "Todesspirale" in der Finanzierung der Sozialversicherungssysteme
  • Wunsch nach mehr Flexibilität in der Arbeitszeit
  • Notwendigkeit von Maßnahmen gegen Missbrauch
  • Erforderlichkeit neuer Wege in einer stagnierenden Wirtschaft

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Handwerkspräsident Jörg Dittrich zitiert, in der er vor einer Belastung der Gutverdiener bei der geplanten Steuerreform warnt und sich für eine Steuerpolitik ausspricht, die Leistungsanreize schafft.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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