Wirtschaft: Dax verliert deutlich in Frankfurt
Frankfurt/Main () – Am Donnerstag hat der Dax deutlich nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.664 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,0 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Bis zum frühen Nachmittag schwankte der Dax um den Schlussstand vom Mittwoch. Anschließend drehte er klar ins Minus.
„Der heutige Börsentag in Frankfurt hat gezeigt, dass die Anleger die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten bislang nicht als Freifahrtschein für den Dax sehen, um bereits das Allzeithoch wieder anlaufen zu können“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Zu viel Porzellan wurde zerschlagen und die mittel- bis langfristigen Auswirkungen des Krieges auf die Konjunktur sind vollkommen offen.“
Bislang hätten die Unternehmen einen Großteil der bisherigen Energiepreisanstiege weggedrückt und nicht direkt an die Konsumenten weitergereicht, erklärte der Analyst. „Doch diese Entwicklung dürfte sich mit fortwährendem Verweilen der Ölpreise auf dem hohen Preisniveau in den kommenden Monaten abschwächen. Es gibt bereits einige erkennbare Auswirkungen, zum Beispiel im Flugverkehr, und weitere Zweitrundeneffekte könnten folgen“, warnte er. „Der Dax befindet sich in einer Sondersituation, da vorrangig die Entwicklungen an den Energiemärkten auf die aktuelle Kursentwicklung einzahlen. Die Ölpreise befinden sich zwar im Rückwärtsgang, notieren jedoch immer noch auf wesentlich höheren Kursniveaus als vor dem Ausbruch des Iran-Kriegs.“
Die Nachricht, dass es sich nur noch um Stunden handeln soll, bis die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr geöffnet werde, halte zwar die Hoffnung auf eine nachhaltige Entspannung in der Region am Leben. „Aber auch hier ist zu befürchten, dass die Investoren mit ausgedehnteren Gewinnmitnahmen antworten, da sich dann ein weiterer Belastungsfaktor auflösen würde und neue positive Handelsimpulse rarer werden“, so Lipkow.
Kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Henkel, FMC und Continental an der Spitze der Kursliste in Frankfurt. Das Schlusslicht bildeten die Rheinmetall-Aktien.
Unterdessen sank der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Juni kostete 43 Euro und damit ein Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund neun bis elf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Der Ölpreis sank stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 98,33 US-Dollar, das waren 1.154 Cent oder 10,5 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1764 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8501 Euro zu haben.
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Frankfurter Börse |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Andreas Lipkow
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
CMC Markets, Henkel, FMC, Continental, Rheinmetall
Wann ist das Ereignis passiert?
Das beschriebene Ereignis fand am Donnerstag statt. Ein genaues Datum wird nicht erwähnt.
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Frankfurt/Main
Worum geht es in einem Satz?
Am Donnerstag fiel der Dax um 1,0 Prozent auf 24.664 Punkte, während Anleger angesichts der geopolitischen Unsicherheiten im Nahen Osten und den anhaltend hohen Energiekosten vorsichtig blieben.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Rückgang des Dax um 1,0 Prozent
- Volatilität im Handelsverlauf
- Negative Marktreaktion auf Entwicklungen im Nahen Osten
- Unsicherheiten über die Auswirkungen des Krieges auf die Konjunktur
- Hohe Energiepreise und deren Einfluss auf Unternehmen
- Schwankende Ölpreise trotz Rückgang
- Erwartete Öffnung der Straße von Hormus
- Gewinnmitnahmen durch Investoren
- Anstieg des Gaspreises
- Rückgang des Ölpreises
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
Nein.
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Dax nachgelassen
- Index bei 24.664 Punkten
- Minus von 1,0 Prozent
- Anleger sehen Entwicklungen im Nahen Osten kritisch
- Unsicherheit über mittel- bis langfristige Auswirkungen des Krieges auf die Konjunktur
- Erkennbare Auswirkungen im Flugverkehr
- Mögliche Zweitrundeneffekte
- Dax in Sondersituation
- Hohe Ölpreise beeinflussen Kursentwicklung
- Ölpreise aktuell höher als vor dem Iran-Krieg
- Gewinnmitnahmen der Investoren möglich
- Papiere von Henkel, FMC und Continental gestiegen
- Rheinmetall-Aktien am Schlusslicht
- Gaspreis gesunken
- Verbraucherpreis möglicherweise bei neun bis elf Cent pro kWh
- Ölpreis stark gesunken
- Euro etwas stärker im Vergleich zum Dollar
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, kommentiert die Entwicklungen an der Börse und die Auswirkungen des Krieges auf die Konjunktur.
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