Wirtschaft: EU-Fusionspolitik im Fokus Berliner Debatte
Berlin () – Der Vorsitzende der Monopolkommission, Tomaso Duso, hat die Pläne der EU-Kommission, die Leitlinien für Unternehmensfusionen zu lockern, deutlich kritisiert.
„Das Argument, Europa brauche Fusionen zu Megakonzernen, um global konkurrenzfähig zu sein, klingt auf den ersten Blick überzeugend, ist aber empirisch nicht belegt“, sagte Duso dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagausgaben). Die Konzentration auf wenige Großkonzerne schwäche hingegen langfristig die Innovationsdynamik und schaffe neue wirtschaftliche Abhängigkeiten.
Er verwies auf die ursprünglich geplante Fusion von Siemens und Alstom, die zu einem europäischen Champion im Wettbewerb mit dem chinesischen Unternehmen CRRC hätte führen sollen, die jedoch von der EU-Kommission untersagt wurde. Heute hätten beide Unternehmen unabhängig voneinander ihre internationale Position gestärkt und CRRC sei nach wie vor kaum in Europa präsent. „Starker Wettbewerb innerhalb Europas schließt internationale Wettbewerbsfähigkeit also nicht aus, sondern fördert sie“, erklärte der Ökonom.
Duso kritisierte, dass Fusionen künftig zwar stärker mit Kosteneinsparungen begründet werden könnten, diese aber nicht an Kunden weitergegeben würden. „Die Gefahr ist real“, sagte er. Wenn Fusionen zu stärkerer Marktkonzentration führten, fehle der Druck, Kosteneinsparungen in Form niedrigerer Preise weiterzugeben. In der Praxis beobachte man häufig, dass Synergien vor allem durch Stellenabbau realisiert würden, während die Verbraucher leer ausgingen, so Duso. Der Ökonom forderte, dass Unternehmen belastbar und konkret nachweisen müssten, dass diese Gewinne tatsächlich an Konsumenten weitergegeben würden – mit echten Investitionsplänen und empirischer Evidenz, nicht mit vagen Versprechen auf dem Papier.
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du gut in Tic Tac Toe? 👍
Spielername und geheimes Wort gehören zusammen. Das Captcha wird nur beim ersten autorisierten Spiel für diese Kombination in diesem Browser abgefragt.
Top 3
| Platz | Name | Punkte | Siege |
|---|---|---|---|
| Lade Rangliste ... | |||
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | EU-Fahne (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Tomaso Duso, Siemens, Alstom, CRRC.
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
Monopolkommission, EU-Kommission, Siemens, Alstom, CRRC, Redaktionsnetzwerk Deutschland
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Der Vorsitzende der Monopolkommission, Tomaso Duso, kritisiert die geplanten Lockerungen der EU-Kommission bei Unternehmensfusionen, da diese nicht empirisch belegt sind und die Innovationsdynamik sowie den Wettbewerb langfristig schwächen könnten.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Pläne der EU-Kommission zur Lockerung der Leitlinien für Unternehmensfusionen
- Argument der globalen Wettbewerbsfähigkeit durch Fusionen
- Kritische Äußerungen des Vorsitzenden der Monopolkommission über empirische Belege
- Frühere Fusion von Siemens und Alstom, die untersagt wurde
- Anstieg von Kosteneinsparungen ohne Preissenkungen für Kunden
- Mangelnder Druck auf Unternehmen zur Weitergabe von Preisvorteilen an Verbraucher
- Fokussierung auf Synergien durch Stellenabbau bei Fusionen
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Tomaso Duso kritisiert Pläne der EU-Kommission zur Lockerung der Fusion-Leitlinien
- Argument der globalen Wettbewerbsfähigkeit nicht empirisch belegt
- Konzentration auf Großkonzerne schwächt Innovationsdynamik
- Beispiel Siemens und Alstom: Untersagte Fusion führte zu individueller Stärkung
- Starker Wettbewerb fördert internationale Wettbewerbsfähigkeit
- Fusionen könnten Kosteneinsparungen nicht an Kunden weitergeben
- Befürchtung, Synergien durch Stellenabbau und nicht durch niedrigere Preise realisiert
- Forderung nach belastbarem Nachweis der Weitergabe von Gewinnen an Kunden
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Kritische Stellungnahme zur Lockerung der Fusionsleitlinien
- Schwächung der Innovationsdynamik durch Konzentration auf Großkonzerne
- Schaffung neuer wirtschaftlicher Abhängigkeiten
- Gefahr, dass Kosteneinsparungen nicht an Kunden weitergegeben werden
- Fehlen des Drucks zur Preissenkung bei höherer Marktkonzentration
- Realisierung von Synergien meist durch Stellenabbau
- Verbraucher gehen leer aus
- Notwendigkeit von nachweisbaren, echten Investitionsplänen für Unternehmen
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Tomaso Duso, dem Vorsitzenden der Monopolkommission, zitiert, der die Pläne der EU-Kommission zur Lockerung der Leitlinien für Unternehmensfusionen kritisch beurteilt.
- Kölns Kaderplaner sieht KI als wichtigen Helfer - 30. Juli 2026
- Baum stürzt am Möhnesee auf Jugendgruppe: Zwei Schwerverletzte - 30. Juli 2026
- CSU-Fraktion fordert nach Gespräch mit Streeck Präventionsoffensive gegen Drogen - 30. Juli 2026

