UNHCR: 1,6 Millionen Syrer seit Assad-Sturz zurückgekehrt

UNHCR: 1,6 Millionen Syrer seit Assad-Sturz zurückgekehrt

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Rückkehr von Flüchtlingen in Deutschland

Berlin () – Seit dem Sturz des Assad-Regimes am 8. Dezember 2024 sind laut dem UNHCR bereits 1,614 Millionen Flüchtlinge nach Syrien zurückgekehrt. Das berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf die Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen.

Demnach kehrten aus der Türkei 634.000, aus dem Libanon 621.000 und aus Jordanien 284.000 Syrer bis zum Stand 16. April 2026 in ihr Heimatland zurück. In der UNHCR-Liste wird die Bundesrepublik nicht separat genannt, sondern in einer Gruppe „Sonstige Länder“ mit insgesamt rund 6.100 Rückkehrern geführt.

Um in Deutschland die Grundlage für eine umfangreiche Rückkehr von Syrern zu schaffen, müssten zunächst einige Teilgruppen, für die eine geringe Gefährdung in dem immer noch instabilen Herkunftsland angenommen wird, den sogenannten Widerrufsprüfungen unterzogen werden. Mit diesen stellt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) fest, ob ein anerkannter Asylbewerber noch den in der Vergangenheit erhaltenen Schutztitel benötigt oder nicht. Doch bislang hat das Bamf noch nicht mit den Prüfungen begonnen, wie das Amt der „Welt am Sonntag“ bestätigte. Wie seit vielen Jahren finden sie demnach lediglich „anlassbezogen“ statt, also bei unerlaubten Heimreisen oder schweren Straftaten.

Das Bamf argumentiert: Für die „Widerrufsverfahren ist erforderlich, dass die Veränderung der Lage im Herkunftsland erheblich ist und nicht nur vorübergehend, sondern dauerhaft stattfindet“. Dieses Kriterium könne „erst nach Ablauf einer gewissen Zeit und nach Verstetigung der Verhältnisse“ festgestellt werden. Im jüngsten Länderreport des Amtes vom November wird zwar „seit dem Regierungswechsel tendenziell ein stetiger Abwärtstrend der Gesamtzahl an Konfliktvorfällen“ und dadurch Getöteten festgestellt, doch sei die „wirtschaftliche und humanitäre Lage in Syrien weiterhin desolat“. Auf Anfrage teilte das Bamf mit: „Wann die Lage vor Ort eine Ausweitung der Widerrufsprüfungen zulässt, lässt sich nicht prognostizieren.“

Für den innenpolitischen Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm, ist der „Schutzanspruch für viele Flüchtlinge aus Syrien nach dem Sturz des Assad-Regimes entfallen“. Weil eine Rückkehr für viele Flüchtlinge wieder sicher möglich sei, forderte der CDU-Politiker die Regierung auf: „Deshalb müssen die systematischen Widerrufsprüfungen alsbald beginnen. Und zwar zunächst bei jungen, alleinstehenden und sunnitischen Männern, die Bürgergeld beziehen oder erst seit kürzerer Zeit in Deutschland sind.“ Dazu benötige es kein neues Gesetz, es sei eine „Angelegenheit des laufenden Regierungshandelns“, sagte Throm der „Welt am Sonntag“.

Der Koalitionspartner SPD ist zurückhaltend. Sebastian Fiedler, ihr Obmann im Bundestags-Innenausschuss, sagte der „Welt am Sonntag“: „Die Aufnahme der Widerrufsprüfungen hat für uns nicht Priorität Nummer 1. Zuerst müssen wir es schaffen, die Straftäter zurückzubekommen, da ist noch viel zu tun. Ich bin skeptisch, dass im Bamf die personelle Kapazität besteht, die Schutztitel sehr vieler Syrer neu zu überprüfen. Niemand glaubt, dass Hunderttausende zur Rückkehr verpflichtet werden können, unser Fokus liegt auf der Unterstützung freiwilliger Rückkehr.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Syrer in Deutschland feiern den Sturz von Assad in Syrien (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Alexander Throm, Sebastian Fiedler

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

UNHCR, Welt am Sonntag, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Unionsfraktion, CDU, SPD, Bundestags-Innenausschuss.

Wann ist das Ereignis passiert?

Das beschriebene Ereignis fand am 8. Dezember 2024 statt. Der Zeitraum der Rückkehrer nach Syrien ist bis zum 16. April 2026.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Ereignisse finden in folgenden Orten statt:

- Syrien
- Deutschland
- Türkei
- Libanon
- Jordanien
- Berlin

Worum geht es in einem Satz?

Seit dem Sturz des Assad-Regimes am 8. Dezember 2024 sind laut UNHCR bereits 1,614 Millionen Flüchtlinge nach Syrien zurückgekehrt, gleichzeitig drängt die Unionsfraktion auf Widerrufsprüfungen für Asylbewerber, während die SPD Prioritäten auf die Rückführung von Straftätern legt.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Sturz des Assad-Regimes am 8. Dezember 2024
  • Unruhen und Konflikte in Syrien
  • Fluchtbewegungen von syrischen Bürgern
  • Instabile Sicherheitslage in Syrien
  • Frühere Schutzmaßnahmen für syrische Flüchtlinge
  • Veränderungen in der geopolitischen Situation
  • Internationale Aufmerksamkeit auf Syrien
  • Flüchtlingspolitik in Deutschland

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • UNHCR meldet 1,614 Millionen Rückkehrer nach Syrien seit 8. Dezember 2024
  • Rückkehrerzahlen aus der Türkei, dem Libanon und Jordanien angegeben
  • Deutschland wird in UNHCR-Bericht nicht separat erwähnt
  • Bamf muss Widerrufsprüfungen für Rückkehrer einleiten
  • Bamf hat Prüfungen aufgrund instabiler Lage noch nicht begonnen
  • Argumentiert, dass erhebliche und dauerhafte Veränderungen in Syrien erforderlich sind
  • Innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion fordert systematische Prüfungen
  • SPD-Koalitionspartner zeigt sich skeptisch und priorisiert andere Themen
  • Fiedler äußert Zweifel an Kapazitäten des Bamf für Rückprüfungen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • 1,614 Millionen Flüchtlinge kehren nach Syrien zurück
  • Rückkehr von Syrern aus der Türkei, dem Libanon und Jordanien
  • Notwendigkeit von Widerrufsprüfungen für bestimmte Teilgruppen
  • Bamf startet Widerrufsprüfungen nicht
  • Schutzanspruch für viele Flüchtlinge entfällt
  • Forderung nach Beginn der systematischen Widerrufsprüfungen
  • Rückhaltende Haltung der SPD zur Priorität der Widerrufsprüfungen
  • Skepsis bezüglich der personellen Kapazität im Bamf
  • Fokus auf Unterstützung freiwilliger Rückkehr statt Zwangsrückführung

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm, fordert, dass die systematischen Widerrufsprüfungen baldmöglichst beginnen sollten.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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