Kassenärztliche Bundesvereinigung lehnt Teilkrankschreibung ab

Kassenärztliche Bundesvereinigung lehnt Teilkrankschreibung ab

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Gesundheitspolitik in Deutschland: Teilkrankschreibung umstritten

Berlin () – Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, lehnt die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) geplante Teilkrankschreibung ab. „Das halten wir für einen absurden Ansatz“, sagte Gassen der „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe). „Alle sprechen von Entbürokratisierung – diese Regelung wäre das genaue Gegenteil.“

Für eine Teilzeitkrankschreibung müssten Ärzte „eine Art Gutachten erstellen und dafür viele Details des Arbeitsverhältnisses beleuchten“, so Gassen. „Die genaue Kenntnis von Arbeitsplatz und Arbeitsumständen wäre dafür notwendig. Wie sollen die Kollegen das leisten, vielleicht würfeln?“, fragte er. „Und das alles, obwohl gleichzeitig die Vergütung an allen Ecken gekürzt wird. Das klingt nicht nur wie ein schlechter Witz, das ist auch einer.“

Der KBV-Chef bekräftigte stattdessen seine Forderung nach Karenztagen. „Ich erinnere an unseren Vorschlag, die Karenztage auszubauen und eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erst ab dem vierten Arbeitstag verpflichtend zu machen. Alleine dadurch ließen sich hochgerechnet rund 300 Millionen Euro jährlich sparen. Das wäre ein echter Beitrag zum Bürokratieabbau“, sagte Gassen. Karenztage sind Krankheitstage ohne Lohnfortzahlung.

In Warkens Gesetzentwurf (§44c) ist vorgesehen, dass Ärzte eine „Teilarbeitsunfähigkeit in Höhe von 25, 50 oder 75 Prozent der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit des Versicherten“ feststellen können. Diese Regelung gibt es bereits in Schweden.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Andreas Gassen, Nina Warken

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Nina Warken, CDU, Rheinische Post, Schweden

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Berlin, Schweden

Worum geht es in einem Satz?

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, kritisiert die von Gesundheitsministerin Nina Warken geplante Teilkrankschreibung als bürokratisch und fordert stattdessen die Einführung von Karenztagen zur Verbesserung der Situation.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Ablehnung der geplanten Teilkrankschreibung durch Andreas Gassen
  • Wahrnehmung der Regelung als bürokratisch und ineffizient
  • Notwendigkeit detaillierter Kenntnisse über Arbeitsplatz- und Arbeitsumstände für Ärzte
  • Vorschlag von Karenztagen zur Entlastung der Bürokratie
  • Vergleich der Regelung mit bestehenden Praktiken in Schweden

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Andreas Gassen lehnt die geplante Teilkrankschreibung ab
  • Hält den Ansatz für absurd und bürokratisch
  • Kritik an der Erstellung von Gutachten durch Ärzte
  • Fordert stattdessen Ausbau der Karenztage
  • Vorschlag für Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erst ab dem vierten Tag
  • Einsparpotential von 300 Millionen Euro jährlich durch seinen Vorschlag
  • Teilkrankschreibung bereits in Schweden vorhanden

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Ablehnung der geplanten Teilkrankschreibung
  • Kritik an Bürokratisierung
  • Notwendigkeit von Gutachten durch Ärzte
  • Forderung nach Ausbau der Karenztage
  • Einsparung von rund 300 Millionen Euro jährlich
  • Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung erst ab dem vierten Arbeitstag verpflichtend

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Andreas Gassen, dem Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, zitiert, der die geplante Teilkrankschreibung als "absurden Ansatz" bezeichnet.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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