Politik in Deutschland: Syrien-Rückkehr diskutiert
Berlin () – Die Äußerungen von Kanzler Friedrich Merz (CDU) zur Rückkehr von 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrer stoßen in der Koalition auf deutliche Kritik. „Das Signal solcher Zahlen ist in mehrfacher Hinsicht problematisch“, sagte der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter dem „Handelsblatt“. „Es ist innenpolitisch ungünstig, hohe Erwartungshaltungen zu wecken, auf die rechtspopulistische Parteien dann zurückgreifen können.“ Vielmehr seien jetzt „Vorsicht und strategische Vorausschau“ gefragt.
Auch wirtschaftlich hält Kiesewetter den Vorstoß des Kanzlers für verfehlt. Viele Syrer arbeiteten in Berufen mit Fachkräftemangel. „Wenn diese zurückkehren, haben wir eine Herausforderung“, sagte er. Deutschland sollte ein Interesse daran haben, gut integrierte Syrer im Land zu halten. Ähnlich äußerte sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Hakan Demir. „Der Kanzler hat einfach einen rausgehauen“, sagte der Innenpolitiker dem „Handelsblatt“. Auch er verwies darauf, dass eine Vielzahl von Syrern in Deutschland beschäftigt sei, darunter etliche in sogenannten Engpassberufen wie Gesundheit, Logistik und Gastronomie. „Wenn sie gingen, wäre es fatal für die deutsche Wirtschaft.“
Der SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner verwies vor allem auf die Sicherheitslage in Syrien, die das Auswärtige Amt als „volatil“ einstuft. „Manchmal sollte man eher auf Fachleute hören, als partout mit dem Kopf durch die Wand laufen zu wollen“, sagte Stegner dem „Handelsblatt“. Eine 80-Prozent-Rückkehrquote sei angesichts der Lage in Syrien „nicht von dieser Welt“. „Das könnte auch der Bundeskanzler wissen.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Ahmed al-Scharaa und Friedrich Merz am 30.03.2026 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Friedrich Merz, Roderich Kiesewetter, Hakan Demir, Ralf Stegner, Ahmed al-Scharaa
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
CDU, Handelsblatt, SPD, Auswärtiges Amt
Wann ist das Ereignis passiert?
30.03.2026
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Berlin
Worum geht es in einem Satz?
Die Äußerungen von Kanzler Friedrich Merz zur Rückkehr von 80 Prozent der in Deutschland lebenden Syrer stoßen auf weitreichende Kritik innerhalb der Koalition, da sie sowohl innenpolitisch als auch wirtschaftlich als problematisch und unrealistisch angesehen werden.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Äußerungen von Kanzler Friedrich Merz zur Rückkehr von Syrern
- Hohe Zahl (80 Prozent) weckt Probleme in der Koalition
- Innenpolitische Kritik und Bedenken
- Gefahr der Mobilisierung rechtspopulistischer Parteien
- Bedeutende Anzahl von Syrern in Engpassberufen
- Wirtschaftliche Herausforderungen durch Rückkehr
- Sicherheitslage in Syrien als volatila eingestuft
- Forderung nach vorsichtiger und vorausschauender Politik
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Kritik an Äußerungen von Kanzler Friedrich Merz zur Rückkehr von 80 Prozent der Syrer
- Roderich Kiesewetter (CDU) hält hohe Erwartungshaltungen für innenpolitisch ungünstig
- Wirtschaftliche Bedenken: viele Syrer arbeiten in Berufen mit Fachkräftemangel
- Hakan Demir (SPD) äußert, Kanzler habe unüberlegte Aussagen getroffen
- Betont, dass Rückkehr syrischer Arbeitskräfte für die deutsche Wirtschaft fatal wäre
- Ralf Stegner (SPD) hebt volatile Sicherheitslage in Syrien hervor
- Warnt vor unrealistischer Rückkehrquote und empfiehlt, auf Fachleute zu hören
Welche Konsequenzen werden genannt?
- Deutliche Kritik in der Koalition
- Innenpolitisch ungünstige Signalwirkung
- Hohe Erwartungshaltungen werden geweckt
- Möglichkeit der Rückgriff rechtspopulistischer Parteien
- Wirtschaftliche Herausforderungen durch Fachkräftemangel
- Verlust gut integrierter Syrer
- Negative Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft
- Unsicherheit bezüglich der Sicherheitslage in Syrien
- Fachleute sollten gehört werden
- Unrealistische Rückkehrquote in Bezug auf die Lage in Syrien
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter äußert sich kritisch zu den Äußerungen von Kanzler Friedrich Merz und nennt die hohen Erwartungshaltungen, die damit geweckt werden, problematisch.
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