Ex-Wirtschaftsweise Malmendier: Nahost-Krieg killt Wachstum

Wirtschaftliche Prognosen und Herausforderungen in Deutschland

() – Nach Einschätzung der bisherigen Wirtschaftsweisen Ulrike Malmendier droht der Nahost-Krieg die ohnehin schwachen Wachstumsprognosen der deutschen Wirtschaft zunichtemachen.

„Die Prognosen waren eh nicht so die großen Sprünge, immer um ein Prozent herum. Wenn uns davon noch ein bisschen was weggenommen wird, sind wir ganz schnell wieder bei Null“, sagte Malmendier RTL/ntv. Steigende Spritpreise und angespannte Lieferketten verstärkten die Risiken. Ob langfristiger Schaden entstehe, hänge von der geopolitischen Entwicklung sowie der Reaktion von und Wirtschaft ab. Dringend nötig sei eine Stärkung des EU-Binnenmarkts und ein koordiniertes Vorgehen bei der Energieversorgung.

Malmendier kritisierte den noch immer vorherrschenden Protektionismus in der EU. Die Wirtschaftsgemeinschaft habe versäumt, einen reibungslosen Markt mit 450 Millionen Konsumenten zu schaffen – ohne Zölle oder Handelsstreitigkeiten. „Das ist leider verschlafen worden“, sagte Malmendier. Die Kritik richtete sie auch an die „Hauptstädte der Mitgliedsländer, die die eigene Industrie beschützen wollen.“

Die neue EU-Unternehmensform, die in 48 Stunden gegründet werden könne, nannte sie einen guten Ansatz – der aber scheitere. „Wunderbar digital ohne Notar, aber nationale Eintragungen und Rechte greifen dann doch. Das ist keine echte EU Inc. mit weniger Regulierungen für Wachstum.“

Malmendier betrachtet die Wirkung des 500-Milliarden-Sondervermögens der als weitgehend verfehlt. „Investitionsausgaben liegen kaum höher als vorher. Das hat zugestimmt, um den Investitionsstau aufzulösen – nicht für Mütterrente oder Pendlerpauschale.“ Dadurch vergebe man sich 50 Prozent des möglichen langfristigen Wachstums.

Zur ihrem Abgang aus dem Sachverständigenrat sagte Malmendier: „Ich sage, was in den steht – nicht nach Parteien.“ Sie hoffe, der Rat halte die Kritik am Sondervermögen aufrecht.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Ulrike Malmendier (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Ulrike Malmendier, RTL, ntv, EU, Bundestag, Bundesregierung

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Die beschriebenen Ereignisse finden in Berlin, Deutschland, statt.

Worum geht es in einem Satz?

Laut Ulrike Malmendier könnten die geopolitischen Spannungen durch den Nahost-Krieg die ohnehin schwachen Wachstumsprognosen der deutschen Wirtschaft gefährden, während sie kritisiert, dass der EU-Protektionismus und ineffektive Maßnahmen die wirtschaftliche Entwicklung zusätzlich belasten.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Nahost-Krieg
  • Schwache Wachstumsprognosen der deutschen Wirtschaft
  • Steigende Spritpreise
  • Angespannte Lieferketten
  • Vorherrschender Protektionismus in der EU
  • Fehlender reibungsloser Markt innerhalb der EU
  • Versäumnisse der EU und Mitgliedsstaaten
  • Ineffektivität des 500-Milliarden-Sondervermögens der Bundesregierung

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Ulrike Malmendier warnt vor negativen Auswirkungen des Nahost-Kriegs auf die Wachstumsprognosen der deutschen Wirtschaft
  • Prognosen lagen schon bei schwachen 1 Prozent
  • Steigende Spritpreise und angespannte Lieferketten erhöhen Risiken
  • Langfristiger Schaden abhängig von geopolitischer Entwicklung und Reaktion von Regierung und Wirtschaft
  • Dringende Notwendigkeit zur Stärkung des EU-Binnenmarkts und koordiniertes Vorgehen bei Energieversorgung
  • Malmendier kritisiert Protektionismus in der EU
  • Versäumnis der EU, einen reibungslosen Markt ohne Zölle zu schaffen
  • Neue EU-Unternehmensform als positiver Ansatz, jedoch mit Einschränkungen durch nationale Regulierungen
  • Wirkung des 500-Milliarden-Sondervermögens der Bundesregierung als weitgehend verfehlt eingeschätzt
  • Investitionsausgaben kaum gestiegen, trotz Ziel zur Auflösung des Investitionsstaus
  • Malmendier äußert sich parteiunabhängig im Sachverständigenrat und hofft auf fortdauernde Kritik am Sondervermögen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Schwächere Wachstumsprognosen der deutschen Wirtschaft
  • Mögliche Rückkehr zu null Wachstum
  • Steigende Risiken durch höhere Spritpreise und angespannte Lieferketten
  • Abhängigkeit von geopolitischer Entwicklung
  • Notwendigkeit zur Stärkung des EU-Binnenmarkts
  • Ungenügendes koordiniertes Vorgehen bei Energieversorgung
  • Anhaltender Protektionismus in der EU
  • Versäumnis, einen reibungslosen Markt mit 450 Millionen Konsumenten zu schaffen
  • Mangelnde Effektivität der neuen EU-Unternehmensform
  • Unzureichende Investitionsausgaben trotz Sondervermögen
  • Verlust von 50 Prozent des möglichen langfristigen Wachstums

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme von Ulrike Malmendier zitiert, die unter anderem die schwachen Wachstumsprognosen der deutschen Wirtschaft und die Probleme des Protektionismus in der EU thematisiert.

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