Gauck warnt Medien vor Überbetonung von Missständen

Medien und Demokratie in Deutschland

() – Altbundespräsident Joachim Gauck hat die Qualitätsmedien in zu mehr konstruktiver Berichterstattung aufgerufen, um auch die Stärken der Demokratie zu zeigen. Journalisten seien „Teil eines Ringens um den Bestand einer Ordnung, die überhaupt garantiert, dass sie arbeiten können, wie sie arbeiten wollen“, sagte Gauck am Donnerstag bei einer Veranstaltung der Madsack-Mediengruppe, zu der auch das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ gehört.

Wenn unabhängige sich allein auf die Kritik an Missständen konzentrierten, drohten sie eine „Kultur des Grundverdachtes und des Grundverdrusses“ zu verstärken, so Gauck. „Viel zu häufig befällt mich der Eindruck, dass in der Medienwelt die Besichtigung der Defizite der Demokratie wichtiger sei als deren Sicherung“, kritisierte der ehemalige Bundespräsident.

Er fühle „ein staatsbürgerliches Unbehagen“, wenn aufgrund „der vielen investigativen Berichte über die Mängel und Fehler, die ich in den anständigen Medien tagtäglich bekomme“ viele Menschen mit Gleichgültigkeit oder Wut reagierten, sagte Gauck. Es gebe bereits zu viele Bürger, „die angesichts der vielen negativen Zustandsbeschreibungen an der Qualität des Ganzen zweifeln“. Wenn von kritischem Journalismus bei den Mediennutzern „vor allem die Fragwürdigkeit der Demokratien hängen bleibt, kann doch irgendetwas nicht stimmen“, so der Altbundespräsident.

Er wünsche sich von den Qualitätsmedien „mehr Augenmaß oder mehr Fairness“, fügte Gauck hinzu. Kritik sei vor allem nötig, wo Demokratie und Freiheit infrage gestellt würden, wie etwa in den USA durch . „Aber in einer Phase, wo die Akzeptanz des Guten bei einem Teil der Bevölkerung schwindet“, müsse man als souveräner Journalist seiner Verantwortung für die Demokratie gerecht werden, forderte er. „Sie sind ja meine Verbündeten bei der Verteidigung der Demokratie“, sagte er aus der Sicht eines Mediennutzers aus der demokratischen Mitte. „Deshalb wünsche ich mir einen größeren Respekt und eine breitere Wahrnehmung dessen, was dieses Land, diese Demokratie tatsächlich lebenswert macht.“

Zwar setze sich Qualitätsjournalismus gegen alternative Fakten sowie gegen „Vernebelung und Verdunkelung von Wirklichkeit“ sein, sagte Gauck. Doch das reiche nicht mehr aus. „Vor einem solchen Gefahrenhintergrund ist ein kritischer Journalismus auch herausgefordert, den Leuten mitzuteilen, was sie tatsächlich haben an diesem Land.“ Dafür müsse man neue Formate schaffen und das Publikum nicht nur als Medienkonsumenten ansprechen, sondern auch Motivation auslösen, die die Menschen zum Mitmachen an der bewegen.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Joachim Gauck (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen sind:

Madsack-Mediengruppe, Redaktionsnetzwerk Deutschland, USA, Donald Trump.

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Hannover

Worum geht es in einem Satz?

Altbundespräsident Joachim Gauck fordert von den Qualitätsmedien in Deutschland eine konstruktivere Berichterstattung, um die Stärken der Demokratie hervorzuheben und der wachsenden Gleichgültigkeit und Unzufriedenheit der Bürger entgegenzuwirken.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Aufruf zur konstruktiven Berichterstattung
  • Fokus auf Stärken der Demokratie
  • Beobachtung von Missständen in der Medienberichterstattung
  • Eindruck von Überbetonung der Defizite der Demokratie
  • Zunehmende Gleichgültigkeit und Wut der Bürger
  • Wahrnehmung von Demokratie und Freiheit durch Journalisten
  • Notwendigkeit zur Wahrung der Akzeptanz des Guten
  • Verantwortung der Journalisten in der Demokratie
  • Wunsch nach mehr Fairness und Augenmaß in der Berichterstattung
  • Herausforderung, neue Formate zu entwickeln und Publikum aktiv einzubeziehen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Joachim Gauck fordert Qualitätsmedien zu konstruktiver Berichterstattung auf
  • Warnung vor einer Kultur des Grundverdachts und Grundverdrusses
  • Kritischer Journalismus soll nicht nur Defizite der Demokratie betonen
  • Unbehagen über Reaktionen der Menschen auf negative Berichterstattung
  • Wunsch nach mehr Augenmaß und Fairness in der Berichterstattung
  • Notwendigkeit von Kritik, wo Demokratie und Freiheit gefährdet sind
  • Appell an Journalisten, die Akzeptanz des Guten zu fördern
  • Qualitätsjournalismus soll alternative Fakten widerlegen und die Wirklichkeit klarstellen
  • Anregung, neue Formate zu schaffen, um Publikum aktiv einzubeziehen

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Aufforderung zu konstruktiver Berichterstattung
  • Verstärkung der "Kultur des Grundverdachtes und des Grundverdrusses"
  • Bürgerzweifel an der Qualität der Demokratie
  • Wachsende Gleichgültigkeit oder Wut bei der Bevölkerung
  • Notwendigkeit von mehr Augenmaß und Fairness in den Medien
  • Verantwortung der Journalisten für die Demokratie
  • Wunsch nach größerem Respekt für positive Aspekte der Demokratie
  • Notwendigkeit neuer Formate zur Ansprache des Publikums
  • Förderung von Motivation zur gesellschaftlichen Mitgestaltung

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, der Artikel zitiert eine Stellungnahme von Altbundespräsident Joachim Gauck. Er fordert die Qualitätsmedien auf, mehr konstruktive Berichterstattung zu leisten, um die Stärken der Demokratie zu zeigen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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