Gesundheitspolitik in Deutschland: Geschlechterungleichheit
New York () – Nach Ansicht der Leiterin der Innovationsabteilung des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA), Nigina Muntean, besteht in Deutschland eine erhebliche Lücke in der Gesundheitsversorgung von Frauen.
In den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sprach Muntean von strukturellen Defiziten in Forschung, Diagnostik und medizinischer Innovation. Die Debatte hatte zuletzt Fahrt aufgenommen, nachdem Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) Deutschland in Bezug auf Frauengesundheit als „Entwicklungsland“ bezeichnet hatte. Die Formulierung sei zwar provokant, sagte Muntean, mache aber auf ein reales Problem aufmerksam. „Alle Länder sind Entwicklungsländer, wenn es um die Gesundheit von Frauen geht“, so Muntean.
Im Durchschnitt würden Frauen neun Jahre ihres Lebens in einem schlechteren Gesundheitszustand verbringen als Männer. Der Gender-Health-Gap wirke sich nach Einschätzung der Expertin auch wirtschaftlich aus. Wenn Krankheiten bei Frauen später erkannt oder schlechter behandelt würden, führe das zu längeren Krankheitszeiten, mehr Fehltagen und geringerer Produktivität. „Für die Wirtschaft ist der Gender Health Gap daher giftig“, sagte Muntean weiter.
Um die Situation zu verbessern, fordert sie auch für Deutschland vor allem drei Schritte: eine systematische Erhebung von Gesundheitsdaten nach Geschlecht, deutlich mehr Investitionen in Forschung zur Frauengesundheit sowie eine stärkere Innovationsförderung in diesem Bereich. „Wenn es uns gelingt, diese drei Bereiche zusammenzubringen, dann bin ich zuversichtlich, dass wir in relativ kurzer Zeit spürbare Fortschritte sehen können.“
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| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Zwei Frauen gehen mit einem Hund Gassi (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Nigina Muntean, Dorothee Bär
Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?
UNFPA, CSU, Funke-Mediengruppe
Wann ist das Ereignis passiert?
Nicht erwähnt
Wo spielt die Handlung des Artikels?
Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Deutschland, New York.
Worum geht es in einem Satz?
Die Leiterin der Innovationsabteilung des UNFPA, Nigina Muntean, warnt vor einer erheblichen Lücke in der Gesundheitsversorgung von Frauen in Deutschland und fordert systematische Datenerhebungen, höhere Investitionen in Forschung und Innovationsförderung, um den Gender-Health-Gap zu schließen.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
- Lücke in der Gesundheitsversorgung von Frauen in Deutschland
- Strukturelle Defizite in Forschung, Diagnostik und medizinischer Innovation
- Aussage von Bundesforschungsministerin Dorothee Bär über Frauengesundheit
- Durchschnittlich neun Jahre weniger gute Gesundheitszustände für Frauen
- Gender-Health-Gap und wirtschaftliche Auswirkungen
- Späte Erkennung und schlechte Behandlung von Krankheiten bei Frauen
- Forderungen nach systematischer Gesundheitsdatenerhebung nach Geschlecht
- Notwendigkeit höherer Investitionen in Forschung zur Frauengesundheit
- Bedarf an stärkeren Innovationsförderungen in der Frauengesundheit
Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?
- Leiterin der Innovationsabteilung des UNFPA, Nigina Muntean, spricht von Lücken in der Gesundheitsversorgung von Frauen in Deutschland
- Muntean stellt strukturelle Defizite in Forschung, Diagnostik und medizinischer Innovation fest
- Debatte wurde durch Aussagen von Bundesforschungsministerin Dorothee Bär angestoßen, die Deutschland als "Entwicklungsland" in Bezug auf Frauengesundheit bezeichnete
- Muntean unterstützt diese Aussage und hebt reale Probleme hervor
- Frauen verbringen im Durchschnitt neun Jahre in schlechterem Gesundheitszustand als Männer
- Gender-Health-Gap hat negative wirtschaftliche Auswirkungen
- Muntean fordert drei Schritte zur Verbesserung: systematische Erhebung von Gesundheitsdaten nach Geschlecht, mehr Investitionen in Forschung zur Frauengesundheit, stärkere Innovationsförderung
- Muntean ist optimistisch bezüglich möglicher Fortschritte bei Umsetzung dieser Maßnahmen
Welche Konsequenzen werden genannt?
- erhebliche Lücke in der Gesundheitsversorgung von Frauen
- strukturelle Defizite in Forschung, Diagnostik und medizinischer Innovation
- länger andauernde Krankheitszeiten
- mehr Fehltage
- geringere Produktivität
- negative wirtschaftliche Auswirkungen
- der Gender-Health-Gap als problematisch für die Wirtschaft
Gibt es bereits eine Stellungnahme?
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme der Leiterin der Innovationsabteilung des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA), Nigina Muntean, zitiert. Sie äußert sich zu den Defiziten in der Gesundheitsversorgung von Frauen in Deutschland und fordert Maßnahmen zur Verbesserung dieser Situation.
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