Hamburg verteilt Schwangere ohne Papiere wieder in andere Länder
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Politik: Veränderungen bei Schwangeren-Unterbringung in Hamburg
Hamburg () – Der Hamburger Senat hat seine Praxis bei der Unterbringung von Schwangeren ohne Aufenthaltspapiere geändert. Seit Oktober vergangenen Jahres werden diese Frauen wieder in andere Bundesländer verteilt, auch wenn der Mutterschutz bereits begonnen hat.
Das teilte die flüchtlingspolitische Sprecherin der Linken-Fraktion, Carola Ensslen, am Freitag mit.
Bisher war Hamburg von einer Umverteilung in der hoch vulnerablen Phase vor und nach der Geburt abgerückt, nachdem es 2010 nach einer Verlegung einer Schwangeren zu einer Totgeburt gekommen war.
Nun stelle sich der rot-grüne Senat auf den Standpunkt, dass eine Verteilung auch im Mutterschutz möglich sei, solange kein ärztliches Attest über Reiseunfähigkeit vorliege. Ensslen kritisierte diese Haltung als „inhumane Praxis“.
Die Verwaltungsgerichte gingen davon aus, dass in dieser Zeit keine Umverteilung stattfinden dürfe. Zudem sei die Versorgung der betroffenen Frauen ohnehin schlecht, da Duldungen kaum noch ausgestellt würden und die Unterbringung nur im Ankunftszentrum erfolge.
Die Linke-Fraktion hat den Senat in einer Anfrage nach den konkreten Zahlen und der Rechtslage gefragt.
In seiner Antwort verwies der Senat darauf, dass die abgefragten Daten nicht statistisch erfasst würden und eine manuelle Auswertung nicht möglich sei. Grundsätzlich gelte, dass eine Schwangerschaft kein Kriterium für eine Ausnahme von der Verteilung im sogenannten Hamburger Katalog sei.
Ein Nachweis gesundheitlicher Risiken müsse durch ein qualifiziertes ärztliches Attest erfolgen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?
Die vollständigen Namen von Personen im Artikel sind: Carola Ensslen.
Der Hamburger Senat hat entschieden, Schwangere ohne Aufenthaltspapiere trotz Mutterschutz wieder in andere Bundesländer zu verteilen, was von der Linken-Fraktion als inhumane Praxis kritisiert wird.
Was war der Auslöser für den Vorfall?
Änderung der Praxis bei Unterbringung von schwangeren Frauen ohne Aufenthaltspapiere durch den Hamburger Senat
Wiederaufnahme der Verteilung auf andere Bundesländer seit Oktober
Vor 2010 Verlegung einer schwangeren Frau führte zu Totgeburt
Rot-grüner Senat sieht Verteilung im Mutterschutz als möglich an ohne ärztliches Attest
Kritische Haltung der Linken-Fraktion hinsichtlich der neuen Praxis
Verwaltungsgerichte betrachten Umverteilung während Schwangerschaft als unzulässig
Schlechte Versorgungslage für betroffene Frauen
Duldungen werden kaum noch ausgestellt, Unterbringung nur im Ankunftszentrum
Fehlende statistische Erfassung der betroffenen Zahlen durch den Senat
Schwangerschaft gilt nicht als Ausnahmegrund für Verteilung im Hamburger Katalog
Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme der flüchtlingspolitischen Sprecherin der Linken-Fraktion, Carola Ensslen, zitiert, die die Haltung des Senats als "inhumane Praxis" kritisiert.