Kommunen machen Vorschläge für Bürokratieabbau

Fördermittelvergabe in deutschen Kommunen

() – Die Finanzverantwortlichen in den deutschen Städten und Gemeinden sehen Verbesserungsbedarf in der Vergabe staatlicher Fördermittel. Das zeigt eine am Freitag veröffentlichte Auswertung des Ifo-Instituts aus dem KfW-Kommunalpanel. „Besonders oft sprechen sich die Kämmerer in für eine einfachere Antragstellung sowie für weniger Berichts- und Dokumentationspflichten aus“, sagte Sarah Necker, Leiterin des Ludwig Erhard Ifo-Zentrums für Soziale Marktwirtschaft in Fürth.

Bei der Finanzierung kommunaler Investitionen spielen öffentliche Förderprogramme eine zentrale Rolle. Knapp 90 Prozent aller Kommunen greifen auf Fördermittel von Bund, Ländern und EU zurück. Insgesamt machen Fördermittel ein Fünftel aller kommunalen Investitionen aus. „Die komplexen Anforderungen des Fördermittelprozesses stellen die Kommunen vor Herausforderungen. Die Vorgaben sind umfangreich und stehen aus Sicht vieler Kommunen in keinem angemessenen Verhältnis zur Förderquote. Hinzu kommt die Unsicherheit, ob eingereichte Anträge tatsächlich bewilligt werden“, so Necker.

Knapp die der befragten Kämmerer (48 Prozent) hebt den Wunsch nach einer einfachen Antragstellung hervor. Jede dritte Antwort (33 Prozent) nennt vereinfachte Nachweispflichten, sowie eine Abschaffung kleinteiliger Berichtspflichten bei der Abrechnung am Ende des Förderprozesses. Etwas weniger als ein Drittel (31 Prozent) geben an, dass Förderrichtlinien oftmals zu komplex sind. Jede fünfte Antwort wünscht sich mehr Flexibilität bei der Mittelverwendung und bei Fristen (22 Prozent) sowie schnellere Bearbeitung und Bewilligung (20 Prozent).

Während viele Antworten neutral formuliert sind, lässt die Formulierung einiger Antworten erkennen, dass die Kommunen die Bürokratie im Fördermittelprozess als belastend wahrnehmen. „Bürokratieabbau gelingt nicht durch pauschale , sondern muss auf einer detaillierten Auseinandersetzung mit konkreten Maßnahmen beruhen. Viele Antworten liefern dazu Anhaltspunkte“, sagte Necker.

Weniger häufig nannten die Befragten: längere Antragsfristen (18 Prozent), gute Erreichbarkeit von Ansprechpartnern (15 Prozent) und weniger Eigenmittel bei Förderprogrammen (14 Prozent). Zwölf Prozent der Kämmerer kritisieren das Windhundprinzip, bei dem Mittel nach Eingangsreihenfolge der Anträge vergeben werden. Nur elf Prozent meinen, dass Förderprogramme noch stärker lokale Anforderungen berücksichtigen sollen.

Grundlage der sind offene Textantworten von 509 Finanzverantwortlichen aus dem KfW-Kommunalpanel 2025 zum Thema Förderprogramme.

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Rathaus (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Ifo-Institut, KfW-Kommunalpanel, Ludwig Erhard Ifo-Zentrum für Soziale Marktwirtschaft

Wann ist das Ereignis passiert?

Nicht erwähnt.

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Fürth

Worum geht es in einem Satz?

Finanzverantwortliche deutscher Kommunen fordern laut einer Ifo-Studie eine Vereinfachung der Antragstellung und Reduzierung der bürokratischen Anforderungen bei staatlichen Fördermitteln, um die Nutzung dieser Ressourcen für kommunale Investitionen zu verbessern.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Bedarf an Verbesserungen in der Vergabe staatlicher Fördermittel
  • Komplexe Anforderungen des Fördermittelprozesses
  • Hohe Bürokratiebelastung für Kommunen
  • Unsicherheit über Bewilligung eingereichter Anträge
  • Wünsche nach vereinfachter Antragstellung und weniger Dokumentationspflichten
  • Relevanz öffentlicher Förderprogramme für kommunale Investitionen
  • Anteil der Kommunen, die auf Fördermittel zurückgreifen

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Im Artikel wird nicht beschrieben, wie Politik, Öffentlichkeit oder Medien reagiert haben.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Verbesserungsbedarf in der Vergabe staatlicher Fördermittel
  • Wunsch nach einfacheren Antragsverfahren
  • Forderung nach weniger Berichts- und Dokumentationspflichten
  • Belastung durch Bürokratie im Fördermittelprozess
  • Bedarf an Flexibilität bei Mittelverwendung und Fristen
  • Dringlichkeit für schnellere Bearbeitung und Bewilligung
  • Notwendigkeit detaillierter Maßnahmen für Bürokratieabbau
  • Kritik am Windhundprinzip bei Mittelvergabe
  • Forderung nach längeren Antragsfristen, besserer Erreichbarkeit von Ansprechpartnern und weniger Eigenmitteln

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme zitiert. Sarah Necker, Leiterin des Ludwig Erhard Ifo-Zentrums für Soziale Marktwirtschaft, betont, dass die komplexen Anforderungen des Fördermittelprozesses die Kommunen vor Herausforderungen stellen.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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