SPD fordert stärkeres Engagement des Bundes für die Hauptstadt

Politik: Berlins Forderung nach Bundesunterstützung

() – Der Berliner SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach fordert ein stärkeres Engagement des Bundes für die Hauptstadt. Berlin übernehme in Sicherheitsfragen, und Kultur derart umfangreich nationale Aufgaben, dass diese umfassender vom Bund unterstützt werden sollten, sagte Krach dem „Tagesspiegel“.

„Der Hauptstadtschutz und die Charité müssen aus meiner Sicht in die Bundesfinanzierung übergehen, weil sie bundesweite Aufgaben erfüllen. Die Charité ist de facto schon eine Bundesmedizin. Auch die Staatsoper hat den Rang einer nationalen Kultureinrichtung und sollte entsprechend behandelt werden“, sagte Krach.

„Ich halte es für zwingend, zu diesen drei Themen mit Friedrich Merz und Vizekanzler Lars Klingbeil zu sprechen. Mittelfristig müssten diese drei Felder neu im Hauptstadtfinanzierungsvertrag zwischen Berlin und dem Bund verankert werden.“

Der zuletzt 2017 novellierte Vertrag regelt, dass sich der Bund an den Kosten beteiligt, die Berlin durch Ministerien, Botschaften und Staatsgäste entstehen.

Auch Berliner Kultur wird vom Bund schon unterstützt. Es gehe nicht nur um mehr Geld, sagte Krach, sondern um Zuständigkeit, also nationale Verantwortung: „Wir müssen uns fragen, wie wir den Schutz unserer Hauptstadt verstehen. Derzeit verfügt Berlin nur über die Fähigkeiten eines Bundeslandes – ein echter Hauptstadtschutz ist mehr, als ein einzelnes Bundesland leisten kann.“

Und weiter: „Jeder Anschlag in Berlin ist ein Anschlag auf die Hauptstadt. Um die Zusammenarbeit aller relevanten Akteure zu verbessern, wollen wir einen Landessicherheitsrat schaffen – analog zum Nationalen Sicherheitsrat der Bundesregierung.“

Der Senat solle sich an Merz (CDU) und Klingbeil (SPD) wenden, forderte Krach: „Zu sprechen wäre auch über die Charité. Sie gehört zur weltweiten Spitze in Forschung und Versorgung, nimmt eine besondere Rolle in der Kliniklandschaft ein.“

Dies sei deutlich geworden, als die Charité in der Corona-Pandemie half, ein deutschlandweites der Universitätsmedizin aufzubauen. Derzeit entsteht in Wedding mit Bundeshilfe das neue Charité-Herzzentrum.

„Es ist auch kein Zufall, dass sich die Bundesregierung an der Entwicklung des Translationszentrums für Gen- und Zelltherapie von Charité und Bayer beteiligt und das Berlin Institute of Health der Charité trägt“, sagte Krach. „Es ist nur konsequent, dass Berlins herausragende Universitätsmedizin zu einer Nationalen Universitätsmedizin wird.“

Krach verwies auch auf die Staatsoper, die wie kaum eine andere Oper für die deutsche Geschichte stehe und es ebenfalls verdiene, in den Bundesrang erhoben zu werden: „Charité und Staatsoper sind zudem Institutionen, die den Osten Deutschlands geprägt haben. Sie durch den Bund finanzieren zu lassen, wäre auch ein Signal der Wertschätzung für Ostdeutschland.“

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Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Blick über Berlin (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Steffen Krach, Friedrich Merz, Lars Klingbeil

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

SPD, Tagesspiegel, Kanzler Friedrich Merz, Vizekanzler Lars Klingbeil, Charité, Staatsoper, Bund, Senat, CDU, SPD, Bundesregierung, Translationszentrum für Gen- und Zelltherapie, Berlin Institute of Health.

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Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin.

Worum geht es in einem Satz?

Der Berliner SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach fordert eine stärkere Unterstützung des Bundes für Berlin, insbesondere in den Bereichen Sicherheit, Forschung und Kultur, und schlägt vor, dass Einrichtungen wie die Charité und die Staatsoper in die Bundesfinanzierung aufgenommen werden sollten.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Forderung nach stärkerem Engagement des Bundes für Berlin
  • Bundesweite Aufgaben der Stadt in Sicherheitsfragen, Forschung und Kultur
  • Nennung der Charité und Staatsoper als nationale Einrichtungen
  • Unzureichende Finanzierung durch den Bund
  • Notwendigkeit neuer Regelungen im Hauptstadtfinanzierungsvertrag
  • Verbesserung der Sicherheitsstrukturen in Berlin
  • Bedeutung der Charité während der Corona-Pandemie
  • Rolle der Staatsoper in der deutschen Geschichte
  • Signal der Wertschätzung für Ostdeutschland

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

  • Steffen Krach fordert mehr Engagement des Bundes für Berlin
  • Betonung der bundesweiten Aufgaben in Sicherheit, Forschung und Kultur
  • Charité und Staatsoper sollen in Bundesfinanzierung übergehen
  • Gesprächsbedarf mit Kanzler Merz und Vizekanzler Klingbeil
  • Vorschlag für einen Landessicherheitsrat zur Verbesserung der Zusammenarbeit
  • Notwendigkeit eines neuen Hauptstadtfinanzierungsvertrags
  • Anerkennung der Rolle der Charité in der Universitätsmedizin und während der Corona-Pandemie
  • Staatsoper als Signal der Wertschätzung für Ostdeutschland

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Stärkung des Engagements des Bundes für Berlin
  • Anpassung des Hauptstadtfinanzierungsvertrags
  • Verbesserung des Hauptstadtschutzes
  • Etablierung eines Landessicherheitsrats
  • Erhöhung der finanziellen Unterstützung für Charité und Staatsoper
  • Anerkennung der Charité als nationale Universitätsmedizin
  • Signal der Wertschätzung für Ostdeutschland

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme des Berliner SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach zitiert, der ein stärkeres Engagement des Bundes für Berlin fordert, insbesondere in Bezug auf die Charité und die Staatsoper.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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