EFI-Gutachten: Expertenkommission übergibt Empfehlungen an Kanzler

Forschung und Innovation in Deutschland 2026

Berlin () – Die Expertenkommission und Innovation (EFI) hat am Mittwoch ihr Jahresgutachten an Bundeskanzler Friedrich (CDU) übergeben.

Bei der künstlichen Intelligenz hätten die USA und einen großen Vorsprung, sagte die EFI-Vorsitzende, Irene Bertschek vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), bei der Vorstellung des Gutachtens. „Aber wir können es uns nicht erlauben, hier aufzugeben und aus dem Rennen auszusteigen. Wir müssen investieren in den Ausbau von Rechenkapazitäten, in eine bessere Datennutzung, in die Forschung zu neuen KI-Modellen und in die Stärkung des europäischen Binnenmarkts.“

Weiter erklärte Bertschek, dass aufgrund der anhaltenden geopolitischen Spannungen weitere Anstrengungen in der sicherheitsrelevanten Forschung und Innovation erforderlich seien. „Zum Beispiel sollte die innovationsorientierte Beschaffung von Verteidigungsgütern aktiv als Instrument genutzt werden“, sagte sie.

Die EFI-Vorsitzende ging zudem auf den Wissenstransfer von Hochschulen ein. „Viele neue und bahnbrechende Ideen entstehen aus der Forschung in Hochschulen, aber die Potenziale werden nicht ausgeschöpft. Das heißt, wir müssen beim Transfer in die Anwendung dringend nachlegen. Der Transfer muss endlich gleichberechtigt neben Forschung und Lehre stehen“, forderte sie.

Insbesondere mittelständischen Unternehmen seien wichtige Akteure im deutschen Forschungs- und Innovationssystem. „Innovationshürden sollten entsprechend aus dem Weg geräumt werden, zum Beispiel indem Antragsprozesse für die Innovationsförderung vereinfacht und die Einwanderung qualifizierter Fachkräfte erleichtert werden“, so Bertschek.

„Eins muss uns allen klar sein: Der Staat kann nicht alle erforderlichen Investitionen alleine stemmen. Daher sollte die Hightech Agenda nicht nur als Arbeitsprogramm verstanden werden, sondern auch als Instrument, um alle Akteure des Forschungs- und Innovationssystems zu motivieren, um massive private Investitionen in Forschung und Innovationen und vor allem in Schlüsseltechnologien zu mobilisieren und um die großen Chancen, die mit diesen Technologien verbunden sind, in die Breite der zu kommunizieren“, forderte die EFI-Vorsitzende.

Guido Bünstorf, Mitglied der EFI und Professor an der Universität , warb für eine bessere Ausstattung der Hochschulen. „Forschungsstarke Universitäten nehmen sowohl bei Patentanmeldungen als auch bei wissenschaftlichen Publikationen, die in Patenten zitiert werden, eine Spitzenposition ein“, sagte Bünstorf. „Gerade in der anwendungsorientierten Grundlagenforschung geht wissenschaftliche Exzellenz häufig mit konkretem Anwendungspotenzial einher. Viele technologische Durchbrüche – vom Laser bis zu mRNA-Impfstoffen – sind aus dieser Art der Forschung hervorgegangen.“

Strukturelle Faktoren würden jedoch den Wissens- und Technologietransfer an deutschen Hochschulen ausbremsen. „Viele Transfereinrichtungen sind nicht ausreichend ausgestattet, nicht zuletzt, weil sie nicht dauerhaft aus den Grundmitteln der Hochschulen finanziert werden, sondern aus kurzfristigen Drittmittelprojekten“, erklärte Bünstorf.

4,1/5 (27 Bewertungen)

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Übergabe EFI-Gutachten am 11.02.2026

💬 Zu den Kommentaren

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie heißen die Personen in diesem Beitrag?

Friedrich Merz, Irene Bertschek, Guido Bünstorf

Welche Organisationen oder Institutionen werden genannt?

Hier sind die genannten Organisationen, Parteien oder Institutionen:

Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI), Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Irene Bertschek, Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Universität Kassel.

Wann ist das Ereignis passiert?

11.02.2026

Wo spielt die Handlung des Artikels?

Die Orte, an denen das beschriebene Ereignis stattfindet oder stattfand, sind: Berlin, Universität Kassel.

Worum geht es in einem Satz?

Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hat in ihrem Jahresgutachten vorgewarnt, dass Deutschland im Bereich Künstliche Intelligenz hinter den USA und China zurückliegt und dringend in Forschungs- und Innovationskapazitäten sowie in den Wissenstransfer von Hochschulen investieren muss, um Wettbewerbsnachteile abzubauen und die Innovationskraft zu stärken.

Was war der Auslöser für den Vorfall?

  • Großer Vorsprung der USA und China bei künstlicher Intelligenz
  • Notwendigkeit zur Investition in Rechenkapazitäten
  • Anhaltende geopolitische Spannungen
  • Anforderungen an sicherheitsrelevante Forschung und Innovation
  • Unzureichender Wissenstransfer von Hochschulen
  • Innovationshürden für mittelständische Unternehmen
  • Bedarf an vereinfachten Antragsprozessen und erleichterter Einwanderung
  • Mangelnde Ausstattung der Hochschulen und Transfereinrichtungen
  • Abhängigkeit von kurzfristigen Drittmittelprojekten für Finanzierung

Wie hat die Öffentlichkeit oder Politik reagiert?

Der Artikel beschreibt keine spezifischen Reaktionen von Politik, Öffentlichkeit oder Medien.

Welche Konsequenzen werden genannt?

  • Großer Vorsprung der USA und China in der künstlichen Intelligenz
  • Notwendigkeit, in Rechenkapazitäten und Datennutzung zu investieren
  • Erforderliche Anstrengungen in sicherheitsrelevanter Forschung und Innovation
  • Aktive Nutzung innovationsorientierter Beschaffung von Verteidigungsgütern
  • Dringender Bedarf am Wissenstransfer von Hochschulen
  • Innovationshürden für mittelständische Unternehmen abbauen
  • Vereinfachung von Antragsprozessen für Innovationsförderung
  • Erleichterung der Einwanderung qualifizierter Fachkräfte
  • Notwendigkeit massiver privater Investitionen in Forschung und Innovation
  • Verbesserung der Ausstattung von Forschungsstarken Universitäten
  • Strukturelle Faktoren bremsen Wissens- und Technologietransfer an Hochschulen
  • Unzureichende Finanzierung von Transfereinrichtungen in Hochschulen

Gibt es bereits eine Stellungnahme?

Ja, im Artikel wird eine Stellungnahme einer Person zitiert. Irene Bertschek, die Vorsitzende der EFI, äußert sich zur Notwendigkeit von Investitionen in den Bereich der künstlichen Intelligenz und beschreibt die Herausforderungen sowie die Rolle des Staates und der Industrie in der Forschungsförderung.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert